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Mozartkugel

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Die „Original Salzburger Mozartkugeln“ der Konditorei Fürst werden heute in einer abweichenden, inversen Schichtung gefertigt – im Unterschied zur ursprünglichen Schicht-Rezeptur von Rudolf Baumann.
Die „Echten Salzburger Mozartkugeln“ in der ursprünglichen Baumann'schen Schichtung - Nougatkern im Zentrum, ummantelt von Marzipan und umhüllt von einer Schicht dunkler Schokolade. Der heutige Baumann/Karuth Nachfolger - die Confiserie Josef Holzermayr.

Die Mozartkugel ist eine Süßware aus Schokolade, Pistazien, Marzipan und Nougat. „Mozartkugel“ ist eine Gattungsbezeichnung geworden; nach den Süßwarenusancen 1983 wird darunter eine Konditor-, Zucker- oder Schokoladeware in Kugel- oder kugelähnlicher Form verstanden, die mit Schokolade überzogen ist. Im „Großen Lexikon der Speisen“ wird die Mozartkugel ausgewiesen als „Österreichisches Konfekt: Schokoladenkugel, gefüllt mit Marzipanmasse (Pistazien-Marzipan, Rum-Mandel-Marzipan) und Nugat.[1]

Die Mozartkugel wurde nach dem Komponisten Wolfgang Amadeus Mozart benannt.

Historischer Hintergrund zur Namensgebung

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Im Rahmen der Entwicklung des Mozartkults im 19. Jahrhundert wurden nicht nur Denkmale für Mozart aufgestellt und Gebäude nach ihm bezeichnet, sondern auch Lebensmittel und Getränke u. a. Produkte erhielten seinen Namen. In Vorbereitung des Mozartfestes meldete die Neue Würzburger Zeitung aus Salzburg am 1.9.1842: Überschwemmt ist die Stadt mit industriellen Erzeugnissen aller Art, die sämmtlich den Namen „Mozart“ als einladende Firma tragen. In Bäckerläden gibt’s Mozartgebäcke, in den Conditoreien Mozart-Lyren, Büsten, Statuen aus Chocolade, Zucker, Marzipan, in den Industrie-, Galanterie- und Kunst-Läden Mozart-Hüte, Hauben, Kappen, Cravatten, Knöpfe, Nadeln, Tuchnadeln, Ringe, woran das Porträt, die Büste oder das Standbild Mozarts sich finden… Selbst in den Weinschenkenbiete man den köstlichsten 34er Mozart-Wein.[2]

Während der Enthüllungsfeier für das Mozartdenkmal in Salzburg am 4. September 1842 gab es Mozartbüsten, Mozartnadeln, Mozartpfeifen, Mozartwein, Mozartbrot, Mozartbrödchen und Mozarttörtchen.[3][4][5][6] Zu den Feierlichkeiten anlässlich des 100. Geburtstages am 27. Jänner 1856 erhielt der beste Wein den Namen „Mozartwein“.

Zum ersten Musikfest 1877, initiiert von der Internationalen Mozartstiftung, wurde sogar ein Mozartbier kreiert.[7] Es folgte 1880 die Gründung der Internationalen Stiftung Mozarteum.

Es war also nur eine Frage der Zeit, bis der sog. „Zeitgeist“ dem Mozart auch eine Schokolade widmete, sei es mit der Bezeichnung „Mozartkugel“ (1881), „Mozart-Chokolade“ (1883) oder „Mozartbonbon“ (1888). Schließlich stand 1891 eine weiteres Jubiläum, der 100. Todestag vor der Tür. Später gab es auch Mozart-Creme, Mozartpasta, Mozartparfüm, Mozartcigarren, Mozartzigaretten, Mozarthandschuhe, … Diverse Kreationen der Zuckerbäcker fanden Eingang in die Konditorei-Rezeptebücher, wie die Mozarttorte, Mozartkuchen, Mozartlocken, Mozartzopf, Mozartwürfel, Mozartkrapfen, Mozartkrapferln, Mozartbombe (Eis), Mozartschnitten … . Aber mit Nachhaltigkeit und überregionaler Verbreitung hat sich nur die Mozartkugel durchgesetzt, mitunter auch eine Mozart-Praline in Form eines Riegels.[8] Vereinzelt, wie in Berlin und Dresden, findet man noch das Mozart-Törtchen bzw. die Mozarttorte. und in Wien Mozart-Tee und Mozart-Kaffee.

Wegbereiter der Mozartkugel

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Inserat vom 3. Februar 1881
Auftakt-Inserat vom 31. Jänner 1881
Inserat vom 6. Februar 1881

Der Historiker Gerhard Ammerer[9]. fand ein Inserat in der Tageszeitung Die Presse vom 3. Februar 1881 über eine „Salzburger Spezialität Mozartkugeln – handgefertigt von R. Baumann, Conditor, Salzburg“.[10] So lautet auch der Bericht des ORF im August 2025.[11] Dies gab den Impuls zu neuen Diskussionen und weiteren Recherchen mit Ergebnissen, die einen neuen Blick auf die Entstehungsgeschichte der Mozartkugeln ermöglichen.

Rudolf Baumann gilt nach diesen neueren Erkenntnissen als Namensgeber und Erfinder der „Spezialität Salzburger Mozartkugeln“. Bisher wurde angenommen, dass der Konditor Paul Fürst die Mozartkugel als erster 1890 erfunden hätte.

Um 1880 stellte Baumann erstmals seine süße Kreation in einem Zeitungsinserat vor und bot diese auch zum Versand an - weit über die Landesgrenzen hinaus.[12] Paul Fürst begann erst 1888 mit der Herstellung eines vergleichbaren Produktes unter der anders lautenden Bezeichnung Mozart-Bonbons. Unter dieser Bezeichnung führte er sein Produkt nachweislich bis ins Jahr 1924 als Erzeuger von Mozart-Bonbons.[13][14][15][16]

Rudolf Baumann und Nachfolger

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Im Zeitraum von 1. Februar bis 30. März 1881 schaltete Rudolf Baumann 30 gleichlautende Kleinanzeigen in "Die Presse für diese neuartige Praline. Weitere folgten im Mai 1883.

Den Auftakt zu dieser großen Werbekampagne von Baumann bildete ein größeres Inserat in der gleichen Tageszeitung von 31. Jänner 1881, das antwort auf die Frage nach der Art der Süßigkeit zu geben vermag. Darin bemerkte Baumann zu diesen „hochfeinen Schokolade-Bonbons“, dass diese sich seit vielen Jahren großer Beliebtheit erfreuen, besonders bei Touristen. Ferner verwies er auf deren Haltbarkeit: Diese von mir komponirte Spezialität hat nebst ihrer renommirten Güte noch den besonderen Vortheil, daß sich selbe monatelang aufbewahren läßt, ohne von ihrer Güte etwas zu verlieren.[17]

Parallel zu diesen Anzeigen folgten zwölf Inserate in unterschiedlichen Ausgaben des Wiener Neuigkeits-Welt-Blatts im Zeitraum vom 6. Februar bis 1. März 1881,[18] so beispielsweise am 8. Februar 1881[19] oder am 22. Februar 1881.[20] Auch hier sprach Baumann von hochfeinen Schokolade-Bonbons und verwies auf die über mehrere Monate lange Haltbarkeit der von ihm komponirte(n) Spezialität. 1883 beschrieb er seine Mozartkugeln nicht mehr als hochfeine Chokolade-Bonbons, sondern präziser als „Chocolade-Crème-Kugeln“ und betonte gleichlautend wie im Auftaktinserat von 1881, dass diese seit vielen Jahren von ihm erzeugt worden seien.[21][22] Auch in dem 1884 erschienenen Führer durch Salzburg pries Baumann seine neue Spezialität der Mozartkugeln an.[23]

Ein vergleichbares Produkt führte der benachbarte Konditor Paul Fürst dagegen erst ab 1888 in seinen Werbeanzeigen als „Mozart-Bonbons“ auf und noch nicht als „Mozartkugeln“, wie ein Inserat in der Salzburger Fremden-Zeitung verdeutlicht.[24]

Inserat Karuth & Co. zu Mozartkugeln 1899

Im Jahre 1887 – noch vor der Würdigung der Mozartkugeln durch Adolf von Wilbrandt in seinem 1892 erschienenen Roman „Hermann Ifinger“ mit den Worten: Eine gute Salzburger Spezialität, diese Mozartkugeln.[25] – berichteten Zeitungen von so ausgezeichneten, von Groß und Klein geschätzten ‚Mozartkugeln‘. so etwa das Neue Wiener Tagblatt.[26] Die Kölner Nachrichten schrieben nach dem Mozartfest 1891: Mozartkugeln. Sie sind eine Spezialität Salzburgs und das Geheimnis ihrer Komposition wird so strenge bewahrt, wie seinerzeit die Zusammensetzung der Meißner Porzellanerde. In einer Hülle von Silberpapier steht eine schwarze Kugel, süß und pikant, hart und rasch schmelzend zugleich. Das Geheimnis des dortigen Konditors wird nicht sobald jemand herausbekommen …[27]

Baumanns Nachfolgebetrieb die Konditorei L. Karuth & Co.
Karuths Nachfolgebetrieb - die Konditorei Holzermayr, Inh. Rudolf Holzermayr 1919.

Baumann ging 1888 in den Ruhestand und übergab seine Konditorei an seine langjährige, noch junge Verkäuferin (auf österr. Verschleißerin) Louise Karuth (1863–1928)[28] (1888 Nachfolge von R. Baumann, 1893 L. Karuth & Comp.[29]), seinen Zuckerbäckergehilfen Julius Moll und Carl Josef Fischer. Sein Konkurrent Fürst nutzte diese Chance, wertete im Namen der Genossenschaft der Salzburger Zuckerbäcker die Nachfolgerin ab – sie sei ja nur „Conditoreiwaaren-Verschleißerin“[30] – und nahm unter der Bezeichnung „Mozart-Bonbon“ ein Mozart gewidmetes Produkt in sein Sortiment auf. Im Reiseführer für Salzburg trat er ab 1890 mit Inseraten an die Stelle von Baumann’s Anzeige zuvor und pries sich dort als Erfinder der Salzburger Specialität: Mozart-Bonbons.[31][32]

In der Tradition von Rudolf Baumann setzte Karuth das Konditorei-Geschäft 1893 mit einer Neugründung fort, erweiterte es 1894 mit einer neuen Filiale „Theater-Conditorei“ und in „Ischl - Esplanade 2“[33] und verwies in einer Anzeige von 1899 explizit auch auf die Fortsetzung der Herstellung der Specialität: Salzburger Mozart-Kugeln.[34]

Paul Fürst und sein Mozart-Bonbon

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Herstellung von Mozart-Bonbons - Rundgewirkte Marzipankugeln mit eingeschlagenem Nougatkern, vor dem Schokoladentunk - Konditorei Fürst Foto datiert um 1920.

Zahlreiche Hersteller haben eigene Varianten entwickelt. Mozartkugeln sind Süßwaren in kugel- oder kugelähnlicher Form, deren Kerne aus mindestens 2 verschiedenen Füllungen (meist Marzipan- und Nougatmasse) bestehen und mit heller- oder dunkler Kuvertüre überzogen sind.[35][36]

Der 1884 nach Salzburg gekommene Konditormeister Paul Fürst eröffnete ein eigenes Geschäft in der Brodgasse 13. Im Jahr 1888 stellte er erstmals sein Mozart-Bonbon[35] vor, das er später in größeren Stückzahlen produzierte.

Inserat Paul Fürst – Mozartbonbons im Salzburgischen Geschäftskalender 1907
Inserat Karl Schatz – Mozartkugeln im Salzburgischen Geschäftskalender 1906
Werbefolder der Confiserie Holzermayr mit Original Salzburger Mozartkugeln aus dem Jahr 1950

Aufschlussreich sind die Anzeigen von Konditoren in den jährlichen Salzburgischen Geschäfts-, Volks- und Amts-Kalendern. Ab 1900 inserierte Paul Fürst nicht mehr als der Erfinder von Mozart-Bonbons, sondern bescheidener nur als Erzeuger von Mozart-Bonbons.[37][38][39][40]

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts trat ein weiterer Wettbewerber auf den Plan: die Konditorei Schatz. Sie wurde 1877 vom Zuckerbäcker Karl (Carl) Schatz (1849–1904) gegründet und nach dessen Tod von dessen Frau fortgeführt, bis zur Übernahme durch August Mayer (1885–1937). Eine erste Anzeige für „Feinste Mozartkugeln“ veröffentlichte die „Conditorei Carl Schatz“ 1901 im Salzburger Volksblatt,[41] eine weitere 1905 nach dem Todes von Karl Schatz.[42] Im Salzburgischen Geschäfts-, Volks- und Amts-Kalender des Jahres 1906[43] standen zwei Konditoreien im Wettbewerb um eine Salzburgerische Spezialität: Die Konditorei Paul Fürst warb für „Mozart-Bonbons“; die Konditorei Schatz für „Mozartkugeln“. Das blieb auch in den Folgejahren so. Fürst fügte – wie oben erwähnt – seinem Mozart-Bonbon in den Jahrbüchern 1907, 1910, 1913 die Gold-Medaille hinzu; Schatz blieb von 1901 bis 1931[44] und 1933[45] beim Namen „Mozartkugeln“.

Erst mit der Übernahme des Geschäfts von Paul Fürst durch Sohn Gustav Fürst änderte sich die Namensstrategie in Anzeigen der Konditorei Fürst. Aus der Losung Erzeuger der Mozart-Bonbons wurde Erzeuger der Original Mozartkugeln, so verdeutlichen es Werbeanzeigen im Dezember 1925, im Salzburger Volksblatt (12. und 22. Dezember)[46] und in der Salzburger Chronik (17. /19. Dezember)[47] sowie am 30. April 1926. An dieser Markenbezeichnung wird bis heute festgehalten. Zudem versuchte Gustav Fürst 1937 mit Berufung auf seinen Vater seinen Anspruch auf die Urheberschaft des Produktes geltend zu machen. Die Illustrierte Kronen Zeitung berichtete zu den „Mozartkugeln“: Der Konditor Gustav Fürst in Salzburg, der die sogenannten „Original Mozartkugeln“ herstellt, ersucht uns mitzuteilen, daß sein jetzt 81-jähriger Vater Paul Fürst der Erfinder dieser bekannten Salzburger Spezialität ist und nicht der vor einigen Tagen verstorbene Herr August Mayer.[48] August Mayer (1885–1937) war der Nachfolger von Karl Schatz. Die Kronenzeitung hatte zu dessen Ableben berichtet, dass die von ihm erstmalig hergestellten und „Mozartkugeln“ benannten Schokoladebonbons auf der ganzen Welt erzeugt (werden).[49]

Die Konditorei Schatz dagegen stellt auf ihrer Webseite fest: Die 1880 von Carl Schatz gegründete Konditorei Schatz gilt als Erfinder des Namens „Mozartkugel“. Schatz verkaufte die runde Praline etwa um 1900 erstmalig unter dem heute geläufigen Namen.[50] Hinsichtlich der 125-jährigen Nutzung des Namens „Mozartkugel“ ist dies zutreffend, der Anspruch auf Urheberschaft aufgrund der neueren Recherchen zu Baumann/Karuth jedoch nicht. Louise Karuth ging 1919 in den Ruhestand. Sie starb am 2. Jänner 1928. 1919 übernahm die Konditorfamilie Rudolf Holzermayr das Karuth‘sche-Unternehmen und stellt auch heute noch Mozartkugeln in Salzburg in der Tradition von Rudolf Baumann her.

Die neuen Anzeigen-Funde von 1881 und folge Jahren führen aktuell zu neuen urheberrechtlichen Streitigkeiten um den Erfinder-Status der Salzburger Mozartkugel zwischen der Confiserie Holzermayr und der Konditorei Fürst.[51][52]

Auszeichnung im 20. Jahrhundert

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Auszeichnung in Paris 1905: Ehren-urkunde mit Insignien (Medaille und Stern)

Im Jahr 1905 präsentierte Paul Fürst vermutlich das Mozart-Bonbon bei der Pariser Ausstellung Exposition Internationale d’Alimentation et d’Hygiène Appliquée (Internationale Ausstellung für Ernährung und Hygiene), die von Ende Juli bis Anfang November stattfand.[53][54] In Inseraten von Paul Fürst wird zwar eine „Goldene Medaille Paris 1905“ abgebildet, aus diesen Quellen geht jedoch weder hervor, dass Fürst dort das „Mozart-Bonbon“ präsentierte, noch dass er dafür eine Goldmedaille erhielt.

Der Beleg, dass Paul Fürst eine Ehrenurkunde für seine Teilnahme in Paris 1905 erhalten hat, findet sich in Le Progrès moderne[55]. Paul Fürst wird in dem Bericht anlässlich des Festbanketts zum Ende der Ausstellung in der Gruppe der Diplômes d'Honneur, Autriche als Teilnehmer genannt. Ein Diplôme d’Honneur (Ehrenurkunde) wurde bei Ausstellungen wie der Exposition d’Alimentation et d’Hygiène 1905 typischerweise als Ehrenurkunde vergeben – eine lobende Erwähnung. Die verliehene Insigne, deren Medaillon den Schriftzug „Diplôme d'Honneur“ trägt, war ein tragbarer Orden, der in Verbindung mit der auf die konkrete Ausstellung hinweisende Medaille von Paul Fürst berechtigterweise und den damaligen Usancen entsprechend als Werbemittel verwendet wurde. Bereits um 1905 galten nach den Handelsusancen internationaler Ausstellungen sowie den Gesetzen gegen unlauteren Wettbewerb (Frankreich 1905 – Loi sur les fraudes et falsifications en matière de produits ou de services; Österreich 1879; Deutschland 1896) klare Regeln für die werbliche Nutzung von Auszeichnungen in Inseraten. Zulässig war ausschließlich die korrekte Wiedergabe der verliehenen Auszeichnung. Die Bezeichnung „Goldene Medaille Paris 1905“ und das darstellen einer „Goldmedaille“ in Inseraten ohne tatsächliche Verleihung galt als irreführend und konnte als Täuschung geahndet werden. Zu jener Zeit gab es klare Vorschriften der Ausstellungskommission: In der Werbung durfte nur genannt werden, welche Ausstellung, welche Klasse (Kategorie), welche Medaille oder Urkunde verliehen wurde. Das Werbeinserat von Paul Fürst („Goldene Medaille Paris 1905“) ist faktisch irreführend, da es suggeriert, Fürst habe den höchsten Preis gewonnen.

Man kann daher davon ausgehen, dass Paul Fürst sein Erzeugnis auf der Internationalen Ausstellung für Ernährung und Hygiene in Paris 1905 nicht unter dem Namen „Mozart-Kugel“, sondern als „Mozart-Bonbon“ präsentierte. In Inseraten von Paul Fürst ab dem Jahr 1907 wird zwar die Abbildung einer „Goldenen Medaille Paris 1905“ sowie eines Kreuzordens gezeigt, jedoch wird darin kein direkter Zusammenhang zwischen diesen Abbildungen und den „Mozart-Bonbons“ hergestellt. Aus dieser Quelle allein lässt sich nicht ableiten, ob die Medaille tatsächlich verliehen wurde oder ob sie, wie damals in Werbeinseraten häufig üblich, lediglich als werbliche Darstellung ohne konkrete Produktzuordnung verwendet wurde. Er wies sich erneut als Erzeuger der Mozart-Bonbons aus und fügte eine Abbildung der Goldmedaille hinzu.[56] In den Jahrbüchern für 1910 und 1913 wurden gleichlautende Inserate geschaltet.[57][58]

Bisher konnte – mit einer einzigen Ausnahme – kein Nachweis dafür erbracht werden, dass der Gründer der Konditorei Paul Fürst den Namen „Mozartkugel“ zu seinen Lebzeiten bzw. während seiner Geschäftstätigkeit nutzte, geschweige denn den Anspruch auf Urheberschaft auf den Namen erhob. Nur in einer einzigen Anzeige von 1902 im Salzburger Volksblatt bezeichnet sich Paul Fürst als Erzeuger der Salzburger Spezialität: Mozartkugeln nach dem der Konditor Carl Schatz erstmalig ein Werbeinserat 1901 mit „empfiehlt Feinste Mozartkugeln“(Salzburger Specialität) geschalten hatte.[59] Er bevorzugte vielmehr die Bezeichnung „Mozart-Bonbons“. Es ist davon auszugehen, dass der Ende Mai 2025 präsentierte Auszug aus dem Rezeptbuch der Familie Fürst mit der Rezeptbezeichnung „Mozart Kugeln“ aus den Jahren nach 1950[60] von dem späteren Nachfolgebetrieb der Brodgasse 13 dem Konditor Johann Blieberger verfasst wurde.

Auszeichnungen im 21. Jahrhundert

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  • Das Fachmagazin Der Feinschmecker wählte in der Ausgabe 01/2006 bei einem Test verschiedener Mozartkugeln die Original Salzburger Mozartkugel auf den ersten Platz. Angemerkt wurde dazu, sie sei handgemacht und weise einen Nougatgeschmack mit einer leicht bitteren Marzipan-Pistazien-Note auf.
  • Beim 2. Internationalen Trüffelwettbewerb der Konditorenfachmesse ÖKONDA in Wels wurde im September 2005 der Original Salzburger Mozartkugel eine Goldmedaille verliehen.

Rezept-Geschichte

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Standard und Variationen

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Zu einer Mozartkugel gehören standardmäßig folgende Zutaten: Marzipan, Nougat und Schokolade. Mit Schokolade wird eine kugelige Marzipan-Nougat-Kombination umhüllt. Die Mozart-Schokoladenkugel wird seit ihrem Ursprung in Stanniolpapier eingewickelt, auf welches sich ein Mozartporträt befindet. Rezepte aus der Entstehungszeit im 19. Jahrhundert sind nicht überliefert. Die Mozartkugeln unterschiedlicher Hersteller können sich unterscheiden:

  • Nach innerer Strukturierung: Marzipan-Kern und Nougat als Zwischenschicht, oder umgekehrt, oder hälftig
  • Nach unterschiedlichem Verhältnis der Anteile von Nougat und Marzipan
  • Nach verschiedenen Aromen, insbesondere Zusätzen von Haselnüssen, Pistazien, Rum o. ä.
  • Nach äußerer Form: vollständige Kugel oder Halbkugel mit Sockel (Bombenform)
  • Nach Unterschieden in der Kuvertüre: Vollmilchschokolade, Bitterschokolade oder beides.

Tabellarischer Überblick über Rezepte (Auswahl)

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(in Arbeit)

Jahr Ort Rezept Quelle
1910 Wien Mozart-Kugeln.
10 Deka Zucker werden gesponnen, dann 10 Deka geriebene Nüsse hineingegeben, ein wenig aufkochen gelassen, noch in warmem Zustande Kugeln aus der Masse geformt und in geriebener Schokolade gewälzt. Die fertigen Kugeln werden auf ein Brett gelegt und in der Zimmerluft trocknen gelassen.
Gute Küche - Wiener Kochbuch, zusammengestellt nach Originalrezepten von Leserinnen und Lesern der Illustr. Kronen-Zeitung, S. 397, Wien, 1910
1916 Wien Kriegs-Mozart-Kugeln.
14 Dekagramm geriebene Nüsse, 18 Dekagramm Zucker, 1 Tafel geriebene Schokolade, 1 Eiweiß werden zusammengemengt, Kugeln daraus geformt, in ein Eiweiß getaucht, in grob geriebener Schokolade gewälzt und über Nacht stehen gelassen.
Fremdenblatt, Wien, 31. Dezember 1916, S. 19
Vgl. auch: Rezept-Gedicht Schokoladenkugeln, Fremdenblatt, 13. Februar 1916, S. 10
1925 Linz Mozart-Kugeln.
10 Deka Zucker werden gesponnen, dann kommen 10 Deka geriebene Nüsse hinein; diese Masse wird ein wenig aufgekocht. In noch warmem Zustand formt man darauf Kugeln, wälzt sie in geriebene Schokolade und trocknet sie auf einem Brett im warmen Zimmer.
Tagblatt (Linz), 13. September 1925
1927 Wien Salzburger Mozartkugeln.
10 Deka Zucker werden in etwas Wasser gesponnen, dann kommen 10 Deka geriebene Nüsse hinein und, nachdem die Masse ein wenig aufgekocht hat, werden, solange sie noch warm ist, Kugeln geformt. Gut gelingt dies, wenn man die Handflächen leicht anfeuchtet. Die Kugeln sind in geriebener Schokolade zu wälzen und werden, auf ein Brett aufgelegt, an der Luft (nicht im Ofen) getrocknet.
Beantwortung einer Leseranfrage. in: Blatt der Hausfrau, Wien, 1927, Nr. 2, S. 35
1928 Pulsnitz Inhaltlich gleichlautend wie 1925 (Linz) und 1927 (Wien): Mozart-Kugeln.
100 gramm Zucker, mit etwas Wasser geläutert, dann 100 Gramm geriebene Nüsse hinein, und wenn die Masse ein wenig aufgekocht hat, werden, solange sie noch warm ist, kleine Kugeln geformt; dabei muß man die Hände etwas anfeuchten, damit es nicht klebt. Die Kugeln werden in geriebener Schokolade gewälzt, auf ein Brett gelegt und nur an der Luft getrocknet.
Pulsnitzer Tageblatt, 15. Dezember 1928, S. 17
1931 Wien/Wagram Nachdruck eines Beitrages aus der Deutsch-Wagramer Hausfrauenzeitung: Mozartkugeln: Man nehme Schokoladepulver, geriebene Mandeln oder Haselnüsse, Eiweiß und Zucker, mische alles gut durcheinander, forme Kugeln, wälze sie in Vanillezucker und lasse sie an der Luft trocknen. Der Götz von Berlichingen, 23. Januar 1931, S. 3
1933 Annen / Harburg Inhaltlich gleichlautend wie 1925 (Linz) und 1927 (Wien) Annener Zeitung, 9. Dezember 1933, S. 6
Harburger Anzeigen und Nachrichten, 8. Dezember 1933
1933 /
1949 /
1958
Wien Auszug: Mozartkugeln.
Auch hier gebraucht man Hülsen von feiner Biskuitmasse ..., paßt nach dem Aushöhlen je zwei zusammen und füllt sie mit gekochter Schokoladekreme zu Kugeln, ... mit Marzipan umhüllt, dann mit temperierter Kuvertüre zweimal überzogen. Das erstemal glatt, das zweitemal rollt man die Kugeln kurz vor dem Erstarren der Tunkmasse über ein Ablaufgitter, so eine grobe, zackige Oberfläche erzielend. Mit Kondensmilchkreme gefüllt ..., sind diese Desserts zirka vier Wochen haltbar ...
Hans Skrach: Die Wiener Konditorei - Fach- und Rezeptenbuch. Wien 1933 (1. Aufl.), 1949 (2. Aufl.), 1958 (3. Aufl.)
1934 /
1937 /
1948
Wien Inhaltlich gleichlautend wie 1925 (Linz) und 1927 (Wien) Wiener Hausfrau, 13. Dezember 1934, S. 27
Das Kleine Frauenblatt, 16. Dezember 1934, S. 7
Neuigkeits-Welt-Blatt (Land), 8. Dezember 1937, S. 22
Agrarische Post, 18. Dezember 1948, S. 6
1934 Wien Schokoladekugeln
10 Dekagramm geschälte, geriebene Mandeln (oder Hälfte Mandeln, Hälfte Nüsse) werden mit 14 Dekagramm Zucker, etwas Zitronenschale und dem Klar von 1 Ei zu einem Teig zusammengearbeitet, aus welchem man Kugeln formt. Dann läßt man 1,5 Rippen Schokolade mit etwas siedendem Wasser aufkochen, taucht jede Kugel, die man an eine Stricknadel spießt, in die flüssige Schokolade und wälzt die Kugeln hierauf in stiftelig geschnittener Schokolade von 2 Rippen oder in gekauftem Schokoladereis. Zum Schluß gibt man die Schokoladekugeln auf Pergamentpapier und auf ein Blech und läßt sie einige Tage trocknen.
Neues Wiener Tagblatt (Wochenausgabe), 15. Dezember 1934, S. 17
1935 Wien Auszug: Mozartkugeln
Zur Marzipanmasse benötigt man 25 Dekagramm Mandeln, 25 Dekagramm Staubzucker und ungefähr 6 Eiklar. ... Von 15 Dekagramm Marzipanmasse und 10 Dekagramm erwärmter Schokolade , die man vermischt, wird nun der Teig für die Mozartkugeln bereitet. Kleine Kugeln formen, in Tunkmasse eintauchen, auf Pergamentpapier legen und nach dem Festwerden mit überkühlter Tunkmasse schneckenförmig überspritzen ...
Mozartkugeln, in: Neues Wiener Tagblatt (Wochenausgabe), 9. November 1935, S. 17
1936 Wien Auszug: Mozartkugeln:
15 Dekagram einer fertigen Marzipanmasse werden mit leicht erwärmter Schokolade vermengt, kleine Kugeln daraus geformt, in flüssige Glasurschokolade eingetaucht, auf Pergamentpapier gelegt und nach dem Auskühlen und Festwerden in buntes Stanniolpapier gewickelt. ...
Neues Wiener Tagblatt (Wochen-Ausgabe), 28. November 1936
1938 Prag Auszug: Mozartkugeln:
1/4 kg entlernte Haselnüsse1/8 kg Staubzucker, das Abgeriebene einer Zitrone, 1 Eiweiß, 50 g kandierte Orangenschalen und zum Beziehen der Kugeln 100 g Blockschokolade. ... Die Nüsse dreht man durch eine Mandelmühle. Jetzt rührt man das Eiweiß mit dem Staubzucker und der abgeriebenen Zitrone schaumig, gibt 2/3 der Nüsse dazu und zum Schluß die in ganz kleine Stücke geschnittenen kandierten Organgenschalen. Aus dieser Masse ... formt man ganz kleine Kugeln. ... Die Kugeln teilt man in zwei Teile, spießt eine auf einen Zahnstocker, tunkt sie vorsichtig in diese Schokoladenmasse und setzt sie vorsichtig auf ein ... Pergamentpapier zum Trocknen. Man garniert die Mozartkugeln abwechslungsreich mit einem Stückchen Orangenschale, einem Mandelspan oder halber Haselnuß. ... die andere tunkt man in die Schokoladenmasse und wälzt sie in dem zurückgebliebenen Drittel der gemahlenen Nüsse ...
Prager Tagblatt, 16. Dezember 1938, S. 5
1939 Radebeul Auszug: Mozartkugeln von Ananasmarzipan
Ananasmarzipan: Rohmarzipan; Staubzucker; kandierte, fein gehackte Ananas
Weitere Zutaten: Kuvertüre zum Tunken; gehackte weißen Mandeln zum Einwälzen
Kleine kandierte Ananasstücke zum Belegen
Das Ananasmarzipan rollt man zwischen zwei Eisenstäben, welche 1 cm hoch sind, aus und sticht davon Stücke im Durchmesser von 2,5 cm aus. Diese formt man zu Kugeln, läßt dieselben antrocknen, tunkt sie in Kuvertüre und wälzt sie mit den gehackten Mandeln ein. Anschließend tunkt man sie abermals in Kuvertüre und belegt sie mit den Ananasstücken.
Im Rezept sind die einzelnen Arbeitsschritte (Tunken und Einwälzen) bebildert.
Johannes Martin Erich Weber:
Weber’s bildlicher Fachunterricht zu Höchstleistungen in moderner Konditorei - (Dritte, bedeutend erweiterte Auflage), Radebeul, 1939, S. 507
1947 Wien Auszug: Falsche Mozartkugeln:
15 dkg Haferflocken werden mit 5 dkg feinem Zucker abgemischt und … im heißen Rohr hellgelb gedörrt. Nach dem Erkalten werden die Haferflocken … fein geschnitten … und nun mit … Kakaopulver oder feingeriebener Schokolade … zu einer lockeren, modellierfähigen Masse verknetet. Nach halbstündigen Rasten formt man daraus etwa nußgroße Kugeln, die sogleich in gezuckertem Kakaopulver oder geriebener Schokolade gewälzt und hierauf zwei bis drei Tage an der Luft getrocknet werden. – Auch wenn Kakaopulver oder Schokolade nicht zur Verfügung stehen können die Mozart-Kugeln mit den übrigen Zutaten allein hergestellt werden. In diesem Falle wälzt man sie zum Schluß in grießlichem Zucker oder in gerösteten, gehackten Haferflocken.
Wiener Kurier, 10. Mai 1947, S. 4
1961 New York Das von Elisabeth Mayer-Brown in englischer Sprache für die Vereinigten Staaten verfasste Buch „Austrian Cooking for you“ beinhaltet ein Rezept für Mozartkugeln, welche zwei Füllungen einschließen. Die erste, Marzipanähnliche Mischung basiert auf Mandeln, Puderzucker, Eiweiß und optional grüner Lebensmittelfarbe. Eine zweite, Nougatähnliche Mischung wird erstellt mit geriebenen Walnüssen, Rum, Kakaopulver, Eiweiß, Zucker und Schokolade. Der Schokoladenüberzug wird mit dunkler Schokolade und etwas Wasser sowie Butter zubereitet. Eine erste Kugel wird mit der zweiten Paste umhüllt; diese dann wiederum in geschmolzener Schokolade eingetaucht und mit Hilfe von zwei Gabeln auf Papier zum Trocknen herausgehoben. Elisabeth Mayer-Brown:
Austrian Cooking for you, New York, Universe Books, 1961, S. 159/160

Die Rezepte aus den Jahren 1916 und 1947 haben einen Bezug zur Zeit des 1. Weltkrieges bzw. zur Zeit nach dem 2. Weltkrieg hinsichtlich des Rezepte-Namens bzw. der Knappheit von Zutaten.

Die Tabelle insgesamt verdeutlicht, dass von den Zeitungen seit 1910 über Jahrzehnte ein recht einfaches, sog. „Hausfrauenrezept“ veröffentlicht wurde. Geschrieben wurden diese in der Regel für Leser und von Lesern. Während Konditoreien ihre Rezepturen nicht veröffentlichten, wurde so die Möglichkeit geboten, in allgemeinen Haushaltungen die Kreationen der Konditoreien auf einfache Weise nachzuahmen. Lange Zeit zeichnete sich eine Mozartkugel durch nur eine Füllung aus; die Kugel wurde zudem in geriebener Schokolade gewälzt.

Erst die namhaften Konditoren Hans Skrach (Wien) und J. M. Erich Weber (Radebeul) veröffentlichten in ihren Konditorei-Lehrbübern ihre professionellen Techniken der Herstellung von Mozartkügeln. Bei ihnen zeichnen sich Mozartkugeln durch zwei Schichten aus. Die Kugeln wurden auch nicht in geriebener Schokolade gewälzt, sondern in Kuvertüre getunkt. Ferner nutzte Skrach Biskuit-Hülsen für das Formen der inneren Kugeln.

Die Mozart-Kugel der Konditorei Fürst

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Mozartkugeln verschiedener Hersteller
Historisches Rezeptbuch aus der Backstube des Paul Fürst
Auszug aus einem Rezeptbuch mit dem Titel „Mozart Kugeln“ mit großteils unkenntlich gemachten Inhalten.

Die Konditorei Fürst präsentierte im Mai 2025 einen Auszug aus dem angeblich historischen Rezeptbuch der Backstube des Paul Fürst (siehe Bild).[61] Auf diesem wurde in Übergangsform zwischen Kurrent und lateinischer Schreibschrift - ein Rezept mit der Überschrift Mozart Kugeln festgehalten und man kann folgende Zutaten und Herstellungsschritte lesen:

  • … auf Steckerln … mit Dunkmasse dunken
  • … Staniol einschlagen
  • geschälte Pistazien, Mandeln reiben, Marziban abrösten
  • Haselnuß, aufgelösten Cacao dazu.[62]

Das Schriftbild aus dem Rezeptbuch ist eine Übergangsform zwischen Kurrent und lateinischer Schreibschrift. Diese Hybridform entsteht erst nach 1941, als NS-Schulpolitik die Deutsche Kurrentschrift offiziell abschaffte und Menschen, die Kurrent gelernt hatten, nachträglich auf Lateinschrift umstellten. In Österreich schrieben Menschen, die um 1895 geboren waren (also 1950 etwa 55 Jahre alt), in der Regel in Kurrent, oft mit individuellen Übergangsformen zur sogenannten „deutschen Normalschrift“ oder zur lateinischen Schreibschrift. Wenn hingegen Zutaten (echter Kakao, Pistazien, Mandeln, Zucker) notiert sind, spricht das eher für späte 1940er oder beginnende 1950er, als diese wieder erhältlich waren.[63][64][65] Die genannten Begriffe – „Steckerln“, „Staniol“, „Dunkmasse“, „Marzipan anrösten“ – verorten das Rezeptbuch klar in der österreichischen Küche der Mitte 20. Jahrhundert. Solche Ausdrücke waren typisch für ältere Generationen im österreichischen Haushalt.

Merkmale: Einzelne Buchstaben wie M, g, t und h zeigen klar die Kurrentformen. Andere, etwa o, e oder n, sind bereits in der lateinischen Rundschrift geschrieben. Der Schreibfluss ist gleichmäßig, typisch für Personen, die ursprünglich Kurrent lernten, später aber auf lateinische Schrift umstellten. Zeitlich passt das genau zu Österreich um 1950–1960.

Es ist davon auszugehen, dass der Ende Mai 2025 präsentierte Auszug aus dem Rezeptbuch der Familie Fürst mit der Rezeptbezeichnung „Mozart Kugeln“ aus den Jahren nach 1950[66] von dem späteren Nachfolgebetrieb der Brodgasse 13 dem Konditor Johann Blieberger verfasst wurde - Dabei wird grüner Pistazienmarzipan mit Nougat umhüllt, auf Stäbchen gesteckt, in dunkle Kuvertüre getunkt und auf Brettchen zum Erstarren aufgestellt. Nach dem Trocknen wird das Stäbchen entfernt und das Loch mit Schokolade verschlossen.

Das 1888 von Paul Fürst als Mozart-Bonbon erzeugte Schokoladenkonfekt soll sich angeblich, laut dem Zeitungsartikel vom Mai 2025, wesentlich in seiner Zusammensetzung (Nougat, Pistazienmarzipan, dunkle Kuvertüre, lt. dem veröffentlichten, angeblichen Original Rezept aus der Backstube Paul Fürsts von 1890) von den oben genannten Produkten unterschieden haben[67] Zunächst soll es sich bei gleichen Erzeugnissen anderer Confiserien in der Stadt Salzburg angeblich um Nachahmungen gehandelt haben, etwa bei den heute noch bestehenden Konditoreien Holzermayr und Schatz. Letztere – 1880 von Carl Schatz gegründete Konditorei – verkaufte 1901 diese Schokoladen Praline erstmals unter der Bezeichnung Feinste Mozartkugeln (Salzburger Specialität), ein Name, der sich in Salzburg bereits mit Beginn 1881 beim Erfinder Rudolf Baumann mit der Namensgebung Salzburger Mozartkugel durchgesetzt hatte.[68]

Herstellungsverfahren

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Seit der Eröffnung des neuen Werks in Elsbethen im Jahr 2024 werden die nun jährlich 3,8 Millionen Stück, die nach eigener Rezeptur erzeugten „Original Salzburger Mozartkugeln“ teilautomatisiert und maschinell am Fließband produziert.[69] Die heute von der Familie Fürst in Eigenrezeptur hergestellte „Original Salzburger Mozartkugel“ bezeichnete Rezeptvariante entstand vermutlich erst nach dem Zweiten Weltkrieg. Vor den Weltkriegsjahren enthielten die Salzburger Mozartkugeln noch keine Pistazie zur Veredelung des Marzipans. Auch der Schichtaufbau (hoher Marzipan-Anteil als Hülle) der ursprünglichen Salzburger Mozartkugel von Rudolf Baumann unterschied sich aus Haltbarkeitsgründen von der heutigen, als Frischeprodukt vermarkteten Version der Familie Fürst.[70]

Vor dem Jahr 2024 wurde noch eine Kugel aus grünem Pistazien-Marzipan, umgeben von Nougat, geformt. Diese Kugel wurde dann auf ein Holzstäbchen gesteckt und in dunkle Kuvertüre getaucht. Anschließend wurde das Stäbchen zum Abkühlen und Erhärten der Masse senkrecht – mit der Kugel nach oben – auf Plattformen aufgestellt. Zum Schluss wurde das Stäbchen entfernt, das verbleibende kleine Loch mit Kuvertüre gefüllt und mit blau-silberner Alufolie umwickelt. Auf diese Weise wurden von den Mitarbeitern der Konditorei Fürst eigenen Angaben zufolge circa 2,75 Millionen Mozartkugeln pro Jahr handgefertigt.[71]

Neben den Mozartkugeln der Konditorei Fürst sind in der Stadt Salzburg auch jene der Konditorei Schatz (im Schatz-Durchgang vom Universitätsplatz zur Getreidegasse, gleich nach dem Ritzerbogen), jene der seit 1865 bestehenden Confiserie Josef Holzermayr (am Alten Markt) und jene (nach eigener Rezeptur) vom Café Habakuk (Linzer Gasse 26) bekannt.

Auch die in St. Gilgen am Wolfgangsee ansässige Konditorei Dallmann stellt nach dem Originalrezept Fürsts in Handarbeit Mozartkugeln her. Sie sind wie die Fürst-Kugeln in silbergraues Stanniolpapier mit blauem Aufdruck eingewickelt. Dort wird auch ein Mozartkugel-Seminar angeboten, bei dem sich die Teilnehmer zum diplomierten Mozartkugel-Fachmann/Fachfrau ausbilden lassen können.[72]

Die industriellen Hersteller

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Echte Reber Mozart-Kugeln

Die Spezialität Salzburger Mozartkugel[73] wurde erstmals im Jahr 1880 vom Konditor Rudolf Baumann geschaffen, weit vor der Ausstellung in Paris 1905, wo Paul Fürst angeblich sein „Mozart-Bonbon“ erstmals vorstellte.[74][75]

Bereits kurz nach ihrer Präsentation in Paris kopierten andere Salzburger Konditoren die schnell beliebt gewordene Mozartkugel und auch die gerade sich entwickelnde Süßwarenindustrie begann bald, diese beliebte Spezialität herzustellen, denn Fürst hatte sich den Namen Mozartkugel nicht schützen lassen.[76]

Der Begriff „Mozartkugel“ ist freihaltebedürftig (§ 8 Abs. 2 Nr. 2 MarkenG), weil er eine Gattungsbezeichnung ist, die von allen Herstellern genutzt werden darf. Daher ist „Mozartkugel“ als Wortmarke nicht schutzfähig, da sie keine Unterscheidungskraft im Sinne von § 8 Abs. 2 Nr. 1 MarkenG besitzt. Schutzfähig sind nur kombinierte Bezeichnungen oder Herkunftsmarken, etwa „Mirabell Mozartkugel“ oder „Reber Mozart-Kugel“.

Die heute führenden industriellen Mozartkugelhersteller, Reber und Mirabell, waren bis zum Jahr 2024 auf dem Gebiet der EuRegio Salzburg – Berchtesgadener Land – Traunstein ansässig, aufgrund der Insolvenz von Mirabell im Jahr 2024 wurde die Produktion am Salzburger Standort in Grödig im Dezember 2024 eingestellt.[77] Die industriell hergestellten Mozartkugeln befolgen nicht das Originalrezept, sondern basieren auf Varianten. Außerdem sind sie im Volumen kleiner als das Original und meistens auf einer Seite geplättet. Bei den Mozartkugeln des Weltmarktführers, des deutschen Unternehmens Reber, befindet sich der Nougat in der Mitte und ist zur einen Hälfte von weißem, zur anderen von grünem Marzipan umhüllt, außerdem sind sie durch die Fertigung am Fließband an einer Stelle stark geplättet und nicht annähernd rund. Bei den Mozartkugeln der Marke Mirabell ist der grüne Marzipankern ringförmig von dunkler und heller Nougatcreme umgeben. Bei den Hofbauer- und Manner-Mozartkugeln ist der Nougatkern innen und dieser vom Pistazien-Marzipan umschlossen, außerdem ist die Hofbauerkugel unten platt. Bei Hofbauer besteht der Mantel je nach Sorte aus Zartbitter-Schokolade (Hofbauer rot) oder Vollmilchschokolade (Hofbauer blau). Die Mozartkugeln des deutschen Unternehmens Lambertz sind ebenfalls an einer Seite geplättet, ein Haselnuss-Nougat-Kern wird von Pistazien- sowie Mandel-Marzipan umhüllt, darüber liegt eine Schicht von Zartbitter-Schokolade. Sowohl bei Mirabell wie bei Reber wird betont, in der Produktion weder Konservierungsstoffe, noch Farbstoffe oder künstliche Aromen zu verwenden.

Hersteller von Mozartkugeln

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Tabellarischer Überblick

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Unternehmen Produkt/Marke Land Stadt / Adresse Gründung Bemerkung / Web
Braun. Internationale Manufaktur-Schokoladen Mozartkugeln mit und ohne Marzipan Österreich Wien, Einwanggasse 4, (Lage) 2008 / 2014 Link zur Webseite
Confiserie Heindl / Walter Heindl GmbH Mozartkugeln Österreich Wien, Willendorfer Gasse 2–8, (Lage) 1953 Link zur Webseite
Gunz Warenhandels GmbH Maître Truffout Mozartkugeln Österreich Mäder, Zollweg 1, (Lage) 1986 Link zur Webseite
Heidi Chocolat AG Niemetz Mozart Koogles (Klassiker mit neuen Geschmacksrichtungen und Aromen) Österreich Wiener Neudorf, Straße 2c, (Lage) 1994 (Niemetz-Konditorei 1890) Link zur Webseite, siehe auch: Heidi Chocolat AG, Niemetz Schwedenbomben
Hofbauer Wien
(Lindt & Sprüngli (Austria) Ges.m.b.H.)
Mozartkugeln in Vollmilch und Zartbitterschokolade Österreich Wien, Hietzinger Hauptstraße 1A, (Lage) 1882 Link zur Webseite
Konditorei Fürst Original Salzburger Mozartkugeln Österreich Salzburg, Brodgasse 13, (Lage) 1884 Link zur Webseite
Konditorei Holzermayr Echte Salzburger Mozartkugeln Österreich Salzburg, Alter Markt 7, (Lage) 1865 Link zur Webseite
Konditorei Schatz Schatz Mozartkugeln Österreich Salzburg, Getreidegasse 3, (Lage) 1880 Link zur Webseite
Lambertz GmbH & Co. KG Henry Lambertz Mozartkugeln Deutschland Aachen, Borchersstraße 18, (Lage) 1899 Link zur Webseite
Lecon Produkte Vertriebs GmbH / Leconte Chocolatiers Mozart Chuegeli Österreich Wien, Feldgasse 1, (Lage) 1850 / 1994 Link zur Webseite
Mirabell Salzburger Confiserie-und Bisquit-GmbH / Mondelēz International Echte Mirabell Mozartkugeln Österreich Bludenz, Fohrenburgstraße 1, (Lage) 1897 Link zur Webseite, Werk in Grödig bei Salzburg wurde im Dezember 2024 geschlossen.
Paul Reber GmbH & Co. KG Reber Mozartkugeln Deutschland Bad Reichenhall, Ludwigstraße 10, (Lage) 1865 Link zur Webseite
Dirk Rossmann GmbH Das Exquisite Mozartkugeln Deutschland Burgwedel, Isernhägener Straße 16, (Lage) 1972 Link zur Webseite
Victor Schmidt / Josef Manner & Comp AG Austria Mozart Kugeln Österreich Wien, Wilhelminenstraße 6, (Lage) 1858 Link zur Webseite
Schluckwerder GmbH Mozartkugeln /
J.D. Gross Mozartkugeln für Lidl / Schluckwerder Mozartkugeln für Denner und Migros in der Schweiz
Deutschland Adendorf, Bültenweg 19, (Lage) 1956 Link zur Webseite
Hofer Schokoladenfabrik / Hofer KG Choceur Mozartkugeln Österreich Sattledt, Gewerbestraße 20, (Lage) 1968 Link zur Webseite
Confiserie Wenschitz GmbH Feinste Mozartkugel Österreich Allhaming, Allhaming 47, (Lage) 2006 Link zur Webseite
Altstadt-Confiserie Salzburger Mozartkugeln Österreich Salzburg, Münzgasse 2, (Lage) 1960
Café Konditorei Habakuk Salzburger Mozartkugeln Österreich Salzburg, Linzer Gasse 26, (Lage) 1892
Konditorei Leimüller Salzburger Mozartkugeln Österreich Salzburg, Linzer Gasse 55, (Lage) 1983 Link zur Webseite
Dallmann Fine Chocolate Mozart Kugeln / Mozart Chocolate USA San Marcos, 757 N Twin Oaks Valley Rd Suite 1, (Lage) 2004 Link zur Webseite, „Ableger“ von ehemal. Dallmann in St. Gilgen (AT)
Chocolada GmbH VLM Handmade Confiserie Kugeln Österreich Wien, Lehmanngasse 7, (Lage) 2015 Link zur Webseite
Haas & Haas Teehaus Wiens Mozartkugel deluxe Österreich Wien, Stephansplatz 4, (Lage) 1979 Link zur Webseite,
siehe auch: [78]

Der mit Abstand weltgrößte Produzent für Mozartkugeln ist die Paul Reber GmbH & Co. KG aus dem bayerischen Bad Reichenhall. Reber produziert jährlich mehr als 180 Mio. Kugeln (500.000 täglich) und hat – Stand 2020 – in Deutschland einen Marktanteil von ca. 90 %.[79][80]

Ab 1931 stellte das Unternehmen Dreher Mozartkugeln her und war damit der erste deutsche Hersteller von Mozartkugeln.

Seit 2000 gehört auch die Halloren Schokoladenfabrik AG in Halle (Saale) nach Übernahme und Verschmelzung der 1880 gegründeten Münchener Confiserie Dreher zu den Produzenten von Mozartkugeln.[81] Mozartkugeln produzieren außerdem die Unternehmen Lambertz in Aachen, unter anderem für Aldi bzw. Hofer, und Schluckwerder im niedersächsischen Adendorf, z. B. für Norma. Der deutsche Süßwarenvertrieb Hussel hat die Mozartkugeln „Vienna“ im Sortiment.

Logo von Mirabell

Die Rechte an der Mozartkugelmarke Mirabell hat der amerikanische Lebensmittelkonzern Mondelez und ist damit der größte Vertreiber in Österreich industriell produzierter Mozartkugeln.[82] Die Kugeln werden nicht selbst produziert, sondern zugekauft. Der eigenständige Kugel-Lieferant und -Hersteller „Salzburg Schokolade GmbH“ in Grödig bei Salzburg ging im November 2021 coronabedingt wegen des Wegfalls vieler Anlässe zum Beschenken sowie fehlender Touristenströme in die Insolvenz.[83][84] Nach der Insolvenz im Jahr 2021 und einer kurzzeitigen Übernahme durch die rumänische KEX Confectionery-Gruppe, musste das Unternehmen nun endgültig seine Produktion einstellen. Die Gründe für das Aus sind vielfältig: gestiegene Rohstoffpreise, insbesondere eine Verdreifachung des Kakaopreises, der Verlust eines Großkunden und ein zu großer Produktionsstandort. Es zeichnete sich eine Fortführung durch Übernahme von Salzburger Schokolade durch Heidi Chocolat ab, die auch Mondelez mit trägt.[85] Ende 2024 schloss das Werk in Grödig.[86] Wo künftig die Mirabell-Mozartkugel produziert wird, wurde von Mondelez nicht mitgeteilt.[87]

Nachdem die Produktion zum Jahreswechsel 2024/25 nach Osteuropa ausgelagert worden war und im Rahmen des Sanierungsverfahrens bis Februar 2025 alle Schulden beglichen werden sollten, musste das Unternehmen Salzburg Schokolade im Mai 2025 erneut Insolvenz anmelden.[88]

Eigenen Angaben zufolge wurden pro Jahr über 90 Millionen Mozartkugeln industriell produziert und in über 30 Länder exportiert. Laut Unternehmensangaben sollen seit 1945 insgesamt 1,5 Milliarden Mozartkugeln von Mirabell hergestellt worden sein. Mirabell geht auf das Salzburger Unternehmen Rajsigl zurück. Es war das erste, das komplett runde Mozartkugeln maschinell herstellen konnte. Die Marke darf als einziger industrieller Hersteller konzentrische Kugeln vertreiben. Alle anderen Großhersteller müssen ihre Mozartkugeln leicht abgeflacht produzieren. Ursprünglich schmückte der Hersteller seine Mozartkugeln mit einem Abbild des Komponisten, das sich an ein zeitgenössisches Gemälde anlehnte; im Lauf der Jahre wurde das Mozartporträt aus Werbegründen signifikant verjüngt; die alte Abbildung ist nahezu komplett aus der Wahrnehmung verschwunden.[89] Seit den späten 2010er Jahren sind auch Mozartkugeln mit dem Abbild von Constanze Mozart auf dem Markt.

Ein weiterer Hersteller ist die Confiserie Heindl in Wien.[90]

Weiters gibt es die zur Schweizer Lindt & Sprüngli gehörende Marke Hofbauer in Wien,[91] die Varianten mit Milch- und Zartbitterschokolade anbietet. Austria Mozartkugeln Victor Schmidt werden zudem von Manner mit Produktionsstandorten in Wien, Wolkersdorf und Perg produziert.

Rechtsstreitigkeiten

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Seit der Entstehungsphase bis in die heutige Zeit ist die Herstellung und Verbreitung von Mozartkugeln von Streitigkeiten begleitet, die Urheberrechte, Namensrechte oder Rechte zur Verbreitung betreffen und teilweise vor Gerichten ausgestritten werden.

  • In der Zeit der Jahrhundertwende vom 19. zum 20. Jahrhundert spielte die Namensgebung und Urheberschaft eine Rolle, wie im historischen Abschnitt belegt wurde. Während Rudolf Baumann 1881 den Namen Mozartkugel einführte, verwendete Paul Fürst ab 1888 bis 1925 den Namen Mozartbonbon. Seinen ursprünglichen Anspruch auf Erfindung dieses Bonbons zog er zurück und beschränkte sich ab 1900 lediglich auf die Rolle des Erzeugers, d. h. die Herstellung.
  • Zwischen den Mozartkugel-Herstellern Mirabell bzw. österreichischen Regierungsvertretern und Reber entbrannte Ende der 1970er Jahre ein Rechtsstreit um die Markenrechte. 1981 hatten österreichische Regierungsbeamte versucht, ein Abkommen zu erwirken, das nur österreichische Produzenten zur Herstellung und zum weltweiten Export von Mozartkugeln berechtigen sollte. Reber hatte seinerzeit dagegen protestiert. Die Mozartkugel-Frage beschäftigte auch den Bonner Bundestag[92]. Der Spiegel sprach im Sommer 1982 sogar von einem „Mozartkugel-Krieg“.[93] Das Mitglied des Europäischen Parlaments Ingo Friedrich richtete ebenfalls im März 1982 eine Anfrage an die EG-Kommissiion.[94] Schließlich entschied auch die Kommission in Brüssel über den Streitfall, die Beamten „wiesen das Vertragswerk ab.“
  • Im Jahr 1996 wurde ein Urheberstreit zwischen Fürst und einer Tochtergesellschaft des Schweizer Lebensmittelkonzerns Nestlé – die eine „Original Austria Mozartkugel“ auf den Markt bringen wollte – in dritter Instanz entschieden: Nur die Produkte der Konditorei Fürst dürfen Original Salzburger Mozartkugel genannt werden.[95][36]
  • Einem Gerichtsurteil vom Dezember 2017 zufolge darf nur die Konditorei Fürst die Mozartkugel in silbernes Stanniolpapier mit blauem Aufdruck einwickeln.[96]
  • Die vielen Mozartkugel-Nachahmungen führten schließlich zu einem von Paul Fürsts Nachfahren angestrengten Rechtsstreit, der sich mit den Namensrechten, nicht mit dem Rezept, befasste. Die Auseinandersetzungen betrafen zunächst nur Salzburger Konditoreibetriebe, dann auch die Konkurrenz aus Deutschland. Es kam schließlich zu einer Einigung: Die Konkurrenten müssen sich mit anderen Namen begnügen, so etwa das in Grödig bei Salzburg beheimatete Unternehmen Mirabell mit Echte Salzburger Mozartkugeln, nach Übernahme durch Salzburg Schokolade 2014 Mirabell [...] Mozartkugeln (Insolvenz am 29. November 2021[97]), oder das bayerische Unternehmen Reber mit Echte Reber Mozart-Kugeln.

Rezeption in Literatur und Kunst (Auswahl)

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  • In seinem 1892 erschienenen Roman ‚Hermann Ifinger‘ berichtete Adolf Wilbrandt von einem Treffen seiner Hauptperson Ifinger mit dem Wiener Baron Ansbach im Salzburger Cafe ‚Tomaseli‘ und über dessen Genuss der dortigen Spezialität der Mozartkugeln:
Am Ende des Marktplatzes, schon im Schatten, unter dem hohen Gemäuer der ‚Residenz‘, hielt ihn der freistehende Pavillon des Cafe ‚Tomaseli‘, und der Anblick eines unendlich behaglichen Idylls, das seiner Aufregung und Verstörtheit förmlich zu spotten schien. Der dicke Baron Ansbach saß vor dem Pavillon im Freien an einem Tischchen; er trank Schokolade und aß ‚Mozartkugeln‘ dazu. Seine kleinen, glänzenden Augen blickten mit der entschiedensten Heiterkeit in die Welt hinaus; sie schienen sich mitzufreuen und es mitzugenießen, daß der kleine Mund da unter ihnen seinen ihm zukommenden guten Tag hatte. … Ifinger entdeckte den Baron Ansbach aus Wien und dieser erwiderte: ‚Eine gute Salzburger Spezialität, diese Mozartkugeln. Man kann merkwürdig viel davon essen…‘ … Sie sprachen beide von einer merkwürdigen, pikanten Person – goldne Haare und goldner Gürtel -– Dem Baron blieb eine ‚unwiderruflich letzte‘ Mozartkugel, in die er eben hineinbiß, zwischen den Zähnen stecken.[98][99]
  • In dem Artikel vom 7. Februar 1906 aus der ‚Österreichischen Buchhändler-Correspondenz’ des österreichischen Buchhandels hinsichtlich der kulturellen und literarischen Erwähnung der Salzburger Mozartkugeln heißt es zu dem Mozartfest:
Wir erhalten die folgende Zuschrift: Das Salzburger Mozarteum mobilisiert die Tabaktrafikanten für seine Zwecke. Nach den jedem Salzburgkenner liebwerten Mozartkugeln aus Schokolade und Marzipan kommen die Mozartlose. Wer Sinn hat für den traurigen Humor der Sache, betätige sich künftig in seiner angestammten Tabaktrafik auch als Kunstförderer…[100]
  • Nach dem ersten Weltkrieg war vieles knapp und mehrere Länder Europas erklärten Ausfuhrverbote für diverse Rohstoffe und Fertigprodukte. Die Redaktion des Salzburger Volksblattes machte sich einen Spaß und brachte am Faschingssonntag, am 15. Februar 1920 eine komplette humoristische Faschingszeitung heraus. Darin wurde behauptet:
Der Salzburger Landtag hat beschlossen, folgende Artikel mit Ausfuhrverbot zu belegen: Fischblasen aus dem Wallersee, Mozartkugeln, Salzachkieseln, Bilder der Wasserkopfkünstler, Salzburger Nockerln und Regenschnürln.[101]
  • In seinem Feuilleton-Beitrag „Der Schatten“ im Neuen Wiener Journal schrieb Erwin Weill am 3. September 1922 die folgende Traumgeschichte zu den Salzburger Mozartkugeln:
„Mozart-Kugeln“, sagte die junge, blonde Frau und blieb vor der Auslage eines kleinen Geschäfts stehen. „Mozart-Kugeln“ … Ihr Gatte betrat den Laden. Kam gleich darauf mit einer großen Düte zurück. Die junge Frau nahm eine nach der anderen der in Stanniol gehüllten Kugeln hervor, wog sie in der Hand. Sog den starken Duft nach Schokolade ein. ‚Das war stets mein Wunsch. In Salzburg Mozart-Kugeln zu essen. In meinen Träumen verband sich immer ein Galadiner bei Maria Theresia mit ihnen, ein Diner, nach dessen Beendigung sich Wolfgang Amadeus selbst an das Spinet setzte und tausend Amoretten in den Tönen seiner Musik kicherten. Und der junge Gott bekam in einer rosa Düte, die mit der Kaiserkrone verziert war, eine Menge Schokoladekugeln für sein Spiel. Er war ja damals noch in dem Alter, in dem man die Süßigkeiten den Lorbeeren vorzieht. Die Kaiserin küßte ihn auf die Stirn und lächelte: „Von heute ab sollen diese Kugeln nach Ihm Mozart-Kugeln heißen, mein kleiner Maestro.“[102]
  • In der von Karl Kraus herausgegebenen Zeitschrift Die Fackel vermerkte dieser 1923 folgende Tagesnotiz:
Bei den Papuas – Das „Alpenländische Syndikat der In- und Auslandspresse“ („ASA“) veranstaltete am Donnerstag abends in der blumengeschmückten Veranda der Bahnhofsrestauration Karl Moser ihren zweiten geselligen Abend. … Der Abend war künstlerisch genußreich. Die Bahnhofsrestauration Moser hatte sich auch der Presseveranstaltung angepaßt und eine Speisekarte zusammengestellt, auf der „Schillerlocken“, „Mozartkugeln“, „Markartbraten“ usw. zu lesen waren.[103]
  • Alfred Polgar äußerte sich 1926 in seinen Schriften „Ja und nein, schriften des kritikers“ wie folgt über Wolfgang Amadeus Mozart:
Bei Lebzeiten kam er über den geographischen Zufall seiner Geburt ziemlich hinweg. Aus dem Sarg heraus aber reklamiert ihn die Wiege. Gedenkhaus, Monument, Museum, sowie die Erfindung der köstlichen „Mozartkugeln“ sichern der Stadt unsterblichen materiellen und moralischen Zinsengenuß von des Sohnes Unsterblichkeit.[104]
  • Über die Ausfüllung der Pausen während der Salzburger Festspiele vermerkte der Kölner Publizist und Kulturkritiker Dr. Wilhelm Haanen 1932:
In Salzburg sitzt man in den Pausen in uralten Schenken, erzählt Geschichten aus dem Wiener Wald, trinkt Tiroler Landwein und die amerikanische Miß quetscht sich, von Lokalrührung ergriffen, eine Mozartkugel zwischen die Zähne. Mozartkugeln sind Pralinen und in ihrer köstlichen Mischung ein Gedicht …[105]
  • Die Kleine Volks-Zeitung (Wien) startete 1936 unter der Überschrift „Kinder-Volks-Zeitung“ ein Ferienpreisausschreiben. In diesem Rahmen beschrieb die 12-jährige Liesl Frankenbusch einen Tagesausflug nach Salzburg, der zum Mozarthaus führte:
Mozartkugeln und Mirabell. Durch breite, große Straßen und engere kleine Gäßchen, in denen es Geschäfte aller Art gibt, geht es zum Mozart-Haus. Man kommt hin und ist fast enttäuscht, in welch einfachem, kleinem Häuschen der berühmte Komponist geboren wurde. … Wegen Mittagspause war aber eine Führung nicht möglich … Da entdeckten wir in der Nähe einen Zuckerbäcker, und wir beschlossen, eine kleine Stärkung zu uns zu nehmen. Wir traten ein und baten die Verkäuferin um etwas Salzburgisches. Sie griff in ein Glas und nahm ein paar Kugeln heraus, Das sind die berühmten „Mozart-Kugeln“. Sie sind teuer und sehr gut. Innen ist Marzipan und außen eine Schokolademasse. Frisch gestärkt zogen wir weiter zum Mirabellgarten.[106]
  • Der deutsche Journalist Dietmar Schmidt schilderte 1938 seine Eindrücke einer Reise nach Salzburg. In der Mitteldeutschen National-Zeitung stellte er fest:
Wer es noch nicht wüßte, daß die schöne, von Mönchsberg und Kapuzinerberg überragte Stadt auch die Heimat Mozarts ist, den würden schon bei seiner Ankunft auf dem Bahnhof geheimnisvolle, silberpapierumwickelte Kugel in allen Größen daran erinnern, die hier auf Schritt und Tritt feilgeboten werden. Auch die „Mozartkugeln“ mit ihrem süßen Inhalt sind eins der Wahrzeichen Salzburgs und bei weitem nicht das schlechteste. Wer sie probiert hat, wird das bestätigen.[107]
  • In seinem 1946 erschienenen „Familienidyll“ ‚Die Dampftramway‘ erwähnte Erhard Buschbeck aus seiner frühen Jugendzeit den Salzburger Konditor Karuth und dessen Frau als Betreiber eines angesehenen Geschäfts am Ludwig-Viktor-Platz. Ihnen schrieb er zudem die Erfindung der sogenannten „Mozart-Kugeln“ zu, einer Mischung aus Marzipan und feiner Schokolade, die in Stanniol verpackt und mit einem Mozart-Kopf versehen worden seien:
Zumeist waren es jedoch der Konditor Karuth und seine Frau, die im gleichen Hause am Ludwig-Viktor-Platz für die süßen Genüsse der Salzburger sorgten und es verstanden hatten, ihr Geschäft zu dem angesehensten seiner Art zu machen, was sich schon darin ausdrückte, daß sie eine Filiale in der Getreidegasse dem beliebten Hauptgeschäft anschließen konnten. Sie waren auch die Erfinder der sogenannten „Mozart-Kugeln“, einer wohlausgewogenen Mischung von Marzipan und feiner Schokolade. Die runden Dinger wurden in Stanniol eingewickelt und mit einem Mozart-Kopf so appetitlich beklebt, daß kein Fremder dieser Spezialität widerstehen konnte. Mit dem armen Mozart, der zeitlebens andere Sorgen gehabt hatte, unterhielten die Kugeln allerdings keine anderen Beziehungen, als sie geschäftliche Pfiffigkeit ersonnen hatte, die dem unsterblichen Meister selbst bekanntlich in weitem Maße abging. Herr Karuth und seine Frau waren aber durch sie recht rundlich geworden und ihr gepflegtes Aussehen zeigte aufs angenehmste an, daß sie ihre Wohlhabenheit auch für sich als verpflichtend erachteten. Ich habe übrigens sicher keine Berechtigung, den guten Leuten Übles nachzusagen, denn noch heute könnte es mir in lässigen Stunden den Mund wässern, wenn ich an die phantasievollen und immer nur mit besten Mitteln zubereiteten Bäckereien denke, die uns Tante Emilie an den verschiedenen Geburtstagen, zu Weihnachten und Ostern aus dem Karuthschen Geschäft gebracht hatte.[108]
  • In seinem 2006 erschienenen Erlebnisbericht „Honigsüß und gallenbitter“ beschrieb der rumänisch-israelische Schriftsteller Josef Norbert Rudel (1921–2006) Geburtstage in seiner Kindheit u. a. mit folgenden Worten:
Dennoch hatte ich auch freudige Geburtstage, besonders wenn Mama von ihren Winterwareneinkaufsreisen aus Wien zurückkam. Dann reicherten sich meine Schubladen mit Farbstiften, Radiergummis und Abziehbildern an. … In Mamas Geburtstagspaketen fehlten nie die knusprigen Mannerschnitten und die Schokoladenkugeln mit dem Bild des Jungen Mozart (heute Mozartkugeln genannt).[109]

(Berichte von Musikexperten und Musikern)

  • Der Berliner Musikexperte Dr. Heinrich Reimann nahm an der 1891 stattgefundenen 100-Jahrfeier anlässlich Mozart’s Todestages in Salzburg teil und berichtete über diese „Mozart-Centenarfeier“ ausführlich in der Allgemeinen Deutschen Musik-Zeitung. Darin wurden auch die Mozartkugeln, mit denen „Baumanns Nachfolger“ das berühmteste Salzburger Cafe Tomaselli belieferten, erwähnt:
Also Salzburg und immer wieder Salzburg! Anstatt einer Centenarfeier, dem Genius Mozart’s dargebracht, erlebte man wenig besseres, als man bei den regelmässigen Musik- und Sängerfesten zu erleben gewohnt ist. Nur dass der Name Mozart hier auf alles Gutes und Böses, Erhabenes und gemein Alltägliches seinen Schein werfen musste, so dass man sogar in Petrikeller nur Mozart-Wein trank und im Cafe Tomaselli Mozart-Chokoladenkugeln zu Dutzenden vertilgte.[110]
  • Der österreichische Komponist Richard von Perger beschreibt 1910 in „Die Zeit“ ein alljährliches Musikfest zu Ehren von Mozart. In seinem Feuilleton-Beitrag heißt es:
Im übrigen Mozart, wohin der Blick schweift. Das ehrwürdige, akademische, steife Standbild ist mit Kränzen und Flaggen geschmückt, in den Auslagefenstern gibt’s Mozartbüsten, Mozartporträts, Mozarthüte und Mozartbonbons … Armer Meister, der du als Jüngling von deinem hiesigen Brotherrn gleich einem Bettler behandelt, ein „dummer Fax“ gescholten und vor die Tür gesetzt worden bist, hättest du dir doch jemals eine einzige Schachtel solcher Bonbons kaufen können![111]
Die Salzburger, … sie reden nie von sich und der Gegenwart … , sondern nur von der Vergangenheit und von Mozart. In einem Hause ist er geboren, in sehr vielen hat er gelebt, es gibt Mozart-Pasta, Mozart-Kugeln, Mozart-Schnitzel, mit einem Wort, alles in Salzburg hat bezug auf Mozart, wie in Rom alles von Michelangelo ist.[112]
  • Der Artikel „Variations“ im Musical Courier, New York, USA vom 8. August 1931 ist ein Reise- und Kulturbericht des Chefredakteurs über Wien und Salzburg im Sommer 1931.
Eine besondere Episode im Artikel schildert ein Gespräch mit der Geigerin Erika Morini. Beim Dessert im Stadtpark-Restaurant gesteht Morini: „Another Morini confession is that she dearly loves Mozart-Kugel, a locally famous globular chocolate confection filled with marzipan, and made only in Ischl and Salzburg. ‘However,’ she added ruefully, ‘whenever I manage to smuggle in a bag of the Kugel, Mrs. Neumann’s watchful eye catches me after a few moments and she limits me at the most to three of the bon-bons, as they are rather expensive.’“ Damit ist folgender Sachverhalt gemeint: Die österreichisch-amerikanische Geigerin Erika Morini (eine prominente Besucherin) liebt Mozart-Kugeln, jene runden Schokoladensüßigkeiten mit Marzipanfüllung. Sie bemerkt humorvoll, dass sie von ihrer Begleiterin Frau Neumann streng überwacht wird, damit sie nicht zu viele von den kostspieligen Pralinen nascht.[113]
  • In den gesammelten Briefen von Gustav Mahler an seine Frau Ilma und den 1939 verfassten Erinnerungen von Ilma Werfel-Mahler findet sich folgende Schilderung, die sich auf die Reise von Mahler im August 1905 nach Salzburg bezieht:
Er fragte mich beim Abschied, ob er mir von Salzburg etwas mitbringen dürfe, und ich bat um Salzburger Marzipan und Mozartkugeln. Bei seiner Rückkehr holte ich ihn von Klagenfurt ab. Er stieg aus, hinter sich eine große Kiste dreinschleifend – Hunderte von Mozartkugeln und Marzipankartoffeln mußten nun schnell aufgegessen werden, und die ganze Nachbarschaft hatte ihre Freude an seiner ungeheuerlichen Generosität und – Ahnungslosigkeit.[114][115]
  • Seine Würdigung der Wiener Sängerknaben anlässlich ihres 500sten Jubiläums begann der österreichische Wirtschaftshistoriker und Musikkritiker Derek Weber 1998 in der Neuen Zürcher Zeitung mit folgender Feststellung:
Von Österreich kennt der durchschnittliche Weltbürger zumindest drei Dinge: die Mozartkugeln, die Lipizzaner Pferde in der spanischen Hofreitschule und die Wiener Sängerknaben. Zwei davon feiern heuer ein Jubiläum …[116]

Kunst und Bildhauerei

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  • Mozartkugel im Guinness Buch der Rekorde: Am 27. Oktober 1988 präsentierte „Reber Spezialitäten“ in der Karstadt Filiale in Dortmund eine 1.000 kg schwere Mozartkugel mit einem Durchmesser von 1,3 m. Dies führte zu einem Eintrag in das Neue Guinness Buch der Rekorde 1991.[117]
  • Im Winter 2005/06 und im Frühjahr 2006 wurden in der Salzburger Altstadt 75[118] bzw. 80 überdimensionale, im Durchmesser etwa 1,60 Meter große, aus Polyester gefertigte Mozartkugeln ausgestellt, die von 24 Künstlern gestaltet worden waren.[119] In der Nacht vom 27. zum 28. März 2006 war diese Aktion von einem Vandalenakt betroffen. Unbekannte montierten in der Franziskanergasse eine der Kugeln vom Boden ab, auf dem sie mit Schrauben befestigt war. Danach rollten die Täter die Kugel auf die Straße, wobei ein Schaden von rund 7000 Euro entstand.[120] Im Mai 2006 wurden 24 der Kugeln nach Wien gebracht – zwölf am Wiener Westbahnhof und zwölf am Universitätscampus, dem Alten AKH – und danach bis Ende des Jahres 2006 versteigert.[118] Die Kugeln als Kunstwerke hatten allesamt eigene Namen und hießen beispielsweise Anbetung oder Einmozarteinbadgasteinmozarteinbadgastein.[118] Als weitere Stationen der Kugeln wurden in einem Bericht in Der Standard vom März 2006 auch noch Baden, Paris, Stuttgart und Koblenz angeführt.[119]

Film & Fotografie

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Commons: Mozartkugel – Sammlung von Bildern
Wiktionary: Mozartkugel – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise

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  1. F. Jürgen Herrmann: Das Grosse Lexikon der Speisen, Fachbuchverlag Pfanneberg, Haan-Gruiten, 2012, ISBN 978-3-8057-0513-4, S. 643.
  2. Neue Würzburger Zeitung, 9. September 1842, S. 3.
  3. Der bayerische Volksfreund, 16. September 1842, S. 1376
  4. Salzburger Chronik 24. November 1928, S. 4
  5. K. Adrian: Salzburger Landeskunde, in: Salzburger Volksblatt, 24. November 1928, S. 8
  6. Dr. Ulrike Kammerhofer-Aggermann: Die Mozartkugel. Von der lokalen Spezialität zum nationalen Symbol Österreichs. In: Salzburger Volkskultur. Forum Salzburger Volkskultur, abgerufen am 7. August 2025.
  7. Neues Wiener Tagblatt, 19. Juli 1877, S. 8
  8. Mozart Praliné Bar von Reber (Youtube-Video)
  9. salzburg ORF at/Agenturen red: Neuer Streit um Salzburger Mozartkugel. 30. August 2025, abgerufen am 31. August 2025.
  10. Salzburger Specialität Mozartkugel - Anzeige in: Die Presse, 3. Februar 1881 (Digitalisat ANNO Wien).
  11. Neuer Streit um Salzburger Mozartkugel. In: salzburg.orf.at. 30. August 2025, abgerufen am 30. August 2025.
  12. Inserat zu Mozartkugeln von Rudolf Baumann, in: Die Presse, 31. Jänner 1881 (ANNO Wien Digitalisat)
  13. Inserat von Paul Fürst in: Salzburgischer Geschäfts-, Volks- und Amts-Kalender für das Jahr 1900
  14. Inserat von Paul Fürst in: Salzburgischer Geschäfts-, Volks- und Amts-Kalender für das Jahr 1902
  15. Inserat von Paul Fürst in: Salzburgischer Geschäfts-, Volks- und Amts-Kalender für das Jahr 1903
  16. Inserat von Paul Fürst in: Salzburgischer Geschäfts-, Volks- und Amts-Kalender für das Jahr 1904
  17. Inserat zu Mozartkugeln von Rudolf Baumann, in: Die Presse, 31. Jänner 1881 (ANNO Wien Digitalisat)
  18. Inserate zu Mozart-Kugeln, in: Neuigkeits-Welt-Blatt, 6. Februar bis 1. März 1881 (Google-Digitalisat)
  19. Inserat Mozart-Kugeln, in: Neuigkeits-Welt-Blatt, 8. Februar 1881
  20. Inserat Mozart-Kugeln, in: Neuigkeits-Welt-Blatt, 22. Februar 1881
  21. Inserat Mozartkugeln, in: Die Presse, 3. Mai 1883, S. 16. (Digitalisat ANNO Wien).
  22. Inserat Salzburger Specialität Mozartkugeln, in: Die Presse, 24. Mai 1883, S. 12. (Digitalisat ANNO Wien).
  23. Inserat Rudolf Baumann, Zuckerbäcker, in: Führer durch Salzburg, Berchtesgaden, Reichenhall und Umgebung. 8. durchgesehene Auflage, Salzburg 1884, S. 32.
  24. Paul Fürst’s Conditorei, in Salzburger Fremden-Zeitung, 18. September 1888 (Digitalisat ANNO Wien)
  25. Adolph Wilbrandt: Hermann Ifinger: Roman. Cotta, 1892 (google.de [abgerufen am 12. November 2025]).
  26. [ https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=nwg&datum=18870820&query=%22von+Gro%c3%9f+und+Klein+gesch%c3%a4tzten%22+%22Mozartkugeln%22&ref=anno-search&seite=5 Neues Wiener Tagblatt, 20. August 1887]
  27. Kölner Nachrichten. 1870-1892 - Deutsches Zeitungsportal. Abgerufen am 12. November 2025.
  28. Sterbefälle: Louise Karuth, in: Salzburger Chronik für Stadt und Land, 4. Jänner 1928 (Anno Wien)
  29. Registereintrag in: Salzburger Volksblatt, 16. Oktober 1893 (ANNO Wien)
  30. Ein Wort zur Aufklärung, in: Salzburger Zeitung, 21. Jänner 1893
  31. Inserat Paul Fürst, Konditor, in: Führer durch Salzburg, Berchtesgaden, Reichenhall und Umgebungen, Salzburg 1896 (12. Auflage)
  32. Inserat Paul Fürst, Konditor, in: Führer durch Salzburg, Berchtesgaden, Reichenhall und Umgebungen, Salzburg 1898 (13. Auflage)
  33. Anzeige Theater-Conditorei von L. Karuth, in: Salzburger Volksblatt, 4. August 1894, S. 5.
  34. Anzeige Conditorei L. Karuth & Co., in: Salzburger Volksblatt, 11. Dezember 1899
  35. a b Dipl. Ing. Hofbauer: Mozart und die Kugel. In: Konditorei und Cafe. Band 33, 30. August 1980, S. 1234 ff.
  36. a b Oberster Gerichtshof (OGH): Entscheidung 4Ob2131/96b. In: Rechtsinformationssystem des Bundes. 1996, abgerufen am 5. Oktober 2025.
  37. Inserat von Paul Fürst in: Salzburgischer Geschäfts-, Volks- und Amts-Kalender für das Jahr 1900
  38. Inserat von Paul Fürst in: Salzburgischer Geschäfts-, Volks- und Amts-Kalender für das Jahr 1902
  39. Inserat von Paul Fürst in: Salzburgischer Geschäfts-, Volks- und Amts-Kalender für das Jahr 1903
  40. Inserat von Paul Fürst in: Salzburgischer Geschäfts-, Volks- und Amts-Kalender für das Jahr 1904
  41. Inserat der Conditorei Carl Schatz, in: Salzburger Volksblatt, 9. Juli 1901, S. 7. (Anno Wien)
  42. Inserat der Konditorei Karl Schatz, in: Salzburger Volksblatt, 4. August 1905, S. 10. (Anno Wien)
  43. Inserate der Konditoreien Fürst und Schatz, in: Salzburgischer Geschäfts-, Volks- und Amts-Kalender des Jahres 1906 (ÖNB-Digitalisat)
  44. Anzeige Konditorei Schatz, in: Salzburger Amtskalender, 1931, S. 241. (ÖNB Digitalisat)
  45. Anzeige Konditorei Schatz, in: Salzburger Amtskalender, 1933, S. 231.
  46. Inserat von Gustav Fürst, in. Salzburger Volksblatt, 12. Dezember 1925 (Anno Wien Digitalisat)
  47. Inserat von Gustav Fürst, in. Salzburger Chronik für Stadt und Land, 17. Dezember 1925 (Anno Wien Digitalisat)
  48. Die Salzburger „Mozartkugeln“, in Illustrierte Kronen Zeitung, 15. Dezember 1937, S. 8.
  49. Der Salzburger Konditor August Mayer, in: Illustrierte Kronen Zeitung, 12. Dezember 1937 (Anno Wien Digitalisat)
  50. Webseite der Konditorei Schatz, abgerufen am 14. September 2025.
  51. Maximilian Neumair: Kampf um die Mozartkugel: Historiker entdeckt wahren Erfinder, in: Abendzeitung München, 2. September 2025.
  52. Historiker zweifelt an Urheberschaft der Konditorei Fürst – Neuer Streit um Erfindung der Mozartkugel, in: Südtirol News, 30. August 2025.
  53. Internationale Ausstellung Paris 1905, in: Der Böhmische Bierbauer, 1. August 1905
  54. Exposition d'Alimentation et d’Hygiène Appliquée, in: Le Progrès moderne : journal hebdomadaire illustré, 23. April 1905, S. 6
  55. Paul Fürst, gelistet für den Erhalt einer Ehrenurkunde für seine Teilnahme in Paris 1905, S. 5. In: Bibliothèque Nationale de France (BNF). Le Progrès moderne. Organe du Commerce et de l'Industrie, 7. Dezember 1905, abgerufen am 10. Oktober 2025 (französisch).
  56. Inserat von Paul Fürst, inkl. Abb. der Goldmedaille Paris 1905, in: Salzburgischer Geschäfts-, Volks- und Amts-Kalender für das Jahr 1907, Anzeigenteil S. 50. (ÖNB-Digitalisat)
  57. Inserat von Paul Fürst mit Golmedaille im Salzburgischen Geschäfts-, Volks- und Amts-Kalender für das Jahr 1910 (ÖNB-Digitalisat)
  58. Inserat von Paul Fürst mit Golmedaille im Salzburgischen Geschäfts-, Volks- und Amts-Kalender für das Jahr 1913 (ÖNB-Digitalisat)
  59. Anzeige Conditorei Paul Fürst, in: Salzburger Volksblatt, 19. Juni 1902, S. 7. (Anno Wien)
  60. Werbung Konditorei Johann Blieberger Salzburg, Brodgasse 13 - Neue Zeit 16. September 1950 S. 11
  61. Stefanie Schenker: Fürst lüftet Geheimnis seiner berühmten Original Salzburger Mozartkugel. In: Salzburger Nachrichten. Salzburger Nachrichten, 23. Mai 2025, abgerufen am 6. Juni 2025.
  62. Original Salzburger Mozartkugel Unsere Geschichte. In: Website Cafe Konditorei Fürst. Cafe Konditorei Fürst, 2025, abgerufen am 6. Juni 2025.
  63. „1939–1953: Lebensmittelkarten“ – Überblicksartikel zur Lebensmittelbewirtschaftung in Österreich: Rationierung mit Kriegsbeginn eingeführt, erst 1949–1953 schrittweise abgeschafft; Kalorienrationen stiegen erst 1948 wieder auf ein ausreichendes Niveau.
  64. Wien Museum, „Ernährung nach dem Zweiten Weltkrieg“ – Nach 1945 weiterhin Mangel; Abbau der Rationierung ab 1948, erst im Juli 1953 keine Lebensmittelkarten mehr.
  65. Österreichische Mediathek, „1947–1948“ – Dokumentation zu Hilfslieferungen in Wien nennt explizit Waren wie Zucker und Kakao unter den importierten Hilfsgütern.
  66. Werbung Konditorei Johann Blieberger Salzburg, Brodgasse 13 - Neue Zeit 16. September 1950 S. 11
  67. Stefanie Schenker: Fürst lüftet Geheimnis seiner berühmten Original Salzburger Mozartkugel. In: Salzburger Nachrichten. Abgerufen am 7. August 2025.
  68. Salzburger Fenster (Memento vom 21. Mai 2008 im Internet Archive), abgefragt am 18. Juni 2008.
  69. 3,8 Millionen Stück Mozartkugeln - In der neuen Manufaktur in Elsbethen wird nun teilautomatisiert und mit maschineller Unterstützung produziert (Pressreader)
  70. Wie macht man eigentlich eine Mozartkugel - Zunächst wird das Nougat in Marzipan gerollt, die Kugel wird dann in warme Schokolade getunkt - Erich Kocina „Die Presse“ vom 21. September 2025
  71. Stéphanie Souron: Mozartkugeln in Salzburg: Nur echt mit Nippel. spiegel.de, 9. September 2013, abgerufen am 9. September 2013.
  72. Pralinenkrieg ums Original (Memento vom 6. Oktober 2007 im Internet Archive)
  73. Inserat zu Mozartkugeln von Rudolf Baumann, in: Die Presse, 31. Januar 1881 (ANNO Wien Digitalisat)
  74. Inserat von Paul Fürst mit Golmedaille im Salzburgischen Geschäfts-, Volks- und Amts-Kalender für das Jahr 1910 (ÖNB-Digitalisat)
  75. Inserat von Paul Fürst mit Golmedaille im Salzburgischen Geschäfts-, Volks- und Amts-Kalender für das Jahr 1913 (ÖNB-Digitalisat)
  76. Johannes Honsell: Mozartkugel Runde Geschäfte. auf: sueddeutsche.de, 19. Mai 2010, abgerufen am 29. November 2021.
  77. kleinezeitung.at.
  78. Pressebericht zur Herstellung von Mozartkugeln bei Haas&Haas, in: Wie macht man eigentlich eine Mozartkugel?, Die Presse, 21. September 2025
  79. IMMER WIEDER DLG-GOLD FÜR REBER Reber, abgerufen am 12. März 2023.
  80. Gernot Lingelbach: Highlight der Woche: Neue Mozartkugelkomposition Pos Marketing Blog, 28. Mai 2020, abgerufen am 12. März 2023.
  81. Halloren Spezialitäten
  82. www.mozartkugel.at, Kraft Foods Österreich
  83. Corona macht auch vor der Mozartkugel nicht Halt, Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 1. Dezember 2021.
  84. Meldung beim ORF vom 29. November 2021
  85. sn.at auf sn.at, 15. Dezember 2021, abgerufen am 15. Dezember 2021.
  86. Hannes Gaisch-Faustmann: Der bittere Abschied der Mozartkugel aus Salzburg Kleine Zeitung, 16. Juli 2024.
  87. Letzte Mirabell-Mozartkugel in Salzburg produziert. In: derstandard.at. 6. Dezember 2024, abgerufen am 6. Dezember 2024.
  88. Salzburg Schokolade wieder in Konkurs, abgerufen am 29. Mai 2025.
  89. Das alte Mozart-Bildnis findet sich auf einer Meldung der Gratiszeitung "heute" vom 1. Dezember 2021.
  90. Mozartkugeln 100g. In: heindl.co.at. Abgerufen am 10. November 2022.
  91. hofbauer.com, Lindt & Sprüngli
  92. Dr. Voss (CDU/CSU): Auswirkung eines Verbots der Markenbezeichnung „Mozartkugeln“ für deutsche Herstellerfirmen, Deutscher Bundestag, Antworten der Bundesregierung auf schriftliche Fragen, 18. Januar 1982, S. 12
  93. Nix zu machen Eine bayrische Pralinenfabrik, die Mozartkugeln erzeugt, steht durch ein deutsch-österreichisches Herkunftsabkommen vor dem Ruin., in: Der Spiegel, Nr. 31, 1. August 1982
  94. Anfrage von Ingo Friedrich an die EG-Kommission zu Mozartkugeln Nr. 62/82, 25. März 1982, S. 22
  95. Mozartkugeln: echt oder original? auf handelsblatt.de, 28. Januar 2006.
  96. Fürst gewinnt Rechtsstreit über Mozartkugel, ORF, 15. Dezember 2017.
  97. Mozartkugel-Hersteller rollt in die Pleite. In: orf.at. 29. November 2021, abgerufen am 10. November 2022.
  98. Adolf Wilbrandt: Hermann Ifinger, Roman, Stuttgart 1892, S. 158/159.
  99. Adolf Wilbrandt: Hermann Ifinger, Roman, Stuttgart 1901, 5.Auflage
  100. Österreichische Buchhändler-Correspondenz, 7. Februar 1906, S.7. Die Salzburger Mozartkugel - Erwähnung im Artikel über das Salzburger Mozarteum.
  101. Ausfuhrverbot, in: Salzburger Volksblatt, 15. Februar 1920 (ANNO Wien)
  102. Erwin Weill, Feuilleton-Beitrag „Der Schatten“, in: Neues Wiener Journal, 3. September 1922, S. 3.
  103. Karl Krauss (Hrsg.): Die Fackel, Mitte Oktober 1923, S. 27f.
  104. Alfred Polgar: Ja und Nein. Kritisches Lesebuch, Berlin 1926, Bd. 1, S. 301.
  105. Dr. Haanen: Salzburger Festspiele, in: Westdeutsche Landeszeitung: Gladbacher Volkszeitung und Handelsblatt, 10. August 1932, S. 4
  106. Liesl Frankenbusch: Ein Tag in Salzburg, in: Kleine Volks-Zeitung, 2. August 1936, S. 18.
  107. Dietmar Schmidt: Wo Mozarts Wiege stand – Eindrücke einer Salzburgreise, in: Mitteldeutsche National-Zeitung, 29. Juni 1938, S. 9 (Deutsches Zeitungsportal)
  108. Erhard Buschbeck: Die Dampftramway oder Meine alten Tanten reisen um die Welt. Ein Salzburger Familienidyll. Verlag Erwin Müller, Wien 1946, S. 19. Katalogeintrag der Deutschen Nationalbibliothek
  109. Josef Norbert Rudel: Linas Geburtstagsgeschenk, in: Die Stimme – Mitteilungsblatt für die Bukowiner, 1.12.2015, S. 2
  110. Dr. Heinrich Reimann: Die Mozart-Centenarfeier in Salzburg, in: Allgemeine Deutsche Musik-Zeitung, 24./31. Juli 1891, S. 396 (Google-Digitalisat)
  111. Richard v. Perger: Mozart-Tage, in: Die Zeit, 2. August 1910, S. 1
  112. Eugenie Schwarzwald: Amusikalische Bemerkungen zum Salzburger Musikfest, in: Neue Freie Presse, 30. August 1924, S.9 (ANNO Wien Digitalisat)
  113. Direkte Zitate stammen aus Musical Courier, New York, USA vom 8. August 1931 (Chefredakteurskolumne “Variations”). Zur Geschichte der Mozartkugel.
  114. Alma Mahler: Gustav Mahler – Erinnerungen und Briefe, 1949, Amsterdam, Bermann-Fischer Verlag, S. 131.
  115. Ein Glück ohne Ruh - Die Briefe Gustav Mahlers an Alma. Siedler Verlag, Berlin 1995, ISBN 3-88680-577-8, S. 288.
  116. Derek Weber: Eine sehr österreichische Institution - 500 Jahre Wiener Sängerknaben, in: Neue Zürcher Zeitung, Nr. 189, 18. August 1998
  117. Das neue Guinness Buch der Rekorde 1991, S. 317
  118. a b c FÜR GUTEN ZWECK, abgerufen am 29. Mai 2025.
  119. a b Mozart kugelt durch Salzburg, abgerufen am 29. Mai 2025.
  120. derStandard.at: Vandalenakt an Mozartkugel
  121. "Mozartprojekt" (Memento vom 9. Februar 2014 im Internet Archive)
  122. Eintrag auf IMDB, Homepage (Memento vom 4. November 2006 im Internet Archive)
  123. Eintrag auf IMDB