Murtal Schnellstraße

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Schnellstraße S36 in Österreich
Murtal Schnellstraße
Karte
Verlauf der S 36
 In Betrieb    In Bau    In Planung
Basisdaten
Betreiber: ASFINAG
Straßenbeginn: Sankt Michael in Obersteiermark
(47° 20′ N, 15° 0′ O)
Straßenende: Judenburg-West (dzt./2015)
(47° 10′ N, 14° 38′ O)
Gesamtlänge: ca. 58 km
  davon in Betrieb: ca. 36 km
  davon in Bau: ca. 7,5 km
  davon in Planung: ca. 14,5 km

Bundesland:

S36 am Knoten St. Michael
S36 am Knoten St. Michael

Die Murtal Schnellstraße S 36 ist eine Schnellstraße in der Steiermark und wichtige Nord-Süd-Achse in Österreich. Die S 36 beginnt am Knoten St. Michael in direkter Verlängerung der Semmering Schnellstraße S 6 und führt derzeit bis Judenburg-West.

In Verbindung mit der S 6, der Friesacher Straße B 317 und der Klagenfurter Schnellstraße S 37 stellt sie eine Alternativverbindung zur Süd Autobahn von Wien nach Kärnten dar.

Die S 36 steht straßenverkehrsrechtlich im Rang einer Autobahn und ist vignetten- bzw. mautpflichtig. Der Betrieb und die Instandhaltung erfolgt durch die staatliche Autobahnbetreibergesellschaft ASFINAG.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die S 36 wurde erst spät am Ende des 20. Jahrhunderts in ihrem bisherigen Ausmaß fertiggestellt. Gerüchten zufolge sollte der heute im Raum Graz beheimatete Autocluster Steiermark nach dem Niedergang des Kohlebergwerks in Fohnsdorf ursprünglich im Aichfeld errichtet werden, womit der S 36 eine bedeutende Rolle im wirtschaftlichen Verkehr zugekommen wäre. Die damals aber erst in Bau befindliche Murtal Schnellstraße sei - trotz vorhandener ausgebildeter Arbeitskräfte vor Ort – ein maßgebliches infrastrukturelles Hindernis für die Ansiedelung der Unternehmensgruppe an diesem Ort gewesen.

Vor Fertigstellung einzelner Teilabschnitte der Murtal Schnellstraße wurden die heutigen Landesstraßen parallel zur S 36 als Murtal Ersatzstraße B 336 geführt.

Vom Beginn beim Knoten St. Michael führt die S 36 über Knittelfeld und Zeltweg bis nach Judenburg. Das Ende der Schnellstraße begründet – nach einer scharfen Linkskurve, die angeblich aufgrund der dort vorhandenen Endmoräne errichtet wurde – die Abfahrt Judenburg West.

Derzeit ist eine Verlängerung der Schnellstraße bis Scheifling geplant. Im Anschluss daran soll mit der geplanten Klagenfurter Schnellstraße S 37 eine Verbindung nach Kärnten hergestellt werden. Im November 2010 wurde diese Verlängerung, deren Baubeginn unmittelbar bevorstand, jedoch bis auf weiteres aufgeschoben. Diese Aufschiebung wird einerseits mit finanziellen Einsparungen begründet und andererseits damit, dass keine neue Transitachse entstehen soll. Im März 2012 wurde von der ASFINAG bekanntgegeben, dass der Ausbau der S 36 aus wirtschaftlichen Gründen gestoppt wurde.

Aktueller Ausbau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Mai 2013 wurde damit begonnen, die S 36 im Abschnitt zwischen Sankt Georgen ob Judenburg und Scheifling auszubauen. Im ersten Abschnitt wurde dabei bis Ende 2015 eine 610 Meter lange Unterflurtrasse in St. Georgen errichtet, anschließend soll bis 2019 eine 950 m lange Unterflurtrasse in Unzmarkt errichtet werden und die Bestandstrecke auf einer Länge von ca. 7,5 km adaptiert und durchgehend auf zwei Fahrstreifen pro Richtung erweitert werden.

Für den 12,5 km langen Abschnitt Judenburg - Sankt Georgen ob Judenburg müssen die Planungen neu gestartet werden, eine Realisierung ist frühestens ab 2017 zu erwarten.[1]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Murtal Schnellstraße S36 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]