Große Moschee von Mopti

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Die Große Moschee von Mopti

Die Große Moschee von Mopti, auch Moschee von Komoguel[1] genannt, wurde zwischen 1933 und 1935 im Sudanstil an Stelle einer früheren, 1908 entstandenen Moschee in der malischen Stadt Mopti errichtet.[2] Erstellt wurde sie von Maurern aus Djenné. im frühislamischen Stil einer Hofmoschee.[3]

Etwa 31 Meter lang und 17 Meter breit, ist sie aus „Banco“, dem Flusslehm des Niger, errichtet. Sie entspricht einer verkleinerten Nachbildung der berühmten Großen Moschee von Djenné. Das Betraumgebäude umfasst eine Fläche von 530 Quadratmetern. Dieses ist als Queranlage konzipiert und liegt in exzentrischer Stellung im Hof. Der Innenraum ist durch acht Längs- und vier Transversalschiffe gegliedert. Der Mihrāb-Turm ist 17 Meter hoch, etwas kleiner ein Seitenturm mit 13,5 Metern. 2 Straußeneier dekorieren als Abschluss den Zentralkegel.[3]

Die Moschee befand sich 1976 in einem ordentlichen Zustand mit lediglich geringen Erosionsspuren. Eine 1978 durchgeführte Restaurierung führte zu Ausbesserungen mit Zement. Diese vertrug sich mit dem traditionellen Lehmmaterial nicht, denn es entstanden Risse durch eindringendes Wasser. 2004 wurde die Moschee mit Mitteln der Aga-Khan-Stiftung erneut und im traditionellen Stil mit Flusslehm restauriert.[4] 2005 wurde die Moschee in die Reihe der Nationalen Monumente von Mali aufgenommen.[5]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Dorothee Gruner, Die Lehmmoschee am Niger, Dokumentation eines traditionellen Bautyps, Franz Steiner Verlag Stuttgart, 1990, ISBN 3-515-05357-3
  • Paul Marty, Études sur l'Islam et les tribus du Soudan, La région de Tombouctou (Islam songai). Dienné, le Macina et dépendances (Islam Peul) E. Leroux, Paris, 1920–21, 2 vol.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Der Name leitet sich daher, dass sie im Ortsteil Komoguel liegt, in der Nähe des Verbindungsdamms zum Handels- und Hafenviertel
  2. Paul Marty, Études sur l'Islam et les tribus du Soudan, S. 239 (s. Lit.)
  3. a b Dorothee Gruner, Die Lehmmoschee am Niger, S. 200 f. (s. Lit.)
  4. ArchNet (Memento des Originals vom 19. Juni 2010 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.archnet.org: Bildern der Restaurierung
  5. La Mosquée de Komoguel. In: UNESCO World Heritage Centre. Abgerufen am 11. April 2018 (englisch).

Koordinaten: 14° 29′ 38″ N, 4° 11′ 48″ W