Munt Pers

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Munt Pers
Munt Pers (links), gesehen von der Station Morteratsch der Berninabahn

Munt Pers (links), gesehen von der Station Morteratsch der Berninabahn

Höhe 3206 m ü. M.
Lage Graubünden, Schweiz
Gebirge Bernina-Alpen, Ostalpen
Dominanz 3,4 km → Piz Boval
Schartenhöhe 234 m ↓ Diavolezza
Koordinaten 793310 / 144215Koordinaten: 46° 25′ 17″ N, 9° 57′ 13″ O; CH1903: 793310 / 144215
Munt Pers (Bernina-Alpen)
Munt Pers

Der Munt Pers ist ein 3206 m ü. M. hoher Berg in den Bernina-Alpen im Schweizer Kanton Graubünden.

Lage und Umgebung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Munt Pers (Bildmitte), vom Piz Languard aus gesehen. Dahinter links der Piz Palü, rechts die Bellavista

Der Munt Pers wird im Osten und Norden vom Val Bernina, im Westen vom Val Morteratsch und dem gleichnamigen Gletscher sowie vom Persgletscher im Süden umschlossen. Im Südwesten des Berges mündet der Persgletscher in den Morteratschgletscher. Rund 5 km östlich des Gipfels liegt der Berninapass.

Vom Gipfel bietet sich ein lohnendes Panorama, das im Süden und Südwesten von den Hochgipfeln der Berninagruppe dominiert wird – der Gipfelkamm des Piz Palü befindet sich nur 4,5 km südlich – und auf den anderen Seiten Weitblicke über die Schweizer Alpen bis hin zum Ortler im Osten bietet.

Zugang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Südöstlich vom Gipfel, in dem Sattel, der den Munt Pers mit dem Piz Trovat verbindet, steht auf einer Höhe von 2973 m ü. M. die Seilbahn-Bergstation Diavolezza mit dem dazugehörigen Skigebiet. Von dort ist der Gipfel für geübte Bergwanderer in ca. 45 Minuten über einen Bergweg erreichbar.

Namensherkunft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Name Munt Pers (deutsch: Verlorener Berg) wird anhand der Schweizer Sage: Die Jungfrau vom Morteratsch erklärt. Die reiche Bauerstochter Annetta und der Viehhüter Aratsch sollen sich verliebten haben, ihre Eltern jedoch verboten die Beziehung, es sei denn, Aratsch gelangte in nächster Zeit zu Reichtum. Aratsch ging deshalb ins Ausland als Soldat, vor Kummer starb jedoch seine Braut, bevor er zurückkam. Daraufhin soll er zur Alpe hinaufgeritten sein und liess sein Pferd in einen Schlund in den dahinterliegenden Gletscher springen. Der Geist des Mädchens habe sich daraufhin öfter auf der Alp herumgetrieben und die Sennen sollen sie klagen gehört haben: „Mort Aratsch“[1] (deutsch: Aratsch ist gestorben, siehe: Morteratsch). Einer der Hütejungen nahm die Erscheinung wahr, worauf die Kühe mehr Milch gaben und kaum mehr ein Stück Vieh verunglückte. Sein Nachfolger jedoch verwies den Geist der Annetta von der Alp, worauf er aus einem Gewitter heraus einen Fluch aussprach: «Schmaladida saja quaist’ alp e sia pas-chüra!»[2] (deutsch: Verflucht sei diese Alp). Danach verödeten die Wiesen und die Alp wurde aufgegeben. Später breitete sich noch der Gletscher weiter aus und bedeckte auch den Munt Pers.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Munt Pers – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Die Jungfrau vom Morteratsch. (PDF). i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.maerchenstiftung.ch
  2. Die Jungfrau vom Morteratsch. Mutabor Märchenstiftung, abgerufen am 24. März 2017.