Jim Henson’s Muppet Babies

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Fernsehserie
Deutscher TitelJim Henson’s Muppet Babies
OriginaltitelMuppet Babies
ProduktionslandUSA
OriginalspracheEnglisch
Jahr(e)1984–1991
Länge25 Minuten
Episoden107 in 7 Staffeln
GenreComedy
IdeeJim Henson, Jeffrey Scott
Erstausstrahlung15. September 1984 auf CBS
Deutschsprachige
Erstausstrahlung
20. September 1987 auf ZDF
Synchronisation

Jim Henson’s Muppet Babies war eine US-amerikanische Zeichentrickserie, die sich um Kleinkindversionen der Muppets aus der Muppet Show drehte. Die Serie lief im Original von 1984 bis 1991 auf dem amerikanischen Fernsehsender CBS. Im Gegensatz zur Muppet Show, die durchaus ein erwachsenes Publikum ansprechen sollte, waren die Muppet Babies klar für Kinder konzipiert. Seit 2018 gibt es eine computeranimierte Serie gleichen Namens, die als Reboot anzusehen ist.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den Muppet Babies leben Kleinkindversionen der Muppets gemeinsam in einem Kinderzimmer und werden dabei von „Nanny“ betreut. Die Außenwelt kommt nur in Gestalt von selten auftauchenden Erwachsenen in das Zimmer. Ansonsten sind die Muppet Babies auf ihre Fantasie angewiesen, in der sie zahlreiche gemeinsame Abenteuer erleben.[1] Dabei nutzen sie ihre Fantasie dazu, Probleme je individuell anders zu lösen und so mit vielen verschiedenen kreativen Ideen alle zum Erfolg zu kommen.[2]

Charaktere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Muppet Babies bestehen meist aus Kermit, Miss Piggy, Gonzo, Fozzie, Rowlf, Scooter und dem Tier. In manchen Geschichten waren auch Honigtau-Bunsenbrenner und sein späterer Assistent Beaker dabei. Als ein weiteres Mädchen wurde Scooter nun eine Zwillingsschwester namens Skeeter zur Seite gestellt. Außerhalb dieser Serie wurde sie jedoch kaum benutzt. Erst in der Comicserie "Die Muppet Show", die 2013 produziert wurde, tauchte sie für kurze Zeit wieder auf.

Synchronisation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rolle Englischer Sprecher Deutscher Sprecher Englischer Sprecher seit 2018 Deutscher Sprecher seit 2018
Kermit der Frosch Frank Welker Ulrich Frank, Bernd Simon Matt Danner Stefan Kaminski
Piggy Laurie O‘Brien Linda Joy Melanie Harrison Gundi Eberhard
Rowlf Katie Leigh Imo Heite Matt Danner Axel Lutter
Gonzo Russi Taylor Willi Roebke, Gudo Hoegel Ben Diskin Valentin Stilu
Fozzie Greg Berg Michael Habeck Eric Bauza Fritz Rott
Scooter Greg Berg Christa Häussler Ogie Banks --
Skeeter Howie Mandel, Frank Welker Inez Günther Cree Summer --
Tier Howie Mandel, Dave Coulier Eva Berthold Dee Bradley Baker Uli Krohm
Summer Pinguin -- -- Jessica DiCicco Jenny Maria Meyer
Bunsen Howie Mandel, Dave Coulier Kurt Zips Eric Bauza Lutz Mackensy
Beaker Frank Welker Eberhard Storeck Matt Danner --
Nanny Barbara Billingsley Dagmar Heller Jenny Slate Leonie Dubuc
Waldorf Dave Coulier -- Matt Danner Freimut Götsch
Statler Dave Coulier -- Eric Bauza Reinhard Scheunemann
Robin Russi Taylor -- Eric Bauza --
Bean Bunny Dave Coulier -- -- --
Janice Dave Coulier -- -- --
Rizzo -- -- Ben Diskin Julien Haggège
Sweetums -- -- Dee Bradley Baker --
Chefkoch -- -- Matt Danner --
Carlos der Frosch -- -- Todrick Hall Dirk Stollberg

Gestaltung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Serie nahm in der Perspektive der Zeichnungen konsequent die Position der Muppet Babies ein. Das heißt, dass beispielsweise Stühle und Tische überlebensgroß und weit entfernt waren und es von Nanny immer nur die Beine und Knie zu sehen gab. Wiederkehrendes Element in der Serie war die Integration von Ausschnitten aktueller Filme wie Star Wars und Indiana Jones, in die die Babys sich hineinversetzten.[3]

Vorgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Idee, die Kleinkindversionen der Muppets und deren Welt zu erschaffen, war ursprünglich nur einmalig für den Film Die Muppets erobern Manhattan geplant. Dort spielte das ganze innerhalb einer Traumsequenz. Die Idee fand großen Anklang. Unter anderem war "Die Muppets erobern Manhattan" der erste Muppets-Film, der vergleichsweise viel Geld durch Merchandise erwirtschaftete, weil zahlreiche Anbieter Lizenzen für Produkte mit den Muppet Babies haben wollten.[2]

Schließlich fragten Marvel Productions und CBS Jim Henson nach einer Lizenz für eine Zeichentrickserie. Diese sollte am Samstagmorgen – damals der typische Zeitpunkt für Kinderunterhaltung im amerikanischen Fernsehen – laufen. Henson, der sich lange dagegen gewehrt hatte, im Samstagmorgen-Slot zu landen, ließ sich schließlich überzeugen, zumal die Serie von Marvel produziert wurde und Henson und seine Mitarbeiter nur am Rande mit ihr zu tun hatten.[2]

Henson arbeitete zusammen mit Michael Frith ein ganzes Konzept für die Serie aus.[1] Grundsätzlich sollte es in der Sendung um Entwicklung von Kreativität und der Verfolgung eigener Ideen gehen.[2]

Die Entwürfe für die gezeichneten Muppet Babies stammten von Marvel Productions, die ein paar Jahre später auch die Zeichentrickserie Die Fraggles produzierten, die die gleichnamige Puppenserie fortführte.[4] Überwacht wurde dies durch Michael Frith, dem künstlerischen Leiter der Muppet Show.[1]

Produktion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Während die allgemeine kreative Kontrolle der Sendung bei Jim Hensons Productions lag, lag das Alltagsgeschäft vor allem in den Händen von Marvel Production. CBS zahlte anfangs die vergleichsweise hohe Summe von 250.000 US-Dollar je Folge und machte die Muppet Babies zur zentralen Sendung seines Samstagvormittags-Programms.[2]

Die Serie ging im September 1984 auf Sendung und wurde sofort ein großer Erfolg. Sie erreichte sofort den höchsten Marktanteil zur Sendezeit und kämpfte mit Pee-wee’s Playhouse, einer anderen CBS-Serie, jahrelang um den Titel der Zeichentrickserie mit den meisten Zuschauern. In den ersten vier Jahren ihrer Existenz gewann sie die Daytime Emmy Awards als beste Zeichentrickserie.[2]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Muppet Babies gewannen von 1985 bis 1989 insgesamt fünf Daytime Emmy Awards, davon vier als beste Zeichentrickserie und einen für die Soundbearbeitung.[5]

Nachfolger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Muppet Babies inspirierten zahlreiche Nachahmerserien, in der beliebte Zeichentrickfiguren als Kinder gezeigt wurden. Nach den Muppet Babies kamen die Flintstone Kids und Spürnase Scooby-Doo sowie eine Reihe weiterer Kinder-Versionen weniger bekannter Zeichentrickserien. Keine davon konnte allerdings den kommerziellen Erfolg der Muppet Babies erreichen. Außerdem wurde keine der Serien von den Kritikern so gut bewertet wie die Muppet Babies.[2]

Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Victoria Grace Weisel, Leslee Asch et al.: Muppets, Monster & Magie. Die Welt von Jim Henson (OT: The Art of the Muppets). Deutsches Filmmuseum, Frankfurt am Main und New York 1987, ISBN 3-88799-021-8, S. 34
  2. a b c d e f g Jim Henson: The Biography. Random House LLC, 2013 ISBN 0345526139
  3. IGN UK Edition: Muppet Babies (Memento des Originals vom 22. September 2011 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/uk.tv.ign.com
  4. Charles Solomon: Animation Industry Finding Cost Of Laughter Is In Serious Trouble, Orlando Sentinel 11. Mai 1988
  5. Imdb: Muppet Babies: Awards

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]