Mudenbach

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Dieser Artikel erläutert die Ortsgemeinde Mudenbach im Westerwaldkreis; zum gleichnamigen Bach siehe Mudenbach (Wied).
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Mudenbach
Mudenbach
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Mudenbach hervorgehoben
50.6677777777787.7352777777778286Koordinaten: 50° 40′ N, 7° 44′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Westerwaldkreis
Verbandsgemeinde: Hachenburg
Höhe: 286 m ü. NHN
Fläche: 4,78 km²
Einwohner: 735 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 154 Einwohner je km²
Postleitzahl: 57614
Vorwahl: 02688
Kfz-Kennzeichen: WW
Gemeindeschlüssel: 07 1 43 267
Gemeindegliederung: 3 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Gartenstraße 11
57627 Hachenburg
Webpräsenz: www.hachenburg-vg.de
Ortsbürgermeisterin: Christa Hülpüsch
Lage der Ortsgemeinde Mudenbach im Westerwaldkreis
Karte

Mudenbach ist eine Ortsgemeinde im Westerwaldkreis in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Hachenburg an.

Geographische Lage[Bearbeiten]

Mudenbach liegt auf 286 m Höhe im nördlichen Teil des Westerwaldes an der Wied. Die Gemeinde ist überwiegend landwirtschaftlich strukturiert. Zu Mudenbach gehören die Ortsteile Farrenau und Hanwerth. Die Gemarkung grenzt im Westen an Borod und Ingelbach (Landkreis Altenkirchen), im Norden an Kroppach und Marzhausen, im Osten an Hattert und im Süden beim Ortsteil Hanwerth an Wahlrod.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Ort wurde erstmals 1270 urkundlich erwähnt.

Mudenbach gehörte zum Kirchspiel Kroppach und landesherrlich zur Grafschaft Sayn. Die Einwohner wurden nach der Einführung der Reformation in der Grafschaft Sayn lutherisch und später reformiert.[2] Nach der Landesteilung der Grafschaft Sayn im 17. Jahrhundert gehörte Mudenbach zur Grafschaft Sayn-Hachenburg. 1799 kam die Grafschaft auf dem Erbweg an die Fürsten von Nassau-Weilburg. Im Zusammenhang mit der Bildung des Rheinbundes kam die Region und damit auch Mudenbach 1806 an das neu errichtete Herzogtum Nassau. Unter der nassauischen Verwaltung war Mudenbach dem Amt Hachenburg zugeordnet. Nach der Annexion des Herzogtums Nassau, kam der Ort 1866 an das Königreich Preußen und gehörte von 1868 an zur Provinz Hessen-Nassau und zum Oberwesterwaldkreis. Seit 1946 ist Mudenbach Teil des Landes Rheinland-Pfalz.

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Mudenbach, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[3]

Jahr Einwohner
1815 203
1835 260
1871 356
1905 477
1939 584
Jahr Einwohner
1950 663
1961 692
1970 732
1987 697
2005 812

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat in Mudenbach besteht aus zwölf Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.[4]

Verkehr[Bearbeiten]

Mudenbach wird über die Landesstraße 265 zur Bundesstraße 8 an das überörtliche Verkehrsnetz angeschlossen. Die Bundesstraße verbindet den Ort mit den Mittelzentren Hachenburg und Altenkirchen. Zu den Autobahnanschlüssen der A 3 Mogendorf und Dierdorf gelangt man über die B 8/B 413. Zur Anschlussstelle Hennef der A 560 gelangt man direkt über die B 8. Der nächstgelegene ICE-Halt ist der Bahnhof Montabaur an der Schnellfahrstrecke Köln–Rhein/Main.

Literatur[Bearbeiten]

  • Markus Müller: Mudenbach – Die Geschichte eines Dorfes in Westerwald von 1270 bis 1995. Eine Chronik der Gemeinde Mudenbach und des Ortsteils Hanwerth nach topographischen, siedlungs- und landesgeschichtlichen, wirtschafts- und sozialhistorischen sowie kulturgeschichtlichen Untersuchungen, Mudenbach 1995.
  • Markus Müller: Der „Steinerne Pfeiler“ von Mudenbach im Westerwald, in: Rheinische Heimatpflege, Neue Folge, 32 (1995), S. 201-205.
  • Markus Müller: Die niederadligen Familien von Mudenbach und Hanwerth im Kontext der Ersterwähnung beider Orte, in: Heimat-Jahrbuch des Kreises Altenkirchen 38 (1995), S. 257-259.
  • Hiltrud Schleiden: Das Schicksal einer Familie aus Mudenbach im Ersten Weltkrieg, in: Wäller Heimat (2014), S. 57-58.
  • Daniel Schneider: Die Entwicklung der Konfessionen in der Grafschaft Sayn im Grundriss, in: Heimat-Jahrbuch des Kreises Altenkirchen 58 (2015), S. 74–80.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Mudenbach – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2014 (Hilfe dazu).
  2. Vgl. Daniel Schneider: Die Entwicklung der Konfessionen in der Grafschaft Sayn im Grundriss, S. 74-80.
  3. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten.
  4. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen