Munich Quantum Valley

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Das Munich Quantum Valley ist ein Zentrum für Quantencomputing und Quantentechnologien (ZQQ) mit einem Quantentechnologiepark in München. Es ist ein gemeinsames Projekt der Technischen Universität München, der Bayerischen Akademie der Wissenschaften,[1] der Fraunhofer-Gesellschaft, der Ludwig-Maximilians-Universität München und der Max-Planck-Gesellschaft und wurde am 11. Januar 2021 gegründet.[2][3]

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als bayerische Initiative soll das Munich Quantum Valley eine Säule in einer nationalen und europäischen Quantenstrategie sein und mit internationalen Technologiezentren im Silicon Valley, in Boston, Shanghai und Tokio konkurrieren. Die Initiative verfolgt einen Drei-Punkte-Plan: 1. Einrichtung eines Zentrums für Quantencomputing und Quantentechnologien (ZQQ), 2. Errichtung eines Quantentechnologieparks und 3. Wissenschaftliche Qualifizierung und Weiterbildung der Forschenden, die Rekrutierung von Spitzenforscher:innen und sowie die Sicherung kritischer IP-Rechte.

Im ZQQ sollen Quantencomputer für Berechnungen gebaut werden, die für herkömmliche Supercomputer zu komplex wären. Daraus sollen künftig kommerziell nutzbare Quantencomputer entstehen, auf deren Rechenkapazitäten der Zugriff über eine Cloud möglich sein soll. Außerdem werden am ZQQ für die Quantencomputer „Software für Quantenrechner und Schnittstellen zu herkömmlichen Computern“ konzipiert. Eine Hightech-Infrastruktur im Quantentechnologiepark soll auch Start-ups und etablierten Technologieunternehmen ein Umfeld bieten, um Quantentechnologien auf international wettbewerbsfähigem Niveau zu entwickeln. Reinräume mit Anlagen für die Nano- und Dünnschichtfertigung sowie moderne Entwicklungs- und Testlabore sollen dafür entstehen.

Aktueller Stand[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

SuperMUC
im Leibniz-Rechenzentrum

Das Leibniz-Rechenzentrum unterstützt mit dem SuperMUC NG mit einem Quantencomputing-Simulator mit 42 Qubits das Munich Quantum Valley bei der Forschung.

Auch das Walther-Meißner-Institut für Tieftemperaturforschung ist Forschungspartner.[1] Hier wurden Grundlagen für Quantencomputer erforscht und erste Technologien zum Bau von Prozessoren entwickelt und erforscht. Das WMI prägt seit langem die Quantentechnologie und hat das Munich Quantum Valley mitinitiiert.

Mit dem Netzwerk Bavarian Quantum Computing eXchange (BQCX) existiert am LRZ bereits eine Austausch-Plattform für die bayerische und internationale Quanten-Community, hier kommen einmal im Monat Forscher:innen, Unternehmen und Nachwuchs zusammen.[4]

Im Herbst 2020 startete in München ein neuer Masterstudiengang zu Quantenwissenschaften und -technologien (QWT) – übergreifend zwischen TUM und LMU –, der eine hochqualifizierte Ausbildung in diesem Bereich sicherstellt. In Verbindung mit den Doktorandenprogrammen „Exploring Quantum Matter“ des Bayerischen Elitenetzwerks und der „International Max Planck Research School for Quantum Science and Technology“ verfügt München auch im internationalen Vergleich über eine der umfassendsten QWT-Hochschulausbildungen.

Munich Quantum Valley ist Teil der Hightech Agenda.[5] Gefördert wird es vom Freistaat Bayern mit insgesamt 300 Millionen Euro.[6] In das Munich Quantum Valley sollen außerdem Fördergelder des Bundes fließen, der im Rahmen des Zukunftspakets Deutschland für Quantentechnologien rund zwei Milliarden Euro bereitstellt.[7][2]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Munich Quantum Valley: Bayerns Beitrag zur nationalen und europäischen Quantenstrategie. Pressemitteilung der Bayerischen Akademie der Wissenschaften. In: BAdW.de. 11. Januar 2021, abgerufen am 14. Januar 2021.
  2. a b Munich Quantum Valley: Münchener Initiative will Quantencomputer in Bayern entwickeln. In: stmwk.bayern.de. Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst, 11. Januar 2021, abgerufen am 14. Januar 2021.
  3. Spitzenforscher wollen deutschen Quantencomputer entwickeln. In: Zeit.de. 11. Januar 2021, abgerufen am 14. Januar 2021.
  4. https://www.lrz.de/presse/ereignisse/2021-01-12-Munich-Quantum-Valley/
  5. Hightech Agenda Plus: Bayerns Innovationssprung nach Corona. In: Bayern.de. Bayerische Staatskanzlei, abgerufen am 14. Januar 2021.
  6. „Quantum Valley“. Gemeinsam zum Quantencomputer. In: Sueddeutsche.de. 11. Januar 2021, abgerufen am 14. Januar 2021.
  7. Petra Wiesmayer: Das Munich Quantum Valley soll Quantenforschung beschleunigen. In: InnovationOrigins.com. 12. Januar 2021, abgerufen am 14. Januar 2021.