Museen der Stadt Dresden

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Das Landhaus Dresden – Sitz des Stadtmuseums

Die Museen der Stadt Dresden sind ein Verbund acht kommunaler Museen der sächsischen Landeshauptstadt. Nach den Staatlichen Kunstsammlungen sind die Museen der Stadt Dresden der zweitgrößte Verbund von Museen in Dresden.

Museen[Bearbeiten]

Den Kern der Museen der Stadt Dresden bilden die Stadtgeschichtlichen Museen um das Stadtmuseum Dresden. Bereits 1891 gegründet, befindet es sich seit 1966 im Landhaus. Im Stadtmuseum werden Objekte zur Geschichte Dresdens gesammelt und ausgestellt.

Mit dem Schillerhäuschen in Loschwitz, dem Kraszewski-Museum in der Radeberger Vorstadt und dem Carl-Maria-von-Weber-Museum in Hosterwitz gruppieren sich drei personengebundene Museen um das Stadtmuseum. Sie stellen in erster Linie die Dresdner Lebensabschnitte Friedrich Schillers, Józef Ignacy Kraszewskis und Carl Maria von Webers und deren Wirken in der damaligen sächsischen Residenzstadt dar.

Ein fünftes Stadtgeschichtliches Museum ist das Kügelgenhaus – Museum der Dresdner Romantik in der Inneren Neustadt, das in Dresden wirkende Künstler der Romantik vorstellt. Aus dem Stadtmuseum heraus entstand ab 2002 die Städtische Galerie Dresden als städtisches Kunstmuseum. Sie befindet sich ebenfalls im Landhaus. Die Technischen Sammlungen Dresden sind das städtische Technikmuseum. Sie befinden sich im Ernemann-Bau im Stadtteil Striesen. Das Heimat- und Palitzschmuseum Prohlis ist ein Heimatmuseum im Stadtteil Prohlis, das die dortige Ortsgeschichte sowie das Leben und Wirken des Prohliser Bauern und Naturwissenschaftlers Johann Georg Palitzsch dokumentiert.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Museumsverbund entstand 1919 als „Städtische Sammlungen Dresden“. Unter diesem Namen wurden das 1891 gegründete Stadtmuseum Dresden, das bereits seit 1885 zugängliche ehemalige Körner-Museum sowie das 1888 eröffnete ehemalige Schilling-Museum auf Initiative von Georg Minde-Pouet einer gemeinsamen Leitung unterstellt. Das Körnermuseum befand sich im 1945 zerstörten Wohnhaus Christian Gottfried Körners nahe dem Japanischen Palais und befasste sich unter anderem auch mit Werken von dessen Sohn Theodor. Das Schilling-Museum in der Pirnaischen Vorstadt war dem Bildhauer Johannes Schilling gewidmet; das Gebäude war nach Plänen von dessen Sohn Rudolf errichtet worden. Während das Stadtmuseum bis heute besteht, fielen die beiden anderen Museen 1945 den Luftangriffen auf Dresden zum Opfer.

Ab 1950 waren die Städtischen Sammlungen in der damaligen Stadthalle in der Albertstadt untergebracht. Ab 1956 bestanden sie aus zwei Abteilungen, von denen eine aus dem Stadtmuseum und die andere aus dem in der frühen DDR-Zeit neugeschaffenen Museum für Geschichte der Dresdner Arbeiterbewegung hervorgegangen war. Ab 1957 übernahm der vorherige Leiter des Kulturbundes in Dresden, Linus Hamann, die Leitung der Städtischen Sammlungen. Das Stadtmuseum Dresden wurde 1966 als Institut und Museum für Geschichte der Stadt Dresden wiedergegründet. Es unterhielt als Außenstellen das 1957 eingerichtete C.-M.-v.-Weber-Museum, das 1960 eröffnete Kraszewski-Museum, das Museum der Dresdner Romantik sowie das Schillerhäuschen. Seit 1990 heißt es wieder Stadtmuseum.

Den Städtischen Museen wurden außerdem die Technischen Sammlungen Dresden sowie das Heimat- und Palitzschmuseum Prohlis zugeordnet. Im Jahre 2002 kam durch die Ausgliederung der Städtischen Galerie aus dem Stadtmuseum ein achtes Museum hinzu.

Trivia[Bearbeiten]

Ebenfalls städtische Museen, aber nicht Teil der Museen der Stadt Dresden, sind das Leonhardi-Museum und das Kunsthaus Dresden. Das KraftWerk – Dresdner Energiemuseum wird von der zu 90 Prozent in städtischer Hand befindlichen Drewag betrieben.

Literatur[Bearbeiten]

Museum für Geschichte der Stadt Dresden. In: Manfred Bachmann und Hans Prescher (Hrsg.): Museen in Dresden. Leipzig 1991, S. 174-180.

Weblinks[Bearbeiten]