Moufida Tlatli

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Moufida Tlatli (* 1947 in Sidi Bou Saïd) ist eine tunesische Filmeditorin, Drehbuchautorin und Filmregisseurin.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Moufida Tlatli erhielt in den Jahren 1966 bis 1968 eine Filmausbildung beim IDHEC in Paris. Danach kehrte sie nach Tunis zurück, arbeitete jedoch auch in Paris als Editorin weiter. Außerdem wirkte sie bei sehr vielen tunesischen Filmen mit. Zusammen mit Férid Boughedir und Nacer Khemir gehört Moufida Tlatli zu den bedeutenden tunesischen Filmemachern. Ihr Regie-Debüt Palast des Schweigens (arabisch: Samt al qusur, französisch: Les silences du palais) sowie Rivalinnen sind ihre bekanntesten Filme.

1994 wurde Tlatli für „Les silences du palais“ beim Carthage Film Festival ausgezeichnet.

Nach der Revolution in Tunesien 2010/2011 trat sie im Januar 2011 als Kulturministerin in die Übergangsregierung Mohamed Ghannouchis ein.[1]

Tlatli ist einer der Regisseurinnen, die in dem 2011 erschienenen TV-Dokumentarfilm Femme et cinéaste porträtiert wird.

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

als Filmeditorin[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1974 Sejnane
  • 1977 Omar Gatlato
  • 1979 Nahla
  • 1980 Aziza
  • 1983 Traversées
  • 1984 Die Wanderer in der Wüste (El-haimoune)
  • 1987 Caméra arabe (Dokumentarfilm)
  • 1988 Die Spur (Sama)
  • 1990 Halfaouine – Das Kind der Dächer (Asfour Stah)
  • 1990 Le cantique des pierres
  • 1994 Palast des Schweigens (Samt el qusur, auch Samt el Koussour)
  • 1994 H'Biba M'Sika

als Drehbuchautorin und Regisseurin[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1994 Palast des Schweigens (Samt el qusur)
  • 2000 Zeit der Männer, Zeit der Frauen (La saison des Hommes)
  • 2004 Rivalinnen (Nadia et Sarra)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.liberation.fr/monde/01012314313-tunisie-une-transition-a-hauts-risques