Mossautal

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Mossautal
Mossautal
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Mossautal hervorgehoben
Koordinaten: 49° 39′ N, 8° 56′ O
Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Darmstadt
Landkreis: Odenwaldkreis
Höhe: 382 m ü. NHN
Fläche: 48,5 km²
Einwohner: 2425 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 50 Einwohner je km²
Postleitzahl: 64756
Vorwahlen: 06062 und 06061Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: ERB
Gemeindeschlüssel: 06 4 37 012
Gemeindegliederung: 5 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Ortsstraße 124
64756 Mossautal
Webpräsenz: www.mossautal.de
Bürgermeister: Dietmar Bareis (parteilos)
Lage der Gemeinde Mossautal im Odenwaldkreis
Breuberg Höchst im Odenwald Lützelbach Bad König Brensbach Brombachtal Fränkisch-Crumbach Reichelsheim (Odenwald) Mossautal Michelstadt Erbach (Odenwald) Hesseneck Beerfelden Sensbachtal Rothenberg Landkreis Darmstadt-Dieburg Bayern Baden-Württemberg Baden-Württemberg Kreis Bergstraße Kreis Bergstraße Kreis BergstraßeKarte
Über dieses Bild

Mossautal (odenwälderisch Mosse) ist eine Gemeinde im Odenwald mit dem Status eines staatlich anerkannten Erholungsortes und liegt im Odenwaldkreis in Hessen auf einer Höhe von 300 bis 500 Metern ü. NN.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Nibelungenstraße (B 47) berührt Mossautal im Norden, die Siegfriedstraße (B 460) führt im Süden durch die Gemeinde. Die umgebende Landschaft wird auch als Urlaubsziel im Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald am Marbach-Stausee, dem größten Stillgewässer des Odenwaldes, genutzt.

Die Ortsteile Ober-Mossau und Unter-Mossau sind bekannt als Lehrbuchbeispiele für Waldhufendörfer.[2]

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mossautal grenzt im Norden und Westen an die Gemeinde Reichelsheim und die Stadt Michelstadt, im Osten an die Stadt Erbach, im Süden an die Stadt Beerfelden (alle im Odenwaldkreis) sowie im Südwesten an die Gemeinden Wald-Michelbach, Grasellenbach und Fürth (alle drei im Kreis Bergstraße).

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Mossautal besteht aus fünf Ortsteilen, die den früheren Gemeinden entsprechen, und für die nach dem Zusammenschluss Ortsbezirke mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher gebildet wurden. Dies sind

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Februar 1971 wurden die bis dahin selbständigen Gemeinden Ober-Hiltersklingen und Unter-Hiltersklingen zur neuen Gemeinde Hiltersklingen zusammengeführt.[3]

Am 31. Dezember 1971 schließlich wurden Hiltersklingen und die Orte Ober-Mossau und Unter-Mossau zur neuen Gemeinde Mossautal zusammengeschlossen. Güttersbach und Hüttenthal kamen am 1. August 1972 hinzu.[3]

Alle fünf Orte wurden als Waldhufendörfer angelegt. Als erster wurde Hiltersklingen im Jahr 795 erstmals urkundlich erwähnt.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindevertretung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kommunalwahl am 6. März 2016 lieferte folgendes Ergebnis,[4] in Vergleich gesetzt zu früheren Kommunalwahlen:[5][6]

Sitzverteilung in der Gemeindevertretung 2016
   
Von 15 Sitzen entfallen auf:
  • SPD: 3
  • CDU: 3
  • ÜWG : 9
Parteien und Wählergemeinschaften  %
2016
Sitze
2016
 %
2011
Sitze
2011
 %
2006
Sitze
2006
 %
2001
Sitze
2001
ÜWG Überparteiliche Wählergemeinschaft Mossautal 61,0 9 53,8 8 46,8 7 44,9 7
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 17,9 3 24,6 4 29,8 4 22,0 3
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 21,1 3 21,7 3 23,3 4 33,1 5
Gesamt 100,0 15 100,0 15 100,0 15 100,0 15
Wahlbeteiligung in % 57,0 57,6 58,5 67,3

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei der Bürgermeisterwahl am 22. September 2013 wurde der parteilose Dietmar Bareis, ohne Gegenkandidat mit 95,9 % der Stimmen gewählt (Wahlbeteiligung: 79,2 %).

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In schräggeviertem Schild rechts und links je ein sechszackiger roter Stern auf Silber, oben ein silbernes Iroschottenkreuz auf Rot, unten ein silbernes Johanniterkreuz auf Rot.

Partnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mossautal hat seit 1983 eine Partnerschaft mit Maasdam in den Niederlanden.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ober-Mossau

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wanderwege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch die Ortsteile Güttersbach und Hüttenthal verläuft der Nibelungensteig, ein 124 Kilometer langer, mit dem Gütesiegel "Wanderbares Deutschland" zertifizierter Fernwanderweg.

Außerdem führen vier Permanente IVV-Wanderwege durch Mossautal, die das ganze Jahr begehbar sind.[7]

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • IVV – Volkswanderung; jedes Jahr am 1. Wochenende im April
  • Mossemer Salatkerwe; jedes Jahr am 2. Wochenende im Juni veranstaltet der Kerweclub seine "Kirchweih" in Ober-Mossau
  • Günter-Ihrig-Gedächtnisturnier; jedes Jahr an Fronleichnam findet auf dem Sportgelände in Hiltersklingen ein Fußballturnier für Hobbymannschaften statt
  • Schmuckerfest; jedes Jahr am letzten Wochenende im Juli findet ein Musik-Festival auf dem Gelände der Privatbrauerei Schmucker statt.
  • Volkslauf Güttersbach; jedes Jahr am ersten Wochenende im August findet ein Volkslauf für jedermann mit zwei verschiedenen Laufstrecken statt.
  • Hiltersklinger Quetschekerwe; jedes Jahr am dritten Wochenende im August findet eine Kerwe am Feuerwehrhaus statt.
  • Hof- und Dreschfest; jedes Jahr am dritten Wochenende im August findet ein Hof- und Dreschfest auf dem Bauernhof Miedtke in Hüttenthal statt.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Hauptgewerbe in Mossautal ist die Land- und Forstwirtschaft. Ein weiterer wichtiger Erwerbszweig der Gemeinde ist der Tourismus. Ferner existieren sieben Industriebetriebe, darunter die überregional bedeutende Privat-Brauerei Schmucker sowie die ebenfalls auch außerhalb der Region bekannte Hüttenthal-Molkerei. Des Weiteren existieren 15 Handwerksbetriebe, 7 Einzelhandelsbetriebe, 3 landwirtschaftliche Direktvermarktungen und 26 Dienstleistungsbetriebe. Ferner wird Fischzucht betrieben.

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Mossautal ist die Fußballmannschaft der SG Mossautal beheimatet. Die Spielgemeinschaft setzt sich aus dem „SV 54 Mossau“ und dem „SV 67 Hiltersklingen“ zusammen und nimmt mit zwei Seniorenmannschaften (A- und C-Liga Odenwald) sowie vier Jugendteams (D- bis G-Jugend) am Spielbetrieb teil.

In Unter-Mossau nutzt der 1961 gegründete Schützenverein den Schießstand eines Landgasthauses. 2010 hat der Verein eine elektronische Schießanlage errichtet, die zu den modernsten Anlagen im Odenwald zählt.

Der Schützenverein Hüttenthal veranstaltet auf seinem Gelände an der Mossautalhalle jedes Jahr einen Sommerbiathlon sowie ein Bürgerschießen

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Johann Gottfried Bischoff (1871–1960), Stammapostel der neuapostolischen Kirche
  • Dietrich Kübler (* 1950), seit 2009 Landrat des Odenwaldkreises
  • Benjamin Bessert, Goldmedaillengewinner und Weltrekordhalter mit der Mannschaft in der Disziplin Feldarmbrust, Weltmeisterschaft 2006 in Steyr (Österreich)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Mossautal – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerung der hessischen Gemeinden (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald: Beschreibung des Drachenwegs Mossautal enthält Angaben zur Siedlungsgeschichte als Waldhufendorf
  3. a b Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 357 bis 359.
  4. Hessisches Statistisches Landesamt: Ergebnis der Gemeindewahl am 6. März 2016
  5. Hessisches Statistisches Landesamt: Ergebnis der Gemeindewahl am 27. März 2011
  6. Hessisches Statistisches Landesamt: Ergebnis der Gemeindewahl am 26. März 2006
  7. Permanente Wanderwege in Hessen