Morschach

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Morschach
Wappen von Morschach
Staat: Schweiz
Kanton: Schwyz (SZ)
Bezirk: Schwyz
BFS-Nr.: 1366i1f3f4
Postleitzahl: 6433 Stoos
6443 Morschach
UN/LOCODE: CH STO (Stoos)
Koordinaten: 689797 / 204149Koordinaten: 46° 58′ 56″ N, 8° 37′ 8″ O; CH1903: 689797 / 204149
Höhe: 643 m ü. M.
Fläche: 23,4 km²
Einwohner: 1103 (31. Dezember 2017)[1]
Einwohnerdichte: 47 Einw. pro km²
Ausländeranteil:
(Einwohner ohne
Bürgerrecht)
18,7 % (31. Dezember 2015)[2]
Website: www.morschach.ch
Morschach, unten der Urnersee

Morschach, unten der Urnersee

Karte
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Morschach ist eine politische Gemeinde im Bezirk Schwyz des Kantons Schwyz in der Schweiz.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sie liegt oberhalb der Ortschaft Brunnen SZ auf einer natürlichen Terrasse über dem Vierwaldstättersee. Der Ausblick reicht im Südwesten auf die historische Rütliwiese und die Urner Berge, im Nordosten auf den weiten Talkessel von Schwyz.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1261 wird «Morsacho» erstmals urkundlich erwähnt. Über Morschach führte lange Zeit der Pilger- und Säumerweg über den Gotthard.

Nach dem Bau der Axenstrasse wurde 1866 von Brunnen her ein Zufahrtssträsschen in den Fels gehauen. Von 1905 bis 1968 fuhr die Brunnen-Morschach-Bahn, eine elektrische Zahnradbahn, nach dem damals weltbekannten Ferienort mit seinen mondänen Hotelpalästen Axenfels und Axenstein und brachte ein illustres Publikum, u. a. Königin Victoria von Großbritannien, König Ludwig II. von Bayern und Winston Churchill. Vorgesehen war, die Bahn sogar bis auf den Fronalpstock zu führen. Dieser Plan wurde aber 1933 durch den Bau der Standseilbahn Schwyz–Stoos vereitelt, die Mitte Dezember 2017 durch die neue Standseilbahn Schwyz–Stoos ersetzt wurde.

Der Niedergang des Ferienortes Morschach begann, als durch die Kriegs- und Krisenjahre die Hotelgäste ausblieben. Die Grosshotels mussten geschlossen werden; das «Axenfels» wurde 1947 und das «Grandhotel Axenstein» 1967 abgebrochen. Dadurch war auch das Schicksal der ohnehin nie besonders gewinnbringenden Zahnradbahn besiegelt.

In den 1980er Jahren begann dann die Planung und Realisierung eines neuen Ferienzentrums, das nach und nach zum Swiss Holiday Park[3] ausgebaut wurde, der heute (Stand 2019) das grösste Ferienresort der Schweiz ist und von der Schweizer Reisekasse geführt wird[4].

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von Brunnen führt eine zweispurige Nebenstrasse hoch nach Morschach. Sie wird von der Buslinie Nr. 4 Auto AG Schwyz befahren. Von Morschach aus gelangt man per Luftseilbahn Morschach–Stoos zum noch höher gelegenen Skiort Stoos und von dort auf den Fronalpstock (1922 m ü. M.) oder zu Fuss auf dem Weg der Schweiz nach dem Urner Dorf Sisikon. Von Axenstein führen zwei Fusspfade nach Brunnen (Wanderung ca. 40 Minuten).

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Linus Birchler: Die Kunstdenkmäler des Kantons Schwyz, Band II: Die Bezirke Gersau, Küssnacht und Schwyz. Kunsthistorischer Überblick. (= Kunstdenkmäler der Schweiz. Band 2). Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK. Bern 1930.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Morschach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ständige und nichtständige Wohnbevölkerung nach Jahr, Kanton, Bezirk, Gemeinde, Bevölkerungstyp und Geschlecht (Ständige Wohnbevölkerung). In: bfs.admin.ch. Bundesamt für Statistik (BFS), 31. August 2018, abgerufen am 30. September 2018.
  2. Archivierte Kopie (Memento des Originals vom 4. Mai 2016 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.sz.ch
  3. Geschichte des Swiss Holiday Park
  4. Artikel in der NZZ vom 7. Dezember 2018
  5. Luzerner Zeitung vom 16. September 2017: Denkmäler - 700-jähriges Haus in Morschach steht nun für Feriengäste offen