Muggenhof

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Stadt Nürnberg
Koordinaten: 49° 27′ 44″ N, 11° 1′ 17″ O
Höhe: 290–302 m ü. NN
Fläche: 92,8 ha
Einwohner: 2156 (31. Dez. 2003)
Bevölkerungsdichte: 2.323 Einwohner/km²
Postleitzahlen: 90427, 90429
Vorwahl: 0911
Karte
Lage von Muggenhof in Nürnberg
Dooser Hochbahn in Muggenhof
Dooser Brücke des Ludwigskanal über die Pegnitz (ca. 1845)

Muggenhof ist ein Stadtteil in der Weststadt von Nürnberg und wird heute als statistischer Bezirk 65 geführt.[1]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Muggenhof map 65.png
Der statistische Bezirk Muggenhof grenzt im Westen von Nürnberg, beim U-Bahnhof Stadtgrenze, an Fürth. Die Ringbahn bildet im Südosten die Trennlinie zu Eberhardshof und der Frankenschnellweg im Südwesten zu Leyh. Die Pegnitz bildet im Norden die natürliche Grenze zu Schniegling.[2]

Der statistische Bezirk 65 besteht aus zwei Distrikten. Distrikt 651 Doos liegt nördlich der Fürther Straße und Distrikt 650 Muggenhof südlich davon.[3]

Nachbarstadtteile
Stadtgrenze (Fürth) Schniegling
Nachbargemeinden
Leyh Eberhardshof
Statistische Nachbarbezirke
Schniegling Westfriedhof
Nachbargemeinden Eberhardshof
Höfen Gaismannshof

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Weiler Mugenhoff wurde 1377 erstmals urkundlich erwähnt. Ein erstes Gehöft wurde aber schon im 11. oder 12. Jahrhundert angelegt. 1796 ging Muggenhof an Preußen und 1806 an Bayern. Seit 1808 gehörte Muggenhof zu Höfen und wurde mit diesem am 1. Januar 1899 in die Stadt Nürnberg eingegliedert.[4]

Der erhaltene historische Teil des Weilers genießt heute Ensembleschutz. Der ältesten Wirtschaft im Ort, der sogenannten „Erbschänke“, deren Wurzeln bis ins 15. Jahrhundert zurück reichten, wurde 1510 von Kaiser Maximilian I. das Schenkrecht beurkundet, was zu einem Jahrhunderte andauernden Rechtsstreit mit der Stadt Nürnberg führte, die bereits 1464 von Friedrich III. ein Erbschankrecht auch für den Umkreis erhalten hatte.

Durch Muggenhof führte seit 1835 die erste deutsche Eisenbahn. Der Bahnhof Nürnberg-Doos war noch bis 1991 in Betrieb.

Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Nürnberger Stadtentwässerung betreibt das Klärwerk 1 an der Pegnitz, das 1931, als Kläranlage Nord, seinen Betrieb aufnahm.[5]

Mit der Zentrifuge gibt es seit 2008 auf dem ehemaligen AEG-Gelände einen Ort für Kunstausstellungen und kulturelle Veranstaltungen.[6]

Auf dem ehemaligen AEG-Gelände befindet sich auch das KUF-Kulturbüro Muggenhof. Ein Kulturzentrum ist geplant.[7] Seit 2012 befindet sich auch der Energie Campus Nürnberg auf dem ehemaligen AEG-Gelände.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Werner Sprung: Der Eberhardshof und der Muggenhof. Zwei ehemalige Weiler vor den Toren der Reichsstadt. In: Mitteilungen des Vereins für Geschichte der Stadt Nürnberg: Eberhardshof und Muggenhof, Nr. 50, Verein für Geschichte der Stadt Nürnberg, 1960, S. 53 ff. (online)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Muggenhof – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistische Stadtteile und Bezirke (PDF; 1,0 MB) abgerufen am 10. März 2010 auf www.statistik.nuernberg.de
  2. Stadtplandienst der Stadt Nürnberg, abgerufen 10. März 2010
  3. Stadtplandienst der Stadt Nürnberg, abgerufen 10. März 2010
  4. Wiltrud Fischer-Pache: Muggenhof. In: Michael Diefenbacher, Rudolf Endres (Hrsg.): Stadtlexikon Nürnberg. 2., verbesserte Auflage. W. Tümmels Verlag, Nürnberg 2000, ISBN 3-921590-69-8 (Gesamtausgabe online).
  5. Entwicklung der Kläranlagen in Nürnberg, abgerufen am 10. März 2010 auf nuernberg.de
  6. ZENTRIFUGE Nürnberg abgerufen am 30. März 2010
  7. KUF-Kulturbüro Muggenhof abgerufen am 10. März 2010 auf nuernberg.de