Muhammed Achmed Faris

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Muhammed Achmed Faris
Muhammed Achmed Faris
Land (Organisation): Syrien ()
Datum der Auswahl: 30. September 1985
Anzahl der Raumflüge: 1
Start erster Raumflug: 22. Juli 1987
Landung letzter Raumflug: 30. Juli 1987
Gesamtdauer: 7d 23h 04min 55sek
Ausgeschieden: 30. Juli 1987
Raumflüge

Muhammed Achmed Faris (arabisch محمد أحمد فارس, DMG Muḥammad Aḥmad Fāris; * 26. Mai 1951 in Aleppo, Syrien) ist ein Pilot und ehemaliger Kosmonaut. Er war der erste und bisher einzige Syrer im Weltraum.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Muhammed Faris besuchte die Militärfliegerschule in Aleppo. Nach seinem Abschluss 1973 arbeitete er als Pilot der syrischen Luftstreitkräfte. Er gilt als Navigationsspezialist.

Am 30. September 1985 wurde Faris als Kosmonaut ausgewählt und in das Interkosmos-Programm aufgenommen. Im Juli 1987 flog er mit Sojus TM-3 als Forschungskosmonaut der ersten Gastmannschaft der Raumstation Mir ins All. Nach seiner Landung mit Sojus TM-2 eine Woche später schied Faris als Kosmonaut aus.

Ausgezeichnet mit dem Orden Held der Sowjetunion, den er am 30. Juli 1987 erhielt, sowie mit dem Leninorden [1], kehrte Faris zu den syrischen Luftstreitkräften zurück und bekleidet den Rang eines Obersts.

Faris ist verheiratet und lebte bis zum Bürgerkrieg 2012 mit seinen drei Kindern in Aleppo. Bis Frühjahr 2011 gab er sein Wissen über Raumfahrt an Schulen und Universitäten weiter.[2]

Angesichts des Bürgerkriegs in Syrien hat er sich, nach seinem Übertritt zur Opposition, am 5. August 2012 in die Türkei abgesetzt[3] und wohnt seitdem im Istanbuler Stadtteil Fatih.[2]. Derzeit (2016) hält er Vorträge über Raumfahrt, auch vor Kindern und Jugendlichen, zum Beispiel im Planetarium in Istanbul-Eyüp, und lehrt an Universitäten.[2] Daneben engagiert er sich nach eigenen Angaben für einen demokratischen Wandel in Syrien.[2]

Trivia[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Faris gab seinem Sohn den Namen der Raumstation. Mir Faris lebt zur Zeit (2016) in Bonn.[2]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  •  Peter Stache: Raumfahrer von A bis Z. Militärverlag der Deutschen Demokratischen Republik, Berlin [Ost] 1988, ISBN 3-327-00527-3.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Biografie auf dem Internetauftritt der Helden der Sowjetunion und Rußlands (russisch)
  2. a b c d e  Elisabeth Kimmerle: Ein Kosmonaut auf der Flucht. In: Kieler Nachrichten. Nr. 82, Kiel 8. April 2016, S. 36., (online bei TRT)
  3. Bericht auf Welt.de