Motte Zoppesmur

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Motte Zoppesmur
Die Burganlage im Wald

Die Burganlage im Wald

Alternativname(n): Motte Zobbesmur, Burg Leysiefen
Entstehungszeit: vor 1280
Burgentyp: Niederungsburg, Motte
Erhaltungszustand: Mauerreste und Burghügel
Ort: Leichlingen-Leysiefen
Geographische Lage 51° 7′ 45″ N, 7° 2′ 39″ OKoordinaten: 51° 7′ 45″ N, 7° 2′ 39″ O
Höhe: 76 m ü. NN
Motte Zoppesmur (Nordrhein-Westfalen)
Motte Zoppesmur

Die Motte Zoppesmur, auch Motte Zobbesmur (= Zobbes Mauern) oder Burg Leysiefen, ist eine früh- bis hochmittelalterliche Turmhügelburg (Motte) im Leichlinger Ortsteil Leysiefen am linken Ufer der Wupper im Bergischen Land (NRW). Von der Anlage sind nur Bodenverwerfungen und Reste von Mauerwerk erhalten.

Lage und Erscheinungsbild[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Ruine der Motte liegt nahe den Hofschaft Leysiefen 200 Meter vom linken Wupperufer entfernt am Fuß des Wupperbergs. Der Burghügel von etwa 50 m Basisdurchmesser und ca. 8 m Höhe wurde auf einem zur Wupper hin abfallenden Hang angelegt. Eine Ringmauer umgab den Burghügel, unterstützt von einem kräftigen Wall zur Talseite hin.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die als Bodendenkmal eingetragene Burg wurde vermutlich um 1200 von dem bergischen Ritter- und Ministerialiengeschlecht Zobbe, die sich später de Leysiefen umbenannten, errichtet. 1280 ging die Burg auf Graf Adolf V. von Berg über, der auch im Besitz der nahe gelegenen Burg Haus Nesselrath war und daher keine weitere Verwendung mehr für die Motte besaß. Da die Übergabeurkunde von 1280 sowohl die erste als auch letzte urkundliche Erwähnung der Burg ist, wurde sie vermutlich sofort nach der Übernahme dem Verfall überlassen.

Die Ruine inspirierte die Bevölkerung zu Legenden. So soll die Ruine lange Zeit Lager einer Räuberbande gewesen sein und vergrabene Schätze beherbergen. Der Volksmund weiß von zersägten Rittern und von Geistern zu berichten, die die verborgenen Schätze bewachen.

Eine Sage erklärt auch den Niedergang der Burg: Ein Junker von Leysiefen versuchte den badenden Elfen von Heribertsborn Kleider zu rauben. Er wurde dabei mit Blindheit geschlagen und fristete fortan auf seiner Burg ein elendes Dasein. Er, der über Schloss, Fischerei und Jagd verfügte, verkam in völliger Armut.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Walter Jansen, A. Herrnbrodt und K. Greve: Mittelalterliche Wehranlagen im Rhein-Wupper-Kreis. In: Heimatkalender Land an Wupper und Rhein, 1973, S. 104–132.
  • Fritz Hinrichs: Bauernburgen und Rittersitze an der Niederwupper. Beiträge zur niederbergischen Siedlungs-, Kultur- und Familiengeschichte, Leverkusen-Wiesdorf 1938.
  • Fritz Hinrichs: Leysiefen. In: Bonner Jahrbuch 64, 1964, S. 552.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]