Mulo Francel

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Mulo Francel beim Festival Horizonte (2014)

Mulo Francel (* 21. September 1967 in München) ist ein deutscher Saxophonist und (Film)komponist, der im Grenzbereich zwischen Jazz, Klassik und Weltmusik tätig ist. Das Magazin Kulturnews schrieb ihm den „derzeit sinnlichsten Saxophonsound Europas“ zu.

Leben und Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Francel wuchs am Chiemsee auf. In früher Jugend holte er sich Platten aus der Jazz-Sammlung seines früh verstorbenen Vaters ins Kinderzimmer und spielte zu dieser Musik Gitarre. Mit 16 Jahren kaufte er ein Saxophon, das er als Autodidakt lernte. Er studierte zunächst Linguistik, brach das Studium aber ab, um Musiker zu werden. Mit Lisa Wahlandt gründete er die Gruppe Mind Games, die mit Claudio Roditi ihr Debütalbum einspielte; mit dem zweiten Album Mind Games Plays the Music of Stan Getz and Astrud Gilberto erreichte die Gruppe Platz 1 der Jazz-Charts in Singapur.

Parallel spielte er seit 1996 im Quartett Quadro Nuevo, das mit ihren Tonträgern sehr erfolgreich war und mehrfach mit dem German Jazz Award und dem europäischen Impala-Preis ausgezeichnet wurde. Darüber hinaus produzierte Quadro Nuevo unter Francels Federführung Hörbücher. Auch mit den Formationen wie Tango Lyrico, Mulo Francel & Friends oder dem Trio Blasirello war er international auf Konzerttournee.

Daneben hat Francel auch mehrere Alben unter eigenem Namen veröffentlicht, zuletzt (2014) das Album The Sax & the Sea, in dem er ohne weitere Begleitung direkt am Wasser aufgenommen wurde. Als Solist spielte er ferner mit dem Münchner Rundfunkorchester, dem NDR-Orchester, dem Deutschen Filmorchester Babelsberg, den Echoes of Swing und dem zeitgenössischen Ensemble Resonanz. Darüber hinaus schrieb er zahlreiche Kompositionen, auch für den Film.

Preise und Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Francel erhielt den Kulturpreis der Stadt Rosenheim. Mit Quadro Nuevo wurde ihm zweimal der Echo Jazz verliehen. Außerdem erhielt er zweimal gemeinsam mit Evelyn Huber aufgrund der guten Verkäufe den German Jazz Award der deutschen Musikindustrie in Gold für die Alben Tango Lyrico und Songs of Spices.[1]

Diskographische Hinweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Lisa Wahlandt & Mulo Francel: Bossa Nova Affair (GLM, 2002)
  • Mulo Francel & Evelyn Huber: Rendezvous (2004)
  • Escape feat. David Gazarov (GLM, 2012, mit Sven Faller, Robert Kainar)
  • The Sax & the Sea (GLM, 2014)
  • Mocca Swing (Act, 2017, mit David Gazarov, Sven Faller, Robert Kainar bzw. dem Münchner Rundfunkorchester unter Leitung von Enrique Ungarte)
  • Mulo Francel, Chris Gall: Mythos (GLM 2019)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Gold-/Platin-Datenbank des Bundesverbandes Musikindustrie, Abruf vom 28. Mai 2016