Musau

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Musau
Wappen Österreichkarte
Wappen von Musau
Musau (Österreich)
Musau
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Tirol
Politischer Bezirk: Reutte
Kfz-Kennzeichen: RE
Fläche: 20,66 km²
Koordinaten: 47° 32′ N, 10° 40′ OKoordinaten: 47° 31′ 56″ N, 10° 40′ 20″ O
Höhe: 821 m ü. A.
Einwohner: 384 (1. Jän. 2021)
Bevölkerungsdichte: 19 Einw. pro km²
Postleitzahl: 6600
Vorwahl: 05677
Gemeindekennziffer: 7 08 22
Adresse der
Gemeinde­verwaltung:
HNr. 85
6600 Musau
Website: www.musau.tirol.gv.at
Politik
Bürgermeister: Sieghard Wachter
Gemeinderat: (Wahljahr: 2016)
(11 Mitglieder)

11 "Wir für Musau"

Lage von Musau im Bezirk Reutte
BachBerwangBiberwierBichlbachBreitenwangEhenbichlEhrwaldElbigenalpElmenForchachGränGramaisHäselgehrHeiterwangHinterhornbachHöfenHolzgauJungholzKaisersLechaschauLermoosMusauNamlosNesselwänglePfafflarPflachPinswangReutteSchattwaldStanzachSteegVorderhornbachTannheimVilsWängleWeißenbach am LechZöblenTirolLage der Gemeinde Musau im Bezirk Reutte (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
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Blick auf Musau (diesseits des Lechs) und Unter-Pinswang (jenseits des Lechs) von der "Achsel" (~ 1150 m)
Blick auf Musau (diesseits des Lechs) und Unter-Pinswang (jenseits des Lechs) von der "Achsel" (~ 1150 m)
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Musau ist eine Gemeinde mit 384 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2021) im Bezirk Reutte in Tirol (Österreich). Die Gemeinde liegt im Gerichtsbezirk Reutte.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Musau liegt auf der westlichen Seite einer beckenartigen Erweiterung des Lechs nördlich von Reutte. Das Siedlungsgebiet erstreckt sich über mehrere Ortsteile (Brandtstatt Saba, Roßschläg, Leite, Platte, Hofstatt, Riedle, Höllmühle).

Ortsteile[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde teilt sich in die Ortsteile Platte, Riedle, Leite, Hofstadt, Brandstatt, Saba und Rosschläg.[1]

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vils Pinswang
Grän Nachbargemeinden Pflach
Nesselwängle Wängle Lechaschau

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erstmals erwähnt wurde Musau im Jahr 1218 als „Mosseowe“. Die Herren von Hohenegg hoben an der Straße nach Vils einen Straßenzoll ein, gegen den die Augsburger und Nürnberger Kaufleute 1449 vergeblich Beschwerde erhoben. Im 16. Jahrhundert wird bereits eine Brücke über den Lech erwähnt. Die heutige Ulrichsbrücke wurde 1914 erbaut. Seit dem Bau der Umfahrungsstraße dient diese Brücke als Radweg.

Im Jahr 1816 kam Musau zu Tirol. 1861 wurden die Füssener Hanfwerke gegründet, die auch Frauen beschäftigten. Daneben boten die Holzbottich-Erzeugung und der Abbau von Eisenvitriol Verdienstmöglichkeiten. Nach dem Zweiten Weltkrieg war die Landwirtschaft der wichtigste Wirtschaftszweig.[2]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kapelle Maria Heimsuchung
Kapelle in der Brandstatt.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Musau
  • Kapelle Maria Heimsuchung
  • Kapelle Brandstatt

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaftssektoren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von den zwanzig land- und forstwirtschaftlichen Betrieben wurde einer im Haupterwerb, vierzehn im Nebenerwerb und fünf von juristischen Personen geführt. Diese fünf bewirtschafteten über neunzig Prozent der Flächen (Stand 2010).[3] Im Jahr 2011 gab es 28 Arbeitsplätze in Musau, fünf in der Landwirtschaft, zwölf im Produktionssektor und zwanzig im Dienstleistungssektor.[4]

Berufspendler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von den fast 200 Erwerbstätigen, die 2011 in Musau wohnten, pendelten fast neunzig Prozent aus, nur vierzehn Prozent arbeiteten in der Gemeinde.[5]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Partei 2016[6] 2010[7]
Prozent Mandate % M.
Wir für Musau 100 11 100 11

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister von Musau ist Sieghard Wachter.[8]

Gemeindewappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Farben rot und weiß im Hintergrund leitet sich von den Tiroler Landesfarben ab. Der schwarze Drache mit Magnusstab basiert auf dem Wappen des Füssener Stifts Magnus, das gerichts- und grundhoheitliche Rechte besaß.[1]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • In Musau wurde 1902 der Priester und Widerstandskämpfer Josef Zotz geboren.
  • Aus Musau stammt Johann Senner (3. August 1895–28. April 1985), Mönch im Franziskanerorden und Diözesanbischof Tharsitius Senner von Cochabamba in Bolivien.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Musau – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Tirol Atlas, Geographie Innsbruck: Musau. Abgerufen am 2. Juni 2016.
  2. Geschichte. Gemeinde Musau, abgerufen am 17. Januar 2021 (österreichisches Deutsch).
  3. Ein Blick auf die Gemeinde Musau, Land- und forstwirtschaftliche Betriebe. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 17. Januar 2021.
  4. Ein Blick auf die Gemeinde Musau, Erwerbstätige am Arbeitsort. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 17. Januar 2021.
  5. Ein Blick auf die Gemeinde Musau, Berufspendler. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 17. Januar 2021.
  6. Land Tirol - Wahlen 2016. Abgerufen am 17. Januar 2021.
  7. Land Tirol - Wahlen 2010. Abgerufen am 17. Januar 2021.
  8. Musau, Bürgermeister. Abgerufen am 17. Januar 2021 (österreichisches Deutsch).