Motorsportjahr 1899

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Weitere Sportereignisse

Drei größere Veranstaltungen prägten das Motorsportjahr 1899.

Rennergebnisse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Paris–Bordeaux[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Fahrer Team Zeit
1 Dritte Französische RepublikDritte Französische Republik Fernand Charron Panhard & Levassor 11:43,20 h
2 Dritte Französische RepublikDritte Französische Republik René de Knyff Panhard & Levassor + 8,06 min
3 Dritte Französische RepublikDritte Französische Republik Léonce Girardot Panhard & Levassor + 49,15 min

Am 24. Mai 1899 wurde erneut ein Rennen auf der Strecke Paris–Bordeaux ausgetragen. Im Gegensatz zum Vorjahr (vgl. Motorsportjahr 1898) wurde die Veranstaltung nicht über zwei Tage, sondern nur an einem Tag durchgeführt. 65 Fahrzeuge waren gemeldet. Einer davon war ein noch nicht 18-jähriger Lehrling des italienischen Herstellers Prinetti & Stucchi, der mit einem von ihm umgebauten Dreirad mit zwei Motoren startete: Ettore Bugatti. Ans Ziel kam er nicht.

Panhard & Levassor, die große Marke der Jahrhundertwende, belegte die Plätze eins bis sechs. Der Sieg auf der 565 km langen Strecke ging mit einem Schnitt von rund 49 km/h an Fernand Charron.

Tour de France[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Fahrer Team Zeit
1 Dritte Französische RepublikDritte Französische Republik René de Knyff Panhard & Levassor 44:43,39,2 h
2 Dritte Französische RepublikDritte Französische Republik Léonce Girardot Panhard & Levassor + 4:53,00.2 h
3 Dritte Französische RepublikDritte Französische Republik Gaston de Chasseloup-Laubat Panhard & Levassor + 5:01,38.8 h

Auf der Suche nach neuen Herausforderungen für Autos und Fahrer wählte der französische Automobilclub eine Rundstrecke quer durch Frankreich. Das Rennen mit Namen Tour de France führte vom 16. bis zum 24. Juli 1899 in sieben Etappen über 2172 km von Paris über Vichy, Périgueux, Nantes und zurück nach Paris.

Bemerkenswert war, dass Fernand Charron nach einem Getriebedefekt 40 km im Rückwärtsgang zurücklegte, bevor er aufgeben musste. Erneut dominierten die Panhard & Levassor, es siegte René de Knyff.

Paris–Oostende[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Fahrer Team Zeit
1 Dritte Französische RepublikDritte Französische Republik Léonce Girardot Panhard & Levassor 6:11 h
1 Dritte Französische RepublikDritte Französische RepublikLevegh Mors 6:11 h
3 Dritte Französische RepublikDritte Französische Republik Georges Lemâitre Peugeot + 21,0 min

Beim Rennen von Paris über 324 km nach Ostende am 1. September 1899 konnte das französische Team Mors erstmals die Dominanz der Panhard & Levassor durchbrechen. Da man die Zeit nur minutengenau maß, wurden Girardot und „Levegh“ zeitgleich zu Siegern erklärt.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Griffith Borgeson: Bugatti by Borgeson (1981), Osprey Publishing Limited, London ISBN 0-85045-414-X (englisch)
  • Richard v. Frankenberg / Marco Matteucci: Geschichte des Automobils (1973), Sigloch Service Edition / STIG Torino; ohne ISBN