Most recent common ancestor

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Der Fachausdruck MRCA, Most Recent Common Ancestor (letzter gemeinsamer Vorfahre), ist ein Begriff der Phylogenetik und bezieht sich auf den letzten gemeinsamen Vorfahren von zwei (oder mehr) Schwestergruppen (Adelphotaxa).

Der MRCA wird meist durch eine computergestützte statistische Auswertung von DNA- oder Aminosäuresequenzvergleichen ermittelt.[1] Der Algorithmus berücksichtigt die Mutationsraten der einzelnen Nukleotide an den entsprechenden Loci, weshalb Unterschiede in der Berechnung zwischen nukleärer und mitochondrialer DNA auftreten.[2] So sind Mutationen an der jeweils im dritten Position des Leserasters besonders häufig, da es sich hierbei meist um stille Mutationen handelt (Wobble-Hypothese), auch wenn dadurch zum Teil die RNA-Prozessierung der hnRNA beeinflusst werden kann.

Darüber hinaus kann mithilfe einer derartigen Analyse der Zeitpunkt der phylogenetischen Abspaltung Divergenz bzw. der adaptiven Radiation bestimmt werden. Mithilfe dieser Studien kann zum Beispiel die Ausbreitung der Menschen durch die phylogenetische Analyse von coevolvierenden Arten genau erforscht und zeitlich eingeschätzt werden.

Synonyme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine aynonyme Bezeichnung ist LCA, Last Common Ancestor (letzter gemeinsamer Vorfahr/Ahn, LGV bzw. LGA). Richard Dawkins verwendet alternativ auch die Bezeichnung concestor, zu deutsch Mitfahr, die auf Nicky Warren zurückgehen soll[3]

Der Urvorfahr, d. h. letzte gemeinsame Vorfahr aller Lebewesen wird als LUCA, last universal common ancestor (deutsch: LUGA, letzter universeller gemeinsamer Ahn) bezeichnet.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Cortland K. Griswold, Allan J. Baker: Time to the most recent common ancestor and divergence times of populations of common chaffinches (Fringilla coelebs) in Europe and North Africa: insights into Pleistocene refugia and current levels of migration. In: Evolution. Band 56, Nr. 1, 2002, S. 143–153, doi:10.1111/j.0014-3820.2002.tb00856.x.
  2. Bruce Walsh: Estimating the time to the most recent common ancestor for the Y chromosome or mitochondrial DNA for a pair of individuals. (PDF) In: Genetics. Band 158, Nr. 2, 2001, S. 897–912.
  3. Richard Dawkins: Geschichten vom Ursprung des Lebens. Ullstein 2008, ISBN 978-3-550-08748-6, S.  69 und 83, sowie Fußnote S. 22.