Moritz Volz

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Moritz Volz
Moritz Volz.jpg
Moritz Volz (2007)
Personalia
Geburtstag 21. Januar 1983
Geburtsort SiegenDeutschland
Größe 177 cm
Position Abwehr
Junioren
Jahre Station
1989–1996 SpVg Bürbach 09
1996–1998 Sportfreunde Siegen
1998–1999 FC Schalke 04
1999–2001 FC Arsenal
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
2001–2003 FC Arsenal 0 (0)
2003 → FC Wimbledon (Leihe) 10 (1)
2003–2008 FC Fulham 125 (2)
2008–2009 → Ipswich Town (Leihe) 22 (0)
2010–2012 FC St. Pauli 23 (2)
2012–2015 TSV 1860 München 43 (0)
Nationalmannschaft
Jahre Auswahl Spiele (Tore)
2001–2002 Deutschland U19 7 (2)
2002–2003 Deutschland U20 6 (1)
2003–2006 Deutschland U21 20 (0)
Stationen als Trainer
Jahre Station
2019– RB Leipzig (Co-Trainer)
1 Angegeben sind nur Ligaspiele.

Moritz Volz (* 21. Januar 1983 in Siegen) ist ein ehemaliger deutscher Fußballspieler und heutiger Trainer.

Karriere als Spieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verein[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Jugend spielte Volz bei der SpVg Bürbach 09, den Sportfreunden Siegen und beim FC Schalke 04. Im Jahre 1999 verließ er im Alter von 16 Jahren Deutschland und ging nach England zum Premier-League-Verein FC Arsenal.[1] Im Januar 2003 wurde Volz für fünf Monate an den FC Wimbledon ausgeliehen, im Sommer 2003 wechselte er dann zum FC Fulham. Für Fulham erzielte Volz in 108 Ligaspielen zwei Tore, darunter das 15.000. Tor seit Einführung der FA Premier League 1992 am 30. Dezember 2006 im Spiel gegen den FC Chelsea (Endstand 2:2).

Nach fünf Jahren beim FC Fulham sollte Volz zu Beginn der Saison 2008/09 für eine Ablösesumme von 500.000 Pfund zum englischen Zweitligisten Ipswich Town wechseln, nachdem er in der Saison 2007/08 seinen Stammplatz verloren hatte. Diesen bereits als vollzogen gemeldeten Transfer lehnte Volz jedoch zunächst ab. Im August 2008 wechselte er dann doch auf Leihbasis nach Ipswich.[2]

Im Januar 2010 wurde Volz vom FC Schalke 04 für ein Probetraining in das Trainingslager nach Chiclana de la Frontera mitgenommen, jedoch wollte ihn Trainer Felix Magath nicht verpflichten.[3] Zur Bundesligasaison 2010/11 wechselte Volz für zwei Jahre zum FC St. Pauli,[4] und am 5. November 2010 bestritt er in der Auswärtsbegegnung beim FC Schalke 04 sein erstes von neun Bundesligaspielen. Nach einer längeren Verletzungspause wegen eines Beinbruchs absolvierte Volz für den FC St. Pauli in der Zweiten Bundesliga 14 Spiele bis zum Ende der Saison 2011/12, dabei erzielte er zwei Tore.

Moritz Volz 2013

Zur Saison 2012/13 verpflichtete ihn der TSV 1860 München ablösefrei. Er unterzeichnete einen Dreijahresvertrag.[5] Im ersten Jahr in München kam Volz regelmäßig zum Einsatz, anfangs auf der linken Verteidigerposition, in der Rückrunde meist als Rechtsverteidiger. Am Ende der Saison 2014/15 wurde sein auslaufender Vertrag nicht verlängert.[6] Anschließend beendete er seine Karriere. Seit 2016 kommentiert er regelmäßig beim Streamingdienst „DAZN“ Spiele der Premier League.

Nationalmannschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der damalige Bundestrainer Jürgen Klinsmann nominierte ihn für das Länderspiel der deutschen Fußballnationalmannschaft gegen Kamerun am 17. November 2004 in Leipzig zum ersten Mal in das Aufgebot der Nationalelf; Volz kam in diesem Spiel jedoch nicht zum Einsatz. An der darauf folgenden Asienreise der Nationalmannschaft im Dezember 2004 durfte Volz nicht teilnehmen, da er von seinem Verein keine Freigabe bekam. Es folgten keine weiteren Nominierungen.

Karriere als Trainer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Saison 2019/20 wurde Volz Co-Trainer von Julian Nagelsmann bei RB Leipzig.[7]

Bemerkenswertes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Laut Humorkritiker Hans Mentz ist Volz „zwischen all den jungen und stockdummen Bravo Sport-Titelvorlagen wie Poldi oder Schweini ein potentieller Nachfolger des drolligen Mehmet Scholl‘.“ In diesem Sinne attestierte ihm auch The Guardian in seiner Ausgabe vom 18. August 2006: „Er ist ein Deutscher mit Sinn für Humor. Mehr noch, er ist ein deutscher Fußballer mit Sinn für Humor.“ („He is a German with a sense of humour. What's more, he is a German footballer with a sense of humour.“)

Im März 2012 veröffentlichte er im Rowohlt Taschenbuchverlag seine Erinnerungen unter dem Titel „Unser Mann in London“.[8]

Im Juni 2012 nahm Volz, der Hobbykoch ist, an der ZDF-Show Die Küchenschlacht teil und gewann den ersten Platz.[9]

Volz war im Spielerrat der Spielergewerkschaft Vereinigung der Vertragsfußballspieler (VdV).[10]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Moritz Volz: „Wisst ihr was? Mir ist das alles zu viel“. Fußballprofi Volz (Auszug aus der Biografie). spiegelonline.de, 23. Februar 2012, abgerufen am 23. Februar 2012.
  2. guardian.uk Moritz Voltz leaves Fulham! (englisch)
  3. Homepage S04, gesichtet 8. Januar 2010 (Memento des Originals vom 15. Januar 2010 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.schalke04.de
  4. Homepage St Pauli, gesichtet 15. Juni 2010 (Memento vom 19. Juni 2010 im Internet Archive)
  5. Löwen verpflichten Moritz Volz (Memento des Originals vom 14. Dezember 2013 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.tsv1860.de, Vereinshomepage des TSV 1860 München vom 5. Juni 2012
  6. Meldung (Memento des Originals vom 9. Juli 2015 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.tsv1860.de auf der Website von 1860 München, abgerufen am 8. Juli 2015
  7. Krösche neuer RBL-Sportdirektor | Rangnick wechselt zu Red Bull, dierotenbullen.com, 4. Juni 2019, abgerufen am 4. Juni 2019.
  8. Nils Kemter: „Moritz Volz: Bananenkuchen gegen Manchester“. www.abendblatt.de, 1. März 2012, abgerufen am 15. März 2012.
  9. Moritz Volz: Bei Schuhbeck ist er schon Meister auf abendzeitung-muenchen.de v. 8. Juni 2012
  10. spielergewerkschaft.de: Spielerrat; abgerufen 25. September 2015