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Mulazzo

Gesichtet
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Mulazzo
Mulazzo (Italien)
Mulazzo (Italien)
Staat Italien
Region Toskana
Provinz Massa-Carrara (MS)
Koordinaten 44° 19′ N, 9° 53′ OKoordinaten: 44° 19′ 1″ N, 9° 53′ 26″ O
Höhe 351 m s.l.m.
Fläche 62,5 km²
Einwohner 2.269 (31. Dez. 2025)[1]
Postleitzahl 54026
Vorwahl 0187
ISTAT-Nummer 045012
Bezeichnung der Bewohner Mulazzesi
Schutzpatron San Martino (11. November)
Website Mulazzo

Panorama von Mulazzo

Mulazzo ist eine italienische Gemeinde mit 2269 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2025) in der Provinz Massa-Carrara in der Toskana.

Lage von Mulazzo in der Provinz Massa-Carrara

Mulazzo liegt in der Landschaft der Lunigiana ca. 130 km nordwestlich der Regionalhauptstadt Florenz, ca. 40 km nordwestlich von Massa und ca. 35 km nordwestlich von Carrara. Bei Mulazzo mündet der Torrente Mangiola in den Fluss Magra. Letzterer verläuft auf einer Länge von etwa 10 km durch das Gemeindegebiet von Mulazzo.[2] Die Gemeinde liegt in der klimatischen Einordnung italienischer Gemeinden in der Zone E, 2 365 GG.[3]

Zur Gemeinde Mulazzo gehören die Fraktionen Arpiola, Busatica, Campoli, Canossa, Casa di Loia, Castagnetoli, Castevoli, Gavedo, Groppoli, La Pieve, Lusuolo, Montereggio, Parana, Pozzo, Talavorno und Terceretoli.[4]

Die Nachbargemeinden sind Calice al Cornoviglio (SP), Filattiera, Pontremoli, Rocchetta di Vara (SP), Tresana, Villafranca in Lunigiana und Zeri.

Mulazzo wird unter den Burgen der Malaspina in dem 1202 in Sarzana gesprochenen Schiedsspruch zwischen Gualfredo, dem Bischof von Luni, und den Markgrafen Corrado, Guglielmo und Alberto genannt.[5] Bei der am 28. August 1221 in Parma geschlossenen Teilung des Familienbesitzes wurde Mulazzo zum Hauptort des Anteils, der an Corrado den Älteren fiel und die Gebiete am rechten Ufer der Magra umfasste; seine Linie behielt das Wappen des Spino Secco („trockener Dorn“), während die Linie seines Vetters Opizzino mit dem Mittelpunkt Filattiera das des Spino Fiorito („blühender Dorn“) annahm.[6] Aus der Teilung vom April 1266 ging um Moruello, den Sohn Corrados, eine jüngere Linie von Mulazzo hervor; Moruello und seine Nachfolger beteiligten sich an der Ausdehnung der Malaspina nach Sardinien, wo er im März 1285 starb.[7]

Mulazzo blieb bis zum 2. Juli 1797 Hauptort eines kleinen Reichslehens, als der französische General Chabot die Aufhebung der in der Lunigiana verbliebenen Reichslehen verkündete.[8] Sein letzter Markgraf, Azzo Giacinto Malaspina, war ein Bruder des in Mulazzo geborenen Seefahrers Alessandro Malaspina (1754–1810), der die spanische Forschungsexpedition von 1789 bis 1794 leitete.[9] Unter dem Herzogtum Modena zählte die damals zur Gerichtsbarkeit von Tresana gehörende comunità Mulazzo im Jahr 1832 insgesamt 1631 Einwohner in sechs Pfarreien.[5] Das ehemalige Lehen Castevoli wurde ihr durch ein Dekret vom 23. Mai 1849 angegliedert.[10]

Sehenswürdigkeiten

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Borgo Lusuolo
Castello di Lusuolo, einst Sitz der Malaspina
  • In der Gemeinde gibt es ein altes Malaspina-Schloss und einen alten byzantinischen Turm.
  • Chiesa di San Martino, Kirche aus dem 13. Jahrhundert
  • Santuario della Madonna del Monte, Sanktuarium
  • Chiesa di Sant’Apollinare, Kirche im Ortsteil Montereggio
  • Castello di Lusuolo, Burg im Ortsteil Lusuolo

Söhne und Töchter der Gemeinde

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  • Emanuele Repetti: MULAZZO in Val di Magra. In Dizionario Geografico Fisico Storico della Toscana (1833–1846), Onlineausgabe der Universität Siena (pdf, italienisch)
Commons: Mulazzo – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

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  1. ↑ Bilancio demografico e popolazione residente per sesso al 31 dicembre 2025. ISTAT. (Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2025).
  2. ↑ Offizielle Website des Sistema Informativo Ambientale della Regione Toscana (SIRA) zu den Flüssen in Mulazzo, abgerufen am 23. Juni 2014 (italienisch)
  3. ↑ Webseite der Agenzia nazionale per le nuove tecnologie, l’energia e lo sviluppo economico sostenibile (ENEA), abgerufen am 23. Juni 2014 (italienisch, PDF; 330 kB)
  4. ↑ Offizielle Website des ISTAT (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im März 2024. Suche im Internet Archive) ( Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.) (Istituto Nazionale di Statistica) zu den Einwohnerzahlen 2001 in der Provinz Massa-Carrara, abgerufen am 23. Juni 2014 (italienisch)
  5. 1 2 Emanuele Repetti: Dizionario geografico fisico storico della Toscana. Band III. Florenz 1839, s. v. „Mulazzo“ (italienisch).
  6. ↑ Eugenio Branchi: Storia della Lunigiana feudale. Band I. Tommaso Beggi, Pistoia 1897, S. 139–140 (italienisch).
  7. ↑ Alessandro Soddu (Hrsg.): I Malaspina e la Sardegna. Documenti e testi dei secoli XII–XIV. CUEC, Cagliari 2005, S. XXX, XXXV (italienisch).
  8. ↑ Giovanni Sforza: Un feudatario giacobino. In: Giornale storico e letterario della Liguria. 1903, S. 46 (italienisch).
  9. ↑ Dario Manfredi: Malaspina, Alessandro. In: Dizionario Biografico degli Italiani. Band 67, 2006 (italienisch).
  10. ↑ Giulio Prunai: Gli archivi storici dei comuni della Toscana. Soprintendenza archivistica per la Toscana, Rom 1963, S. 256–257 (italienisch).