Muhammad bin Raschid Al Maktum

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Muhammad bin Raschid Al Maktum

Muhammad bin Raschid Al Maktum (arabisch محمد بن راشد آل مكتوم; * 22. Juli 1949 in Shindagha) ist Herrscher des Emirats Dubai und Premierminister, Verteidigungsminister sowie Vizepräsident der Vereinigten Arabischen Emirate.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Er wurde als drittältester von vier Söhnen des verstorbenen Scheichs und Emirs Raschid bin Said Al Maktum geboren. Seine Brüder sind der verstorbene Scheich und Emir Maktum bin Raschid Al Maktum, der Scheich Hamdan bin Raschid Al Maktum und Scheich Ahmed bin Raschid Al Maktum.

Sein ältester Bruder, Scheich Maktum bin Raschid Al Maktum, Vizepräsident und Premierminister der VAE bis zu seinem Tod, starb am 4. Januar 2006. Damit übernahm Muhammad bin Raschid Al Maktum automatisch als Erbe das Amt des Staatsoberhauptes von Dubai und wurde Premierminister sowie Vizepräsident der VAE. Das Amt des Verteidigungsministers der VAE hat er weiterhin inne.[1]

Seine erste Frau ist Scheicha Hind bint Maktum bin Juma Al Maktum, die er 1979 heiratete.[2] Seine zweite Frau ist Prinzessin Haya bint al-Hussein, Tochter des verstorbenen Königs Hussein von Jordanien und Halbschwester von König Abdullah von Jordanien, die er am 10. April 2004 heiratete. Seit dem 2. Dezember 2007 haben sie gemeinsam eine Tochter und seit dem 7. Januar 2012 einen Sohn, Zayed.

Sein zweitältester Sohn, Scheich Hamdan bin Muhammad Al Maktum, wurde 2008 Erbprinz von Dubai und sein drittältester Sohn, Scheich Maktum, wurde 2008 zweiter stellvertretender Herrscher Dubais.[2]

Die Dubai im Port Rashid (arabisch Mina'a Raschid), dem Hafen von Dubai, 2008

Al Maktum ist Eigentümer der drittlängsten Motoryacht der Welt (der Dubai) und der nördlichen der beiden künstlichen Logo Islands . Sein Vermögen wird auf ca. 12 Milliarden US-Dollar geschätzt.[3]

Scheich Muhammad hat 17 Kinder, davon acht Söhne und neun Töchter.

Kindheit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mohammed bin Rashid Al Maktum wurde 1949 in Al Shindagha geboren.[4] Bereits als Kind in Schindagha erlernte er das Jagen, insbesondere die Falknerei sowie die Grundlagen des Reitens. Als Muhammad neun Jahre alt war, verstarb sein Großvater Said bin Maktum, und sein Vater übernahm die Amtsgeschäfte.

Ausbildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1966 schrieb Muhammad sich an der Bell School of Languages in Cambridge ein. 1968 kehrte er zurück, um seinen Vater zu begleiten, als dieser sich am 18. Februar 1968 mit dem Herrscher von Abu Dhabi, Scheich Mohammad, traf, um die Gründung einer Föderation zwischen Abu Dhabi und Dubai zu diskutieren.

Um sich besser auf seine zukünftige Rolle vorzubereiten, besuchte er die Kadettenschule Mons Officer in Aldershot (Hampshire). Hier wurde er zum leitenden Unteroffizier der Kohemakompanie befördert und erhielt später das Ehrenschwert für den besten Abschluss ausländischer Offiziere und Offizieren des Commonwealth.

Verteidigungsminister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1971 wurde Scheich Mohammed von seinem Vater Scheich Rashid zum Leiter der Dubai Polizei und der Dubai Streitkräfte (Dubai Defence Force) ernannt, die später Teil der Union Defence Force (Streitkräfte der Vereinigten Arabischen Emirate) wurden. Er war der jüngste Verteidigungsminister der Welt.[5]

Am 24. Januar 1972 fand ein Putsch in Schardscha, dem Emirat neben Dubai, statt und wurde durch den Einsatz Scheich Mohammeds beendet, der die Kapitulation des Anführers des Putschs, Scheich Saqr ibn Muhammad al-Qasimi, akzeptierte. Allerdings konnte er den Mord des Herrschers von Schardscha, Chalid bin Muhammed al-Qasimi, durch Saqrs Männer nicht mehr verhindern. Chalids Bruder, Scheich Sultan, pflichtete bei, über Schardscha zu herrschen.

1973 hat Scheich Mohammed persönlich mit den Entführern von JAL 404, angeführt von Osamu Maruoka, einem Mitglied der Japanischen Roten Armee, verhandelt. Auch wenn er keinen Erfolg hatte, die Entführer zum Freilassen der Geiseln zu bewegen (sie wurden letztendlich befreit und die 747 in Libyen in die Luft gejagt), so war er später erfolgreicher beim Verhandeln mit den drei Entführern der KLM 861, die die Geiseln freiließen und das Flugzeug wieder übergaben im Austausch gegen die sichere Ausreise.[6]

Am 16. Oktober 1977 gab er ein Fernsehinterview über die aktuelle Situation der Flugzeugentführung Landshut. Er nannte auch die genaue Anzahl der Entführer; die Information darüber hatte er vom Flugkapitän, Jürgen Schumann, erhalten. Nachdem die Entführer von dem Interview erfuhren, drohten sie, Jürgen Schumann zu töten. Später wurde Schumann bei einem weiteren Versuch, die Passagiere zu retten, getötet.

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Politische Laufbahn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. November 1968 erhielt er die Befehlsgewalt über die Polizei in Dubai und war damit auch für die öffentliche Sicherheit verantwortlich. Im Dezember 1971 wurde er, unmittelbar nach der Verfassungsunterzeichnung der Vereinigten Arabischen Emirate zum Verteidigungsminister und General der Armee ernannt. Die Ernennung erfolgte durch seinen Bruder Maktum, dem neuen und ersten Premierminister der Vereinigten Arabischen Emirate.

1976 befehlige Muhammad seinen ersten Auslandseinsatz im Libanon. Dort versuchte er im Rahmen des Syrischen Bürgerkrieges, zusammen mit anderen arabischen Streitkräften den Frieden zu wahren. Am 25. August 1977 übernahm er die Kontrolle über die Ölindustrie und die Verwaltung des Flughafen Dubai. Am Dubaier Flughafen führte er eine freie Luftfahrtpolitik ein, die für einen Anstieg des Tourismus in den neunziger Jahren sorgte.

Geschäftliche Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1985 beauftrage er die Gründung der Fluggesellschaft Emirates. Das erste Flugzeug dieser Fluggesellschaft startete am 25. Oktober 1985. Ebenfalls in diesem Jahr gründete er die Jebel Ali Free Zone (JAFZ), eine Freihandelszone zwischen Jumeirah und der Grenze zum Nachbaremirat Abu Dhabi.[7]

Am 4. Januar 1995 wurde er zum Kronprinzen von Dubai ernannt, sein Bruder Hamdan zu seinem Stellvertreter. Seine erste Amtshandlungen war die Gründung des Dubai Shopping Festival (DSF).[8] 1998 eröffnete er das Scheich-Raschid-Terminal und beendete damit die erste Phase des 540 Millionen US-$ teuren Ausbauplans für den Flughafen von Dubai. 1999 eröffnete er das Burj al Arab und gab den Startschuss für den Bau der Dubai Internet City. 2001 startete er das Projekt The Palm. 2008 wurde der Bau der 88 Quadratkilometer großen, parkartigen Urbanisation Mohammed Bin Rashid Gardens angekündigt.

Fast alle modernen Bauten und Projekte gehen auf seine Ideen zurück. Unter seiner Herrschaft bereitet sich das Emirat Dubai auf die Zeit nach dem Erdöl vor, als führendes Finanz-, Industrie- und Touristenzentrum im Nahen Osten mit weltweiter Bedeutung. Scheich Muhammad ist Gründervater der Free Zones ebenso wie Pionier bei der Entwicklung von Immobilienprojekten, dem Verkauf von Grund und Boden an Ausländer oder der Einführung moderner Grundbücher im Februar 2006.

Er verfolgt die Pläne von Vision 2021, das darauf ausgerichtet ist, bis zum goldenen Jubiläum Innovation, Forschung, Wissenschaft und Technologie für eine leistungsstarke und konkurrenzfähige Wirtschaft zu kreieren.[9]

Er hat große Pläne, den Dubai World Central Airport auszuweiten. Der Flughafen wurde 2010 eröffnet und sollte ursprünglich der größte Flughafen der Welt werden und bis 2017 fertiggestellt sein. Allerdings musste der Bau wegen der globalen Finanzkrise pausieren. Die Kosten wurden auf 120 Milliarden Dirham geschätzt (25,4 Milliarden Euro).[10]

Bedeutende Geschäfte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gründung der Emirates Fluggesellschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den 1970er Jahren war Scheich Mohammed nicht nur der Leiter der Dubai Defence Force und der VAE Verteidigungsminister, er verwaltete auch die Energie Ressourcen Dubais und die Dubai Civil Aviation. Im März 1985 plante er, eine neue Fluglinie namens Emirates zu gründen.

Die Gründungskosten betrugen 10 Millionen US Dollar und der Einführungsflug fand am 25. Oktober statt.[11] Scheich Mohammed ernannte seinen jüngeren Onkel, Scheich Ahmed bin Saeed, zum Geschäftsführer des neuen Unternehmens. Emirates hat sich immer bewährt, keine weiteren Fördermittel während des rasanten Wachstums zu einer der größten Fluggesellschaften der Welt erhalten zu haben.[7]

Der Geschäftsführer von Emirates hat angegeben, die Fluggesellschaft hätte nicht mehr als 218 Millionen US Dollar an Finanzierung durch die Regierung Dubais erhalten und mehr als 3 Milliarden US Dollar Gewinnanteil an die Regierung zurückgezahlt.[12]

1989 hat Scheich Mohammed die erste Dubai Flugshow eröffnet. 2013 hatte die Ausstellung bereits 1000 Unternehmen als Aussteller gezählt und war Schauplatz für die Unterbringung der größten Flugzeugbestellung aller Zeiten mit 99 Milliarden US Dollar investiert in Airbus A380 und Boeings Großraumflugzeuge 777. 2013 zählte die Flotte von Emirates bereits 140 Airbus A380 Flugzeuge.[13]

Dubai Ports World[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1991 wurden der Hafen Jebel Ali, die Freie Zone und der Hafen Rashid zu Dubai Ports Authority durch Scheich Mohammed fusioniert. 1999 hat er Dubai Ports International gegründet, um Auslandserwerbungen und Verwaltungsverträge zu entwickeln. 2005 wurde es zu Dubai Ports Authority zusammengefasst, um Dubai Ports World zu bilden. 2006 kaufte das Unternehmen P&O für 7 Milliarden US Dollar.

Als gewinnbringendes weltweites Unternehmen, [14] ist DP World heute einer der größten Schiffsterminalbetreiber der Welt. Das Unternehmen betreibt mehr als 60 Terminals auf sechs Kontinenten, wobei der Containerumschlag 80 % des Einkommens ausmacht.

Das Burj Al Arab und Jumeirah[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Hotel Burj Al Arab wurde im Dezember 1999 gegründet. Es wurde nach einem Design von WS Atkins und nach Scheich Mohammeds Plänen als das „weltweit luxuriöseste Hotel“ erbaut. Es wurde auf einer Insel vor der Küste des Jumeirah Beach Hotels gebaut, welches der erste Besitz war, der von Jumeirah verwaltet wurde,[15] das Hotelverwaltungsunternehmen, das 1997 von Scheich Mohammed gegründet wurde und vom ehemaligen Trust House Forte Manager Gerald Lawless geleitet wird. Jumeirah wurde 2004 ein Teil der Dubai Holding[16] und unterhält 22 Hotels in zehn Ländern.[17]

Dubai Internet City und TECOM[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 29. Oktober 1999 kündigte Scheich Mohammed Dubai Internet City an, ein Technologie Zentrum und freie Handelszone. Im November 2000 trat die Dubai Media City bei, eine Content- und Media-Produktions-Freihandelszone, die an gleicher Stelle angesiedelt ist wie DIC. Scheich Mohammed sicherte den Medien bei der Gründung von DMC Freiheiten zu. Seitdem wurden zahlreiche weitere Medien und Technologie Freihandelszonen durch die Holdinggesellschaft TECOM in Dubai entwickelt, einschließlich der International Media Production Zone, Dubai Silicon Oasis, Dubai Studio City, Dubai Healthcare City, Dubai Industrial City und Dubai Knowledge Village.

Palm Inseln[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die drei Palm Inseln wurden von Nakheel Properties entwickelt, einer Finanz- und Holdinggesellschaft, die größtenteils im Besitz von Scheich Mohammed liegt. 2009 wurde die Entwicklung aufgrund der globalen Finanzkrise pausiert. Die Erste der Inseln, die Palm Jumeirah, wurde fertiggestellt und entwickelt, während die Zweite, die Palm Jebel Ali, fertig aufgeschüttet, aber sonst noch nicht weiter entwickelt wurde. Die dritte und größte Insel, die Palm Deira, wurde zurückgenommen und als Deira Inseln neu eingeführt.[18] Sechs Kilometer lang, 1000 Villen, 3000 Appartements, Yachthafen, Golfplatz und zahlreiche Hotels machen die Palm Inseln zu einer Oase. [19]

Burj Khalifa[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 4. Januar 2010 hat Scheich Mohammed das höchste Gebäude der Welt eröffnet, den Burj Khalifa. Er bildet das Zentrum der 20 Milliarden US Dollar Entwicklung von Downtown Dubai, das aus Hochhäusern mit gemischter Benutzung, Gebäuden und Einzelhandelsgeschäften besteht. In dieser Entwicklung ist auch das weltweit größte Einkaufszentrum beinhaltet, die Dubai Mall.[20] Laut Scheich Mohammed ist es „eine nationale Errungenschaft, ein historischer Meilenstein und ein bedeutender Wendepunkt der Wirtschaft. Es ist ein Symbol von Stolz, nicht nur für die Emirate, sondern für alle Araber.“[21]

Politische Reform[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 3. Januar 1995 hat Scheich Mohammeds älterer Bruder, Scheich Maktum bin Rashid Al Maktum, zwei Erlasse unterzeichnet, die Scheich Mohammed als Kronprinzen von Dubai ernannten.

Nach einem Jahrzehnt praktischer Herrschaft,[22] wurde er am 4. Januar 2006 nach dem Tode von Scheich Maktum bin Rashid Al Maktum neuer Herrscher von Dubai. Am nächsten Tag wurde er vom Bundesrat als der neue Vizepräsident der VAE ausgewählt. Am 11. Februar hat der Bundesrat die Nominierung Scheich Mohammeds als Ministerpräsident durch Präsident Chalifa bin Zayed Al Nahyan anerkannt.[23]

Im April 2007 hat Scheich Mohammed eine strategische Prüfung der Bundesregierung auf Bundes- und regionaler Regierungsebene angekündigt. Die UAE Federal Government Strategy (VAE Bundesregierungsstrategie), eine strategische Reform, um Mängel in der Koordination und der strategischen Planung der Regierung sowie politische Probleme und Mängel in der Legislative und im behördlichen Rahmen aufzuweisen, arbeitete an Verbesserungen in der sozialen und wirtschaftlichen Entwicklung, im öffentlichem Bereich, in der Justiz und Sicherheit und in der Infrastruktur und ländlicher Entwicklung.[24]

Im Februar 2010 kündigte er "Vision 2021" an, eine langfristige Strategie und nationale Agenda.

Mohammed Bin Rashid School of Government[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Mohammed bin Rashid School of Government (vorher die Dubai School of Government) ist eine akademische und Forschungsinstitution im Bereich der öffentlichen Politik und Regierung fokussiert auf die Vereinigten Arabischen Emirate und die arabische Welt. Sie wurde 2005 gegründet, um eine exzellente Regierung durch Förderung der regionalen Leistung für wirksame öffentliche Politik voranzutreiben und zu unterstützen. Die Schule organisiert politische Diskussionen und internationale Verhandlungen, um den Austausch von Ideen zu ermöglichen und entscheidende Debatten in der öffentlichen Politik der arabischen Welt zu fördern.[25]

Schritte gegen die Korruption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2001 wurde Obaid Saqr bin-Busit, der Leiter der Zollbehörde Dubais und der Vorsitzende der Weltzollorganisation, auf Anordnung durch Scheich Mohammed verhaftet, nachdem [26] zwei Jahre lang wegen Korruption gegen ihn ermittelt wurde. Insgesamt wurden 14 Beamte, einschließlich 6 höheren Offizieren, verhaftet und wegen Straftaten in Bezug auf Korruption angeklagt. Ungewöhnlicherweise wurden die Beamten öffentlich beim Namen genannt und bloßgestellt.[27] Vor kurzem wurde das Dubai Immobilienunternehmen Deyaar, welches im Besitz der Regierung ist, mit Korruptionsvorwürfen konfrontiert. Das Ermittlungsteam bekam von Scheich Mohammed ein beispielloses Verfahren für die Untersuchung bewilligt.[28] Der Geschäftsführer des Unternehmens wurde schuldig gesprochen, 20 Millionen Dirham durch Korruption erwirtschaftet zu haben und wurde zu 10 Jahren Gefängnis verurteilt.[29]

Sportliche Interessen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pferdesport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bereits als Kind galt seine Leidenschaft dem Reiten. Er züchtete Pferde und führte diese international zu Siegen. So gründete er 1994 die berühmten Godolphin-Stallungen in Newmarket und wurde 2001 mit dem Special Eclipse-Award ausgezeichnet. Aus Begeisterung für den Polosport gründete er 1996 die weltbekannte Poloschule VAEHorseRiding.

Er gründete Mitte der 1990er Jahre das Nationalteam der VAE. Seitdem zählen die emiratischen Distanzreiter zu den besten der Welt. Viele seiner Distanzreitpferde werden ebenfalls in Großbritannien trainiert. Seine Söhne, Scheich Rashid und Scheich Hamdan, führten 1999 und 2000 die Weltranglisten an. Ein anderer Sohn, Scheich Ahmed, gewann 2002, als jüngster Reiter der Geschichte die Weltmeisterschaft und war auch der erste Weltmeister aus Asien. Sein Sohn, Scheich Madschid, seit 2003 aktiv, war ebenfalls Teammitglied bei der (offenen) Europameisterschaft.

1996 startete er das höchstdotierte Pferderennen der Welt, den Dubai World Cup, mit einem Gesamtgewinn von damals 4 Millionen US-$, wovon 2,4 Millionen US-$ an den Sieger gingen. Bei den Weltreiterspielen 2010 in Lexington belegte er in der Einzelwertung Distanzreiten Platz zwei hinter der Spanierin Maria Mercedes Alvarez Ponton. Im Jahr 2012 wurde er mit Madji du Pont Weltmeister in der Einzel- und in der Mannschaftswertung.[30]

Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Al Maktum wurde mehrfach des Dopings beschuldigt. 2009 wurde er für sechs Monate wegen Dopings während eines Pferderennens gesperrt. Im Mai 2013 haben Britische Zollbehörden illegale Drogen für den Reitsport entdeckt, die fälschlicherweise als Reitzubehör deklariert wurden. Diese sollen mit einem privaten Flugzeug vom Scheich in das Vereinigte Königreich gebracht worden sein. Ebenso wurden 18 Rennpferde von der Stallung Al Maktums positiv auf verbotene Steroide getestet. Der Trainer wurde daraufhin gefeuert und Mohammed bin Rashid Al Maktum war schockiert und aufgebracht. Im August desselben Jahres wurden mehr als 100 medizinische Produkte in den Stallungen von Al Maktum im Vereinigten Königreich beschlagnahmt, die im Vereinigten Königreich verboten sind.[31][32]

Trainer Saeed bin Suroor wurde für die Straftat verurteilt und Godolphin wurde durch Stevens Ermittlung entlastet. Mohammed bin Rashid Al Maktum hat seitdem die Verwendung von Steroiden in den Vereinigten Arabischen Emiraten verboten, was dort zuvor nicht illegal war.[33]

Auch der Distanzreitsport hat unter den zahlreichen Dopingfällen bei Al Maktums Pferden zu leiden.[34][35]

Kulturelle Humanität[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Scheich Mohammed ist ein Poet vom klassischem Arabischen Stil sowie vom Beduinen Nabati Stil.[36]

1998 hat Scheich Mohammed das Mohammed bin Rashid Zentrum für kulturelles Verständnis (SMCCU) gegründet, eine gemeinnützige Organisation, die Aufklärung betreibt und die hiesige Kultur, Bräuche und Religion der Vereinigten Arabischen Emirate von Mythen freistellt. Das Motto der Organisation lautet „Offene Türen. Offene Gedanken.“ Damit versucht das SMCCU interkulturelles Verständnis und Kommunikation zwischen den Einheimischen der VAE und Besuchern sowie Zugezogenen zu verbessern.[37]

Scheich Mohammed hat kürzlich veranlasst, U-Bahn Stationen zu Kunstgalerien im Rahmen der Kunstmesse „Art Dubai 2015“ umzuwandeln.[38]

Patrons of the Arts Awards[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Scheich Mohammed hat im März 2009 die Mohammed bin Rashid Al Maktum Patrons of the Arts Awards gegründet, um Privatpersonen und Organisationen zu ehren, die zur Kunstentwicklung in Dubai beigetragen haben. Die Verleihung ermöglicht Künstlern und Projekten von der Unterstützung durch den privaten Bereich in vier Kategorien zu profitieren: Distinguished Patrons of the Arts (AED 15 Millionen), Patrons of the Arts (AED 2-5 Millionen), Supporters of the Arts (AED 500.000) und Friends of the Arts (AED 50.000–500.000). Die Verleihung hat das Ziel, finanzielle oder andere Unterstützung an bildliche und darstellende Kunst, Literatur und Film zu verleihen, was maßgeblich die Kunst und kulturelle Szene Dubais bereichert.[39]

Knowledge Award[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 7. Dezember 2014 hat die Mohammed Bin Rashid Al Maktum Foundation für 1 Million US Dollar den Mohammed bin Rashid Al Maktum Knowledge Award eingeführt. Der erste Preis wurde gemeinschaftlich an den Informatiker und Erfinder des World Wide Webs, Sir Tim Berners-Lee, und an den Unternehmer und Mitbegründer von Wikipedia, Jimmy Wales, „für ihre Leistungen und ihren Beitrag, Wissen auf der ganzen Welt zugänglich zu machen“ vergeben. Der Preis wurde gleichmäßig aufgeteilt.[40]

Wohltätigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Scheich Mohammed bin Rashid Al Maktum ist bekannt für seine gemeinnützigen Spenden. Nach dem Bosnienkrieg hat er Geld für den Wiederaufbau an die Region gespendet.[4] Am 19. Mai 2007 hat er beim Weltwirtschaftsforum in Jordan bekannt gegeben, dass er 10 Milliarden US Dollar in die Mohammed bin Rashid Al Maktoum Foundation investiert, eine Bildungsstiftung im Nahen Osten. Das Geld ist dazu gedacht, die Wissenslücke zwischen der arabischen Welt und der entwickelten Welt zu schließen.

2001 hat Scheich Mohammed 5 Millionen US Dollar an die Opfer der Terroranschläge vom 11. September und 5 Millionen US Dollar an die Flüchtlinge in Afghanistan und an der Grenze zu Pakistan gespendet.[4]

Im September 2003 hat er die Dubai Humanitarian City gegründet, welche seitdem zum größten Versorgungszentrum für humanitäre Hilfe auf der Welt angewachsen ist. Das Zentrum wird von neun UN Hilfsorganisationen und etwa 50 NGOs und wirtschaftlichen Betreibern verwendet.

Dubai Cares[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im September 2007 hat er die Dubai Cares Kampagne eingeführt, um Geld für die Bildung von 1 Million Kindern in armen Ländern zu sammeln. Die Kampagne ist ein Beitrag Dubais für die UN Millenniums-Entwicklungsziele, um bis 2015 jedem Kind eine Grundschulausbildung zu bieten. Das Geld, das von der Öffentlichkeit bei der Einführung der Kampagne im Jahr 2007 gespendet wurde, überschritt 1,65 Milliarden AED (ca. 450 Millionen US Dollar) und dieser Betrag wurde von Scheich Mohammed auf 3,5 Milliarden Dirham aufgestockt (ca. 1 Milliarde US Dollar).[41] Die Initiative ist heute eine Wohltätigkeitsarbeit mit konkreten Zielen und Engagements in zahlreichen Ländern.[42]

Noor Dubai[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 3. September 2008 hat Scheich Mohammed eine neue Ramadan Initiative mit dem Namen „Noor Dubai“ gegründet, deren Ziel es ist, der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der Internationalen Organisation für die Verhinderung von Blindheit (IAPB) dabei zu helfen, die Ziele von VISION 2020 zu erreichen: das Recht auf Augenlicht.[43] Noor Dubai möchte eine Million Menschen mit behandelbarer Blindheit und Sehschwäche in Entwicklungsländern lokal, regional und international behandeln und ihnen ein Gesundheitswesen bieten. Bis 2011 wurden sogar schon 5,8 Millionen Menschen erreicht und behandelt.[44] Ein 3-Jahres-Programm in Äthiopien, das zusammen mit dem Carter Center aufgebaut wurde, möchte weiteren 7900 Dörfern mit bis zu 9 Millionen Kindern helfen, die von Trachom betroffen sind, einer bakteriellen Entzündung des Auges.[45]

VAE Pakistan Unterstützungsprogramm[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 12. Januar 2011 wurde das VAE Pakistan Unterstützungsprogramm (UAE PAP) gegründet, um Hilfe und Unterstützung für Pakistan zu bieten und die Auswirkungen von Fluten durch den Neuaufbau von Infrastruktur zu lindern. Die Anweisung erfolgte durch Chalifa bin Zayid Al Nahyan, dem Präsident der Vereinigten Arabischen Emirate und Scheich Mohammed bin Rashid Al Maktum. Das UAE PAP fokussiert auf vier Hauptbereiche der sozialen Neuentwicklung: Gesundheit, Bildung, Wasserversorgung und Infrastruktur. Das Programm hat den Aufbau und die Wiederherstellung von zwei Brücken, 52 Schulen und 7 Krankenhäusern sowie die Verwirklichung von 64 Wasserversorgungsplänen ermöglicht.[46]

Hilfe für Palästina[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Scheich Mohammed hat zahlreiche gemeinnützige Spenden an palästinische Anliegen gespendet,[42] einschließlich einer Spende von 600 Häusern an Gaza nach den Israelischen Übergriffen im Jahr 2009.[47] Er hat außerdem seinen Sieg und das Preisgeld von dem Gewinn eines großen Ausdauerrennens am 10. Januar 2009 in Bahrain den Palästinensern gewidmet.[48] Er hat häufig darauf hingewiesen, dass eine Zwei-Staaten-Lösung und ein Abkommen für das Palästina Problem nötig seien, ehe man eine Normalisierung der Beziehungen zu Israel erreichen könne.

Hilfe für Afghanistan[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Scheich Mohammed hat sich mit den USA, die in Afghanistan zurückgehalten wurden, getroffen, sowohl öffentlich als auch bei Versammlungen mit US Beamten [49] und daraufhin 2 Millionen US Dollar für temporäre Unterkünfte für diejenigen gespendet, die durch die Bombardierung der USA in den Jahren 2001 und 2002 ihre Häuser verloren. [50] Diese Spende bewegte wohlhabende und angesehene Emirate selbst auch dazu zu spenden,[51] als die Nachricht sich verbreitete, dass afghanische Zivilisten von den Angriffen betroffen waren und Hilfe benötigten. Dies führte dazu, dass ein Dorf in Kandahar aufgebaut wurde, um vertriebene Familien unterzubringen. Im folgenden Jahr wurden etwa 15.000 Flüchtlinge zurück von der Afghanisch-Pakistanischen Grenze, wo sie in Notunterkünften untergebracht waren, in ihre Heimat umgesiedelt.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1998 Ehrendoktorwürde der Fakultät für Erziehungs-, Sozial- und Geisteswissenschaften der Fernuniversität Hagen
  • 2008 Ehrenmedaille der Freien Universität Berlin für sein Engagement in Wissenschaft, Bildung und Kultur. Im Jahr 2011 hat der Akademische Senat der FU Berlin die Ehrenmedaille aberkannt.

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bereits als Kind widmete er sich der Nabati-Poesie. Bis heute schreibt er Nabati-Gedichte. Die Thematik in seinen Gedichten ist breit gefächert und reicht von Romantik bis Trauer oder Themen zu aktuellen Weltereignissen. Auszüge dazu finden sich auf seiner Website.[52] Im Jahr 2008 veröffentlichte Al Maktum einen Gedichtband[53] in der Edition Lyrik Kabinett im Carl Hanser Verlag.

Jedes Jahr verfasst er in Nabati-Versen ein Rätsel, das aus zahlreichen Fragen besteht, die von den Lesern beantwortet werden sollen. Die Schwierigkeit liegt darin, dass die Leser die Antworten wiederum in Form von Nabati-Versen verfassen müssen. Wer alle Fragen richtig beantwortet und in Nabati-Versen einsendet, erhält einen Geldpreis. Die Antworten kommen aus der gesamten Welt. Auf eine Übersetzung aus dem Arabischen in andere Sprachen wird mittlerweile verzichtet, da eine Übersetzung des Rätsels in eine andere Sprache dessen Bedeutung, Stil, oder sogar beides in beträchtlicher Weise verfälschen und das Lösen unmöglich machen würde.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Muhammad bin Raschid Al Maktum – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Stadtentwicklung in Dubai: Tourismus, Wirtschaft, Verkehr.
  2. a b Das Dubai-Projekt: Utopia im Wüstensand.
  3. Wofür geben Könige ihr Geld aus? (Memento vom 23. Oktober 2011 im Internet Archive) P.M., abgerufen am 12. Januar 2014
  4. a b c Biografie: Mohammed Bin Rashid Al Maktoum.
  5. Westlich und modern ist nicht das gleiche, welt.de, 16. April 2006.
  6. A Brief History of Hijacking in Dubai, Dubai as it used to be, Oktober 2014.
  7. a b Sein Unternehmen heißt Dubai, handelsblatt.com, 19. März 2003
  8. mohammed bin rashid al maktoum, Website whoswho, abgerufen am 22. November 2014.
  9. Wirtschaft.
  10. Al-Maktum-Airport: Dubai schiebt Flughafen-Erweiterung mit 25 Milliarden Euro an, spiegel.de, 9. September 2014.
  11. The Emirates Story, Emirates, Oktober 2014.
  12. Emirates response to US open skies claims, thenational.ae, 1. Juli 2015
  13. Airbus bekommt Milliarden-Auftrag aus Dubai, faz.net, 17. November 2013
  14. DP World Limited Like-for-Like Profit Grows 41% in First Six Months of 2014, DP World. August 2014.
  15. Group/Press Centre (1)/Press Kits/Jumeirah Beach Hotel - Media Fact File.pdf Jumeirah Beach Hotel Fact File (PDF),Jumeirah. Oktober 2014.
  16. Oakley, Louise: „Jumeirah’s Gerald Lawless“, Hotelier Middle East, Oktober 2014.
  17. Jumeirah Portfolio, Jumeirah. Oktober 2014.
  18. Nakheel to restart scaled back Palm Deira, Gulf News. 8. Oktober 2013.
  19. Der Wille zum Wahn, zeit.de
  20. Maktoum, Mohammed (2013): Flashes of Thought. UAE: Motivate. ISBN 9781860633560, S. 33.
  21. Group/Press Centre (1)/Press Kits/Jumeirah Beach Hotel – Media Fact File.pdf Jumeirah Beach Hotel Fact File (PDF), (PDF). Jumeirah. Oktober 2014.
  22. Wheeler, Julia: „Dubai’s formidable new ruler“, BBC News, 5. Januar 2006
  23. Biography
  24. Shaikh Mohammed unveils federal government strategy, Khaleej Times. 17. April 2007.
  25. MBRSG, Mohammed bin Rashid School of Government. November 2014
  26. Customs chief on corruption charges, BBC News. 10. Februar 2001.
  27. 14 government officials arrested for corruption, Gulf News. 18. Februar 2001.
  28. Youssef, Marten: Corruption team makes its case, The National, 22. Juni 2009
  29. A Amir, Salam: Former Deyaar Chief Jailed in Dubai, The National, 12. November 2014
  30. Ergebnisdienst vom 22. bis 26. August, Deutsche Reiterliche Vereinigung, 27. August 2012
  31. Ergebnisdienst vom 22. bis 26. August, Deutsche Reiterliche Vereinigung, 27. August 2012
  32. Doping kommt wohl in den besten Familien vor, st-georg.de, 8. April 2009
  33. Sheikh orders change to doping laws in UAE, Racing Post, 23. Mai 2013.
  34. Doping issues and horse deaths may lead to ban endurance racing, The Telegraph, abgerufen am 26. September 2015
  35. Diana Maier: Distanzsport: Unerlaubte Medikamente in Gestüt von Scheich Mohammed entdeckt, Cavallo, 19. September 2013
  36. The Poet, Scheich Mohammed. 30. September 2000.
  37. About Us, Sheikh Mohammed bin Rashid Centre for Cultural Understanding. November 2014.
  38. Sambidge, Andy: Dubai metro stations to be transformed into art museums, Arabian Business, Mai 2014
  39. Patrons of the Arts, Sheikh Mohammed Bin Rashid Al Maktoum Patrons Of The Arts Awards. November 2014.
  40. Mohammed attends opening of first Knowledge Conference, Sheikh Mohammed bin Rashid Al Maktoum. 7. Dezember 2014.
  41. Mohammad gives Dh 1.7bn to Dubai Cares, Al Lawati, Abbas. 25. November 2007. Gulf News
  42. a b Where We Work, Dubai Cares. November 2014.
  43. Mohammed boosts fund for Palestinians, Al Ras, Haya Farouk. 2. April 2002. Gulf News.
  44. 5.8 million helped through Noor Dubai, Gulf News, 13. April 2011
  45. Noor Dubai Visits Ethiopia, Gulf News. 17. Mai 2014.
  46. UAE Pakistan Assistance Programme key projects, Gulf News, 5. März 2013.
  47. VP donates 600 houses to Palestinians in Gaza, Reliefweb. 10. Januar 2009
  48. Humanitarian Aid The Focus Of Public Efforts On Gaza, Wikileaks, 11. Januar 2009
  49. Mohammed warns of 'human catastrophe, Gulf News. 27. September 2001
  50. Mohammed donates 2mn for refugees, Gulf News. 3. Oktober 2001
  51. Donation pledged for Afghan camp, Gulf News. 2. Dezember 2001
  52. Poesie von Muhammad bin Raschid Al Maktum
  53. ISBN 978-3-446-23403-1