Morphogenese

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Dieser Artikel beschäftigt sich mit Lebensformen; zur Gestalt von Erdformen siehe Geomorphogenese; zur Hypothese über Gestaltbildung als Naturgesetz siehe Morphogenetisches Feld
Übergeordnet
Entwicklungsprozess
Untergeordnet
Morphogenese der einzelnen Organe/Gewebe
Verzweigung von Sprossen/Wurzeln
Metamorphose
Regeneration
Rückbildung
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Die Morphogenese (griechisch μορφογενετική „Entstehung der Form“, siehe auch -genese) bezeichnet die Entwicklung von Organismen, Organen und Organellen sowie anderen Strukturen und Merkmalen im Verlauf der Ontogenese von Lebewesen, also Menschen, Tieren, Pflanzen, Bakterien sowie von Viren.

Als ein Pionier der mathematisch-quantitativen Beziehungen anlässlich der Morphogenese tierischer Organismen gilt D’Arcy Wentworth Thompson und sein Buch "On Growth and Form" von 1917. Weiter gehende theoretische Aspekte der Morphogenese und vor allem der Musterbildung können mathematisch mithilfe von Alan Turings Reaktionsdiffusionsgleichung beschrieben werden, siehe Turing-Mechanismus.[1]

Abschnitte der Morphogenese speziell des Menschen sind

  • die Embryogenese, die die Differenzierung der Strukturen von der Eizelle während der Entwicklung des Embryos
  • die Fetogenese, die die Ausbildung von Organen und anderen Merkmalen beim Fetus beschreibt (Mensch: ab 85. Schwangerschaftstag)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Morphogenese – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Alan Turing: The chemical basis of morphogenesis. (PDF; 1,2 MB). In: Phil. Trans. R. Soc. London. B 237, 1952, S. 37–72. Originalartikel.

Weiterführende Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • On Growth and Form. 1917, ISBN 0-486-67135-6. Deutsch: Über Wachstum und Form. In gekürzter Fassung neu hrsg. von John Tyler Bonner. Übersetzt von Ella M. Fountain und Magdalena Neff. Mit einem Geleitwort von Adolf Portmann. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1982, ISBN 3-518-28010-4.