Mount Zion Award

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Der Mount Zion Award wird jedes zweite Jahr am 28. Oktober von der Mount Zion Foundation (mit Sitz am Institut für Jüdisch-Christliche Forschung (IJCF) in Luzern) und der Benediktinerabtei Hagia Maria Sion in Jerusalem verliehen. Die 1986 von Pfarrer Wilhelm Salberg (1925–1996) gegründete Mount Zion Foundation verleiht seit 1987 einen Friedenspreis an Personen oder Institutionen in Israel, die in der kulturellen und interreligiösen Verständigung von Judentum, Christentum und Islam und im Friedensprozess in Nahost Verdienste erworben haben.

Die Präsidenten der Stiftung, Verena Lenzen, Leiterin IJCF, und der Prior-Administrator der Dormitio-Abtei auf dem Zionsberg, Nikodemus Schnabel, überreichen den Mount Zion Award traditionell Ende Oktober, in Erinnerung an die Konzilserklärung Nostra Aetate (28. Oktober 1965), die Bahn brechend für die Annäherung zwischen der katholischen Kirche und den nichtchristlichen Religionen, v. a. dem Judentum, wurde.

Zu den Preisträgern zählen namhafte Persönlichkeiten wie der israelische Schriftsteller David Grossmann, Rabbi David Rosen vom „Interreligious Coordinating Council“, die palästinensische Professorin Sumaya Farhat-Naser sowie die namentlich weniger bekannten „Helden des Alltags“, die sich durch ihr humanitäres Engagement und ihre Zivilcourage hervorgetan haben.

Preisträger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1987: Mahmoud Abassi, Al-Masreq Publishing House, Shefar´am / Israel; Rose-Therese Sant, Zionsschwester, Jerusalem
  • 1989: David Grossman, Schriftsteller, Mevasseret Zion / Israel
  • 1991: Elisheva Hemker, Pastoralreferentin, Haifa + Nahariya / Israel
  • 1993: Kirsten Stoffregen-Pedersen ("Schwester Abraham"), Jerusalem
  • 1995: Elias und Heyam Jabbour, Sozialarbeiter, Shefar`Am / Israel; Yeheskel und Dalia Landau, Sozialarbeiter, Ramle + Jerusalem
  • 1997: Sumaya Farhat-Naser, Dozentin der Universität Birseit; Yitzhak Frankenthal, Direktor von Neviot Shalom, Jerusalem
  • 1999: Shmuel Toledano, Politiker, Jerusalem; Ass`ad Araidy, Druse, Bürgermeister von Maghar in Galiläa
  • 2001: Kifaya Jadah; Reuven Moskovitz; Emil Shoufany
  • 2003: „Breaking Barriers“, Jerusalem/Tel Aviv
  • 2005: Rabbiner David Rosen
  • 2007: Sr. Monika Düllmann
  • 2009: Nedal Jayousi, Palestinian House for Professional Solutions, Ramallah; Daniel Rossing, Jerusalem Center for Jewish-Christian Relations
  • 2011: Gidon Bromberg, Munqeth Mehyar und Nader Al-Khateeb von den Friends of the Earth Middle East.
  • 2013: Yisca Harani und Margaret Karram
  • 2015: David Neuhaus SJ im Namen der "Coordination for Pastoral among Migrants" (CPAM)
  • 2017: Amos Oz

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]