Musée de Montmartre

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Musee de Montmartre Paris.jpg
Musée de Montmartre

Das Musée de Montmartre (Montmartre-Museum) befindet sich in der Rue Cortot N°8-14 im 18. Pariser Arrondissement. 1960 eröffnet, ist es seit 2003 eingetragen als Musée de France laut Gesetz N°2002-5 vom 4. Januar 2002.

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Musée de Montmartre liegt inmitten eines Gebäudeensembles, das das Hôtel Demarne und das Bel Air-Haus umfasst. Lange Zeit dachte man, Letzteres sei das Manoir de Rosimond, in dem Rose de Rosimond gelebt habe, ein zeitgenössischer Schauspieler und Darsteller der Stücke Molières. Einer im Juni 2012 durchgeführten Studie von GRAHAL (einer Forschungsgruppe für Kunst, Geschichte, Architektur und Literatur) zufolge entspricht diese Vermutung wohl nicht der Wahrheit. Das Musée de Montmartre spiegelt die Geschichte des Quartiers wider. Man findet dort Montmartres künstlerische Bohème, das Aufblühen seiner berühmten Cabarets, sowie das künstlerische Ambiente des 19. und 20. Jahrhunderts.

Viele Künstler lebten hier. Auguste Renoir hatte dort 1876 sein Atelier und schuf während seines dortigen Aufenthalts Leinwandgemälde wie etwa Der Ball des Moulin de la Galette oder Die Schaukel. Suzanne Valadon, ihr Sohn Maurice Utrillo und ihr Ehemann André Utter, Emile Bernard, die Fauvisten Othon Friesz und Raoul Dufy, Démétrios Galanis, Francisque Poulbot, Léon Bloy sowie Pierre Reverdy lebten ebenfalls dort.

Die Sammlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Sammlung des Musée de Montmartre umfasst eine Reihe von Gemälden, Plakaten, Fotografien und Objekten, die u. a. von Modigliani, Kupka, Toulouse-Lautrec oder Utrillo signiert sind. Unter diesen Werken findet man Das Cabaret du Chat Noir von Steinlen, Bruant beim Mirliton, Der japanische Diwan, oder auch Das Moulin Rouge von Toulouse-Lautrec, Die Place Pigalle von Maurice Utrilllo, Suzanne Valadons Selbstporträt, Parce Domine von Willette, das Aushängeschild des Lapin Agile, aber auch das Schattentheater von Henri Rivière.

Die Sammlung liegt im Besitz der 1886 gegründeten Association du Vieux Montmartre (Vereins des Alten Montmartre). Der Verein hat das Ziel, die künstlerischen, historischen und ethnologischen Zeugnisse von Montmartre zu erhalten und zu bereichern.

Die Renoir-Gärten und die Weingärten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Renoir-Gärten wurden 2012 nach Vorlagen von Renoirs Gemälden, die dieser während seines Aufenthalts in der Rue Cortot schuf, neu hergerichtet. Dort wachsen Obstbäume wie Birne und Mandel sowie Sträucher wie Flieder, Rosen und kletternde Hortensien. Von dort aus erblickt man die Weingärten von Montmartre. Diese existierten bereits im Mittelalter und wurden 1933 neu gepflanzt.

Bauarbeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zurzeit finden größere Renovierungsarbeiten statt, um die Gärten neu zu gestalten und die Ausstellungsfläche zu vergrößern. Bis zum Ende der Renovierungsarbeiten 2014 bleibt das Museum täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Musée de Montmartre – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Offizieller Link

Koordinaten: 48° 53′ 16″ N, 2° 20′ 26″ O