Mugello

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Die Landschaft des Mugello nahe Tirli (Firenzuola)
Die Landschaft des Mugello nahe Bibbiana (Palazzuolo)
Die Villa di Cafaggiolo der Medici

Mugello ist eine italienische Landschaft nördlich von Florenz.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Mugello liegt im nördlichen Teil der Metropolitanstadt Florenz. Er grenzt im Norden an die Metropolitanstadt Bologna und im Westen an die Provinz Prato. Er wird von dem Sieve, einem Zufluss des Arno, durchquert und liegt im Appennino tosco-romagnolo. Weitere Flüsse, die im Mugello entspringen, sind der Santerno, der Savena, der Setta und der Sillaro, die alle nach Norden abfließen. Der Futapass ist Teil der Landschaft. Acht Gemeinden des Mugello haben sich zur Comunità montana del Mugello zusammengeschlossen, blieben aber eigenständige Gemeinden der Provinz.[1]

Gemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 542 traten sich bei der Schlacht von Mucellium die Ostgoten und das Oströmische Reich im Zuge des Gotenkriegs gegenüber. Im Mittelalter war das Mugello Sitz von zahlreichen Adelsgeschlechtern und deren Schlössern. Das Mugello wurde von der florentinischen Republik erobert.

Im Mugello ereignen sich immer wieder Erdbeben. Am 13. Juni 1542 kam es zu einem Beben der Magnitude 6, es gibt Berichte von über 100 Toten, in Scarperia gab es schwere Schäden. Am 29. Juni 1919 erschütterte ein Beben die Erde mit einem Epizentrum in Vicchio, wo der halbe Ort zerstört wurde. Auch bei dieser Katastrophe kamen 100 Menschen in der Region ums Leben.[2]

Motorsport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Umgebung Scarperias liegt die Motorsport-Rennstrecke Autodromo Internazionale del Mugello, die dem Automobilhersteller Ferrari gehört. Auf der Piste wird jährlich der Große Preis von Italien im Rahmen der Motorrad-Weltmeisterschaft ausgetragen. Außerdem wird sie von verschiedenen Formel-1-Teams, vornehmlich der Scuderia Ferrari, als Teststrecke genutzt.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Attilio Mori: MUGELLO. In: Enciclopedia Italiana (1934) (Onlineversion bei treccani.it)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Mugello – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Offizielle Webseite der Unione Montana dei Comuni del Mugello, abgerufen am 15. März 2014 (ital.)
  2. La scheda: il terremoto nel Mugello. In: repubblica.it. 9. Dezember 2019, abgerufen am 9. Dezember 2019 (italienisch).