Morteau

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Morteau
Wappen von Morteau
Morteau (Frankreich)
Morteau
Region Bourgogne-Franche-Comté
Département Doubs
Arrondissement Pontarlier
Kanton Morteau
Gemeindeverband Val de Morteau
Koordinaten 47° 3′ N, 6° 36′ OKoordinaten: 47° 3′ N, 6° 36′ O
Höhe 750–1.114 m
Fläche 14,11 km2
Einwohner 6.827 (1. Januar 2014)
Bevölkerungsdichte 484 Einw./km2
Postleitzahl 25500
INSEE-Code
Website www.morteau.org

Morteau am Doubs

Morteau ist eine französische Gemeinde im Département Doubs, Region Bourgogne-Franche-Comté. Sie gehört zum Arrondissement Pontarlier und ist Hauptort des Kantons Morteau.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Morteau befindet sich im Jura, unweit der Schweizer Grenze im Tal des Flusses Doubs, das von Pontarlier her gegen Morteau abfällt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erstmals wird Morteau im Jahr 1105 erwähnt. Zu dieser Zeit siedelten sich Mönche aus Cluny hier an, um die Bergregionen urbar zu machen. Sie zogen weitere Menschen nach sich, die erste Einwohner von Siedlungen wie Morteau waren.

1349 verringerte sich die Bevölkerung durch die Pest um zwei Drittel. Danach wanderten Bewohner aus dem Kanton Freiburg und dem Aostatal in diese Gegend ein.

Im Jahr 1639 rückten die Schweden in den Ort ein, hinterließen schwere Verwüstungen und veranlassten viele Bewohner, die Gegend in Richtung Savoyen und Schweiz zu verlassen.

Morteau hatte im Laufe der Geschichte immer wieder unter großen Feuersbrünsten zu leiden. Die schwersten ereigneten sich in den Jahren 1639, 1683, 1702, 1849 und 1865.

Im Frieden von Nimwegen 1678/79 kam Marteau unter französische Herrschaft, nachdem die Oberhoheit nacheinander bei den Grafen von Montfaucon, der Stadt Neuchâtel und den Habsburgern gelegen hatte.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Januar 2014 lebten in Morteau 6827 Einwohner. Die Einwohnerzahl stieg vor allem in den 1960er-Jahren. Im folgenden Jahrzehnt erreichte sie mit über 6600 einen Höhepunkt. Danach sank sie leicht und ist bis heute konstant geblieben.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Morteau-Wurstspezialität

Morteau liegt an der grenzüberschreitenden Eisenbahnstrecke von La Chaux-de-Fonds im Schweizer Kanton Neuenburg nach Besançon.

Morteau ist ein Zentrum der Uhrenindustrie, die hier auf das Jahr 1680 zurückgeht. Das Uhren-Museum – Musée de l’horlogerie – zeigt deren Geschichte. Heute ist der größte private Arbeitgeber ein Betrieb für Auto-Ausstattungs- und Zubehörteile: Er beschäftigt etwa 500 Personen.

Eine Spezialität von Morteau ist eine geräucherte Wurst aus Schweinefleisch, die Saucisse de Morteau, auch Belle de Morteau genannt. Alljährlich findet im August ein Wurstfest, die Fête de la Saucisse, mit großem Umzug statt. Weitere Betriebe der Lebensmittelindustrie sind ebenfalls in Morteau ansässig.

Städtepartnerschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Morteau pflegt eine Städtepartnerschaft mit der Gemeinde Vöhrenbach im Schwarzwald (Baden-Württemberg).

Söhne und Töchter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Bahnhof von Morteau ist Schauplatz mehrerer Szenen des 2002 gedrehten Films Monsieur Batignole von Gérard Jugnot.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Morteau – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien