Mulfingen

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Wappen Deutschlandkarte
Mulfingen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Mulfingen hervorgehoben

Koordinaten: 49° 20′ N, 9° 48′ O

Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Stuttgart
Landkreis: Hohenlohekreis
Gemeindeverwal­tungsverband: Krautheim
Höhe: 263 m ü. NHN
Fläche: 80,09 km2
Einwohner: 3656 (31. Dez. 2021)[1]
Bevölkerungsdichte: 46 Einwohner je km2
Postleitzahl: 74673
Vorwahl: 07938
Kfz-Kennzeichen: KÜN, ÖHR
Gemeindeschlüssel: 08 1 26 056
Gemeindegliederung: 8 Ortschaften
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Kirchweg 1
74673 Mulfingen
Website: www.mulfingen.de
Bürgermeister: Robert Böhnel

Mulfingen ist eine Gemeinde im Hohenlohekreis im fränkisch geprägten Nordosten Baden-Württembergs. Sie gehört zur Region Heilbronn-Franken (bis 20. Mai 2003 Region Franken).

Lage der Gemeinde Mulfingen im Hohenlohekreis

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Mulfingen ist die nordöstlichste der 16 Kommunen des Hohenlohekreises, sie liegt im mittleren Jagsttal und auf den beidseitig begleitenden Höhen auf etwa 246 bis 465 m ü. NHN.[2] Der Gemeindesitz im Dorf Mulfingen ist in Luftlinie rund zehn Kilometer nordöstlich vom Verwaltungssitz Künzelsau des Kreises entfernt.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mulfingen grenzt reihum im Norden an die Stadt Mergentheim und im Nordosten an die Stadt Niederstetten, beide im benachbarten Main-Tauber-Kreis; im Osten an die Stadt Schrozberg, im Südosten an die Gemeinde Blaufelden und im Südosten an die Stadt Langenburg, alle im Landkreis Schwäbisch Hall; im Süden an die Stadt Künzelsau, im Westen an die Stadt Ingelfingen und im Nordwesten an die Gemeinde Dörzbach, alle ebenfalls im Hohenlohekreis.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die heutige Gemeinde besteht aus Mulfingen selbst und den im Laufe der 1970er Jahre eingemeindeten ehemaligen Gemeinden Ailringen (mit St. Bernhard), Buchenbach, Eberbach, Hollenbach, Jagstberg, Simprechtshausen und Zaisenhausen. Diese bilden jeweils eine Ortschaft nach der Gemeindeordnung Baden-Württemberg. Es gibt insgesamt 31 noch besiedelte Wohnplätze und eine Reihe von abgegangenen Ortschaften[3][4]

Wappen unbekannt
  • Ailringen mit dem Dorf Ailringen, dem Wohnplatz Rötelweiler sowie der abgegangenen Ortschaft Gruningen.
Ailringen Ortsmitte (2017)
Wappen unbekannt
  • Buchenbach mit dem Dorf Buchenbach, den Weilern Berndshofen, Bodenhof, Heimhausen und Oberer Railhof sowie den abgegangenen Ortschaften Spelte und Holzhausen (Mühleburg)
Buchenbach „Unteres“ und „Oberes Schloss“ (Herrenhaus und Burg) (2012)
Wappen unbekannt
  • Eberbach mit dem Dorf Eberbach, den Wohnplätzen Renkenmühle und Untere Mühle sowie dem Burgstall einer namenlosen Burg innerhalb der Gemarkung
Eberbach von Südosten aus der Luft (2020)
Wappen Hollenbach
  • Hollenbach mit dem Dorf Hollenbach, den Weilern und Gehöften Albertshöfe, Azenweiler, Löhleinsberg, Seelach und Hollenbach See sowie den abgegangenen Ortschaften Althollenbach, Igelstrut, Ozendorf und Seelach
Dorflinde und Kirche in Hollenbach (2019)
Wappen Jagstberg
  • Jagstberg mit dem Dorf Jagstberg, den Weilern Hohenrot, Seidelklingen, Hasenklinge, Birkenreisich und Unterer Railhof sowie den abgegangenen Ortschaften Arnoldshausen, Karletzhausen, Liebenberg und Weidelbronn
Jagstberg von Mulfingen gesehen (2010)
Wappen Mulfingen
  • Mulfingen mit dem Dorf Mulfingen, den Weilern Bachmühle, Badau (Badhaus), Lausenbach und Mittelberg und Ochsental sowie den abgegangenen Ortschaften Niedermulfingen, Roggelshausen und Riemenstetten (?)
bei der Kirche in Mulfingen (2016)
Wappen Simprechtshausen
  • Simprechtshausen mit dem Dorf Simprechtshausen und den abgegangenen Ortschaften Dürzel, Monbronn, Taubenhof, Westernholz und Zwerenberg
Kirche in Simprechtshausen (2013)
Wappen unbekannt
  • Zaisenhausen mit dem Dorf Zaisenhausen, dem Weiler Staigerbach sowie den abgegangenen Ortschaften Wolfhardsberg und Borstel (vermutlich eine abgegangene Burg)
In Zaisenhausen an der Ette (2020)

Flächenaufteilung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach Daten des Statistischen Landesamtes, Stand 2014.[5]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zum 19. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die schon vorgeschichtliche Hohe Straße zwischen Kocher und Jagst querte, von den Flussmündungen weit im Westen kommend, bei Heimhausen das Jagsttal und lief dann ostwärts weiter in Richtung Mittelfranken.

Mulfingen wurde 980 erstmals urkundlich erwähnt. Während der Zeit der Stammesherzogtümer lag der Ort im Herzogtum Franken. Im Jahre 1479 erhielt der Ort das Marktrecht. 1802 fiel er an die Grafschaft Hohenlohe-Bartenstein. Als im Zuge der Rheinbundakte die hohenlohischen Lande ihre Unabhängigkeit einbüßten, kam Mulfingen 1806 an das Königreich Württemberg. 1811 wurde der Ort dem Oberamt Künzelsau unterstellt.

20. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei der Kreisreform zur NS-Zeit in Württemberg gelangte Mulfingen 1938 an den neuen Landkreis Künzelsau. Während der NS-Diktatur wurden seit 1938 Kinder von „Zigeunern“ und „zigeunerähnliche Kinder“ aus anderen württembergischen Kinder- und Erziehungsheimen in das Mulfinger Kinderheim St. Josefspflege eingewiesen. Im Mai 1944 wurden 39 Sinti-Kinder in das KZ Auschwitz deportiert, wo bis auf vier von ihnen alle getötet wurden. Seit 1984 erinnert am Hauptgebäude eine Gedenktafel mit den 39 Namen an diese Kinder.[6]

1945 bis 1952 gehörte Mulfingen zum Land Württemberg-Baden, das 1945 in der Amerikanischen Besatzungszone gegründet worden war. 1952 gelangte die Gemeinde zum neuen Bundesland Baden-Württemberg. Die Kreisreform von 1973 führte zur Zugehörigkeit zum Hohenlohekreis.

Gemeindereform[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mulfingen von Jagstberg aus gesehen
Blick nach Mulfingen
  • 1. Juli 1971: Eingemeindung von Jagstberg[7]
  • 1. April 1972: Eingemeindung von Ailringen[8]
  • 1. Januar 1973: Eingemeindung von Zaisenhausen[8]
  • 1. Januar 1975: Vereinigung von Mulfingen mit Buchenbach, Eberbach und Hollenbach zur neuen Gemeinde Mulfingen, zugleich Eingemeindung von Simprechtshausen[9]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat besteht aus den gewählten ehrenamtlichen Gemeinderäten und dem Bürgermeister als Vorsitzendem. Der Bürgermeister ist im Gemeinderat stimmberechtigt. In Mulfingen wird der Gemeinderat nach dem Verfahren der unechten Teilortswahl gewählt. Dabei kann sich die Zahl der Gemeinderäte durch Überhangmandate verändern.

Die Gemeinderatswahl am 26. Mai 2019 führte zu folgendem amtlichen Endergebnis:[10]

Parteien und Wählergemeinschaften %
2019
Sitze
2019
%
2014
Sitze
2014
%
2009
Sitze
2009
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 49,7 10 53,8 10 49,4 9
UWV Unabhängige Wählervereinigung 50,3 10 46,2 9 50,6 10
Gesamt 100 20 100 19 100 19
Wahlbeteiligung 71,8 % 65,7 % 66,7 %

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zum Nachfolger von Hermann Limbacher wurde am 10. Februar 2008 mit 84,57 % der Stimmen Robert Böhnel gewählt. Auch am 24. Januar 2016 konnte sich Robert Böhnel mit 64,52 % im ersten Wahlgang gegen seine Mitbewerber behaupten, die Wahlbeteiligung lag bei 73,6 %.[11]

Wappen und Flagge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Blasonierung des Mulfinger Wappens lautet: In Rot ein silberner Schrägbalken, belegt mit drei roten Rosen. Die Flagge der Gemeinde ist Weiß-Rot.

Die neue Gemeinde Mulfingen führt weiterhin das 1930 festgelegte Mulfinger Wappen, bei dem es sich um das alte Wappen des Ortsadels handelt, das 1486 von Hans von Mulfingen überliefert ist. Die Farbgebung ist allerdings neueren Datums, da nicht überliefert. Wappen und Flagge wurden der Gemeinde am 11. Januar 1978 vom Landratsamt des Hohenlohekreises verliehen.[12]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wallfahrtskapelle St. Anna

Bauwerke und Kulturdenkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die St.-Anna-Kapelle unweit der Jagstbrücke ist eine Wallfahrtskapelle aus dem 16. Jahrhundert. Sie steht neben einer Quelle, die schon in vorchristlicher Zeit als heilkräftig bekannt war.

Im Ortsteil Buchenbach befindet sich die Burg Buchenbach.

Mulfinger Stausee[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mulfinger Stausee

Oberhalb des Ortes liegt der in den Jahren 1962 bis 1964 erbaute Mulfinger Stausee. Er dient als Hochwasserrückhalteraum für ein Einzugsgebiet von 9 km². Bei einer Dammhöhe von 13,5 Metern und einem Dauerstauinhalt von 66 000 Kubikmetern ergibt sich eine Dauerstaufläche von 1,9 Hektar. Der See ist als Bade- und Angelgewässer nutzbar; Bootfahren und Eislaufen sind verboten. Die Ufer sind allerdings großenteils steil und dicht bewachsen und es stehen auch keine Einrichtungen wie Umkleiden oder sanitäre Anlagen zur Verfügung.

Naturdenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Dorflinde Hollenbach ist mit einem Alter von mindestens 700 Jahren eine der ältesten Linden im süddeutschen Raum.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ansässige Unternehmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Größtes in Mulfingen ansässiges Unternehmen ist die Firma ebm-papst Mulfingen GmbH & Co. KG, nach eigener Darstellung der Weltmarktführer im Bereich Motoren und Ventilatoren. Im Geschäftsjahr 2007/2008 beschäftigte die ebm-papst-Gruppe weltweit 9898 Mitarbeiter, davon 2538 in Mulfingen, und hatte einen Umsatz von 1,076 Milliarden Euro. Im Ortsteil Hollenbach angesiedelt ist Deutschlands zweitgrößter Hersteller von Teamsportbekleidung, der Sportartikelproduzent JAKO AG.[13]

Breitbandversorgung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mulfingen hat zusammen mit Schöntal den Zweckverband Breitbandversorgung Mittleres Jagsttal gegründet. Dieser verwaltet ein über 60 km langes Glasfasernetz. In Mulfingen wurde mit dem Aufbau des Glasfasernetzes 2010 begonnen. Mit der Inbetriebnahme 2012 ist bis auf wenige Ausnahmen eine flächendeckende Breitbandversorgung erreicht. Im Gewerbegebiet Siegenwasen in Hollenbach sind die Flächen mit Glasfaser direkt erschlossen. So sind Datenübertragungsraten von über 500 MBit/s möglich. Zuletzt wurde das Netz zusammen mit dem Wasserleitungsbau auf der Jagstberger Hochfläche, im Bereich der Ortsdurchfahrten in Buchenbach und Berndshofen, sowie nach Eberbach erweitert. Weitere Ausbaumaßnahmen sind geplant.[14]

Bildung und Betreuung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mulfingen verfügt über eine öffentliche Grundschule sowie eine private Haupt- und Realschule mit Gemeinschaftsschule. Eine neue Schulmensa wird bis Ende 2018 fertig sein. Im Mulfingen gibt es drei Kindergärten mit fünf Gruppen. Eine Kleinkindbetreuung mit zwei Gruppen ist provisorisch in Jagstberg eingerichtet. Der Mulfinger und der Jagstberger Kindergarten bieten eine Ganztagesbetreuung an. In Hollenbach gibt es eine Gruppe mit Regelbetreuung. Ein Betreuungsangebot gibt es auch für Schüler. Die Kinderinsel Panama befindet sich im 2014 fertig gestellten Grundschulneubau.[15]

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der FSV Hollenbach spielte 2010–2017 in der Fußball-Oberliga Baden-Württemberg. Nach mehreren Jahren in der Verbandsliga Württemberg gelang zur Saison 2022/2023 erneut der Aufstieg in die fünfte Spielklasse. Heimspielstätte ist die JAKO-Arena.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Mulfingen. In: Julius Hartmann, Eduard Paulus (Hrsg.): Beschreibung des Oberamts Künzelsau (= Die Württembergischen Oberamtsbeschreibungen 1824–1886. Band 62). W. Kohlhammer, Stuttgart 1883, S. 690–708 (Volltext [Wikisource]).

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt Baden-Württemberg – Bevölkerung nach Nationalität und Geschlecht am 31. Dezember 2021 (CSV-Datei) (Hilfe dazu).
  2. Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg (LUBW) (Hinweise)
  3. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band IV: Regierungsbezirk Stuttgart, Regionalverbände Franken und Ostwürttemberg. Kohlhammer, Stuttgart 1980, ISBN 3-17-005708-1. S. 188–193
  4. Mulfingen mit Ortsteilen im Ortslexikon bei LEO-BW
  5. Statistisches Landesamt, Fläche seit 1988 nach tatsächlicher Nutzung für Mulfingen.
  6. Gedenkstätten für die Opfer des Nationalsozialismus. Eine Dokumentation. Band 1. Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn 1995, ISBN 3-89331-208-0. S. 63f.
  7. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart / Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 451.
  8. a b Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart / Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 452.
  9. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart / Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 466.
  10. Statistisches Landesamt Baden-Württemberg: Ergebnis der Gemeinderatswahlen 2019 in Mulfingen
  11. Robert Böhnel bleibt Bürgermeister in Mulfingen. Abgerufen am 25. Januar 2016.
  12. Heinz Bardua: Die Kreis- und Gemeindewappen im Regierungsbezirk Stuttgart. Theiss, Stuttgart 1987, ISBN 3-8062-0801-8 (Kreis- und Gemeindewappen in Baden-Württemberg.Band 1), S. 100
  13. Hohenlohekreis: Mulfingen: Das aufstrebende Zentrum im mittleren Jagsttal. Online auf www.hohenlohekreis.de, abgerufen am 26. Oktober 2014
  14. Gemeindeverwaltung Mulfingen. Abgerufen am 17. Juni 2014.
  15. Bildung & Jugend. Gemeindeverwaltung Mulfingen, abgerufen am 17. Juni 2014.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Mulfingen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wikivoyage: Mulfingen – Reiseführer