Mount Warning

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Mount Warning (Wollumbin)
Der Mount Warning, als Silhouette zu erkennen, vom Point Danger aus betrachtet.

Der Mount Warning, als Silhouette zu erkennen, vom Point Danger aus betrachtet.

Höhe 1156 m
Lage New South Wales, Australien
Gebirge Great Dividing Range
Koordinaten 28° 23′ 53″ S, 153° 16′ 18″ OKoordinaten: 28° 23′ 53″ S, 153° 16′ 18″ O
Mount Warning (New South Wales)
Mount Warning
Gestein Vulkanite
Letzte Eruption 23 Millionen Jahre

Der Mount Warning (in der Sprache der Aborigines Wollumbin genannt[1]) ist der zentrale Vulkanschlot des Tweed Volcano, eines der größten Vulkane Australiens und der südlichen Hemisphäre. Der 1156 Meter hohe Berg befindet sich 6 Kilometer von Uki und 14 Kilometer von Murwillumbah entfernt im Bundesstaat New South Wales, nahe der Grenze zu Queensland.

Name[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Den Namen Mount Warning vergab der britische Seefahrer James Cook auf seiner Entdeckungsreise am 16. Mai 1770, als er an der Küste entlang segelte. Cook wollte nach ihm kommende Schiffe darauf hinweisen, dass sich dort gefährliche Gewässer mit Riffen befinden. In der Sprache der Aborigines der Bandjalung-Yugambeh ist der "Wollumbin" der Patriach der Berge.[2] Es gibt auch weitere Deutungen wie Wolkenfänger oder Wettermacher.[3]

Geologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Kraterrand des Tweed Volcano im Tweedtal

Der Tweed Volcano brach vor etwa 23 Millionen Jahren mit Lava, Rhyolith und Ascheregen aus. Über einen Zeitraum von 3 Millionen Jahre entstand ein großer Vulkankomplex mit einer Kraterhöhe von 1900 Metern. In dem langen Zeitraum gab es auch Ruhephasen. Heute ist der Krater des Vulkans größtenteils erodiert. Der Kraterrand ist noch im Tweed Valley erkennbar, wo er eine Höhe von 1000 Metern erreicht. Im Zentrum des Schildvulkans liegt heute der Mount Warning. Die Eruptionen des Vulkans erfolgten in drei Phasen, zunächst floss Lava aus, anschließend folgte die explosive Phase, in der Rhyolith ausgestoßen wurde. In der Endphase floss wieder Lava aus. Neben dem zentralen Schlot, dem heutigen Mount Warning, gab es auch Nebenschlote.[4]

Heute liegen auf dem Gebiet des Tweed Volcano Berge und Gebirgszüge wie die Border Ranges und McPherson Range und die Hochplateaus Tambourine Mountain, Lamington Plateau und Springbrook Plateau.

Mount Warning/Wollumbin Trail[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein 4,4 Kilometer langer Wanderweg führt von Breakfast Creek auf den Berggipfel. Mehr als 60.000 Personen bestreiten diesen Weg jedes Jahr.[3] Die Wanderung erfordert eine gewisse Fitness. Da der Berg von den dortigen Aborigines für Zeremonien genutzt wird, wird um Rücksichtnahme gebeten.

Der Wanderweg wurde am 26. Januar 2013 durch starken Regenfall schwer zerstört und von der Verwaltung des Nationalparks gesperrt. Erst am 23. September 2013 konnte er wieder freigegeben werden.[5][6]

Mount-Warning-Nationalpark[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der ursprüngliche Mount-Warning-Nationalpark, in dem der Mount Warning liegt, wurde im Jahr 2009 erweitert und in Wollumbin-Nationalpark umbenannt. Er umfasst heute eine Fläche von 4117 ha. Der Nationalpark ist Teil des UNESCO-Welterbes Gondwana-Regenwälder Australiens.

Trivia[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aufgrund seiner sehr östlichen Lage sowie seiner Höhe wird der Mount Warning morgens als erster Punkt des australischen Festlandes vom Sonnenlicht erhellt.[3] Mit dem Titel Mt Warnings Youth Bird ist der Berg außerdem ins neuere australische Liedgut eingegangen.[7]

Bilder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. gnb.nsw.gov.au: Geographical Names Register Exakt, in englischer Sprache, abgerufen am 3. November 2013
  2. southseas.nla.gov.au: Cook's Journal: Daily Entries, in englischer Sprache, abgerufen am 3. November 2013
  3. a b c lonelyplanet.com: Mt Warning National Park, in englischer Sprache, abgerufen am 3. November 2013
  4. bigvolcano.com.au: The Lost World, in englischer Sprache, abgerufen am 3. November 2013
  5. goldcoast.com.au: Mackenzie Ravn: Mt Warning hikers disregard closure, vom 26. März 2013, in englischer Sprache, abgerufen am 3. November 2013
  6. echo.net.au: Luis Feliu: Mt Warning track re-opened, in englischer Sprache, abgerufen am 3. November 2013
  7. commungroundaustralia.com: About Johnny Abegg, in englischer Sprache, abgerufen am 3. November 2013