Mossenberg-Wöhren

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Koordinaten: 51° 57′ 7″ N, 9° 1′ 5″ O

Mossenberg-Wöhren
Stadt Blomberg
Höhe: 158 m ü. NN
Fläche: 3,44 km²
Einwohner: 293
Bevölkerungsdichte: 85 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 1970
Postleitzahl: 32825
Vorwahl: 05236
Karte
Lage von Mossenberg-Wöhren in Blomberg
Dorfstraße in Mossenberg
Hof in Mossenberg
Tafel am Dorfgemeinschaftshaus in Mossenberg

Mossenberg-Wöhren gehört seit 1970 zu den 19 Ortschaften der Stadt Blomberg im Kreis Lippe in Nordrhein-Westfalen. Die Ortschaft liegt in der Luftlinie etwa 5 km nordwestlich des Blomberger Stadtzentrums. In Mossenberg-Wöhren gibt es auf 3.44 km² Fläche 293 Einwohner, das entspricht einer Bevölkerungsdichte von 85 Einwohnern/km². Der derzeitige Ortsvorsteher ist Wilhelm Schnittcher (Stand: 18. Dezember 2008).[1]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mossenberg hieß um 1488 tom Ossenberg, in dieser Zeit wohnten dort 117 Personen in 17 Kolonaten. In einer Urkunde aus dem Jahr 1361 wird Wöhren mit von Worde bezeichnet, das eingehegtes Land bedeutet. Die Wöhrener Kapelle wurde 1600 erstmals urkundlich erwähnt. Die dortige Glocke stammt aus dem Jahre 1680, und ihr Klang ist noch heute über den beiden Dörfern zu hören; die Turmuhr wurde allerdings erst 1932 eingebaut.[2]

Mossenberg wird auch als lippisches Schilda bezeichnet, denn um diesen Ort ranken sich viele Geschichten und Anekdoten. Einmal sollen die Mossenberger den Wöhrener Kirchturm auf Erbsen in ihr Dorf gerollt haben. Diese und andere Geschichten sind sogar in den Schullesebüchern der Region veröffentlicht worden.[1]

Am 1. Januar 1970 wurde Mossenberg-Wöhren in die Stadt Blomberg eingegliedert.[3]

Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Wöhren gibt es noch drei, in Mossenberg einen landwirtschaftlichen Vollerwerbsbetrieb. 1994 wurde in Mossenberg ein Dorfgemeinschaftshaus eingeweiht. Zu den Vereinen im Ortsteil zählt der Heimatverein Mossenberg-Wöhren mit einer Plattdeutschen Gruppe, einer Mal- und einer Seniorengruppe.[1]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Mossenberg wurde am 7. April 1944 der spätere deutsche Bundeskanzler (1998–2005) Gerhard Schröder geboren.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Blomberger Ortschaft Mossenberg-Wöhren
  2. Christian Kuhnke: Lippe Lexikon. Stichwort: Mossenberg-Wöhren. Boken Verlag, Detmold 2000. ISBN 3-935454-00-7
  3. Martin Bünermann: Die Gemeinden des ersten Neugliederungsprogramms in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1970, S. 104.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]