Museum Angerlehner

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Museum Angerlehner (2019)

Das Museum Angerlehner ist ein Privatmuseum für zeitgenössische Kunst in Thalheim bei Wels.

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das am 14. September 2013 eröffnete Museum präsentiert die Kunstsammlung von Heinz Josef Angerlehner aus dessen mehr als dreißigjähriger Sammlungstätigkeit im Bereich zeitgenössischer Kunst.[1]

Das Museum wurde auf dem Areal der ehemaligen Konzernzentrale der FMT Gruppe in Thalheim eingerichtet. Der im August 2013 eröffnete 90 m lange Angerlehner-Steg über die Traun bietet Fußgängern und Radfahrern hier eine neue Querungsmöglichkeit auf Höhe Schwimmbad und Messegelände Wels. Die LED-Beleuchtung im Brückengeländer wurde von Waltraut Cooper entworfen. Ein zweiter, ebenfalls öffentlich nutzbarer – aber versperrbarer – Steg führt etwas versetzt vom rechtsufrigen Treppelweg über den traunparallelen Aiterbach zum Museum und Thalheim.[2]

Das Büro Wolf Architektur aus Grieskirchen entwickelte gemeinsam mit dem Bauherrn ein stringentes, offenes und modernes Kunstmuseum, das den Charakter des ehemaligen Industriestandortes bewahrt.[3]

Die ab Frühjahr 2012 bis Herbst 2013 geschaffenen Museumsräume bieten mehr als 2.000 Quadratmeter Ausstellungsfläche und großzügige und repräsentative Entfaltungsmöglichkeiten. Ein 50 Meter langes Schaudepot mit 161 beidseitig behängten ausziehbaren Schiebewänden und einer Hängefläche von etwa 6.000 Quadratmetern bietet neben der Präsentation der Kunstwerke in den jeweiligen Ausstellungen Einblicke in die Sammlung. Die große Halle ist säulenfrei und misst 1.000 m².

Die längliche, gut 10 m hohe Halle, errichtet für den Industriemontagebetrieb, wird quer von Dachträgern überspannt, die von Säulen am Rand der Halle getragen werden. Damals wurde die Fassade durch hellgraues Trapezblech gebildet. Auf etwas mehr als halber Höhe wurde für das Museum auf einem mittleren Teil der Fläche ein hochliegendes Zwischengeschoß eingezogen, von einer Laufschiene des ehemaligen deckennahen Krans ist daneben noch ein Stück sichtbar übrig geblieben.[4]

Auf der rundum schwarzen Metallfassade wechseln sich glänzende und verschieden matte Elemente als Streifen ab, sodass die Spiegelung der Umgebung und die reflektierende Fläche selbst wahrnehmbar werden. Ein vertikaler Lichtstreifen markiert den Eingang nahe dem Osteck des Gebäudes.

Architekturauszeichnung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 12. November 2014 erhielt der Museumsbau in Oberösterreich den Landeskulturpreis Bauwerk des Jahres verliehem. Die Zentralvereinigung der Architekten Österreichs nominierte den Bau (als einen von drei je Bundesland) zum Bauherrenpreis 2014.

Ausstellungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erstpräsentation der 2500 Werke umfassenden Sammlung Angerlehner:[5]

  • Eröffnungsausstellung vom 13. September 2013 bis Anfang August 2014 zur Geschichte österreichischer Malerei ab 1950 in der 1.170 Quadratmeter großen Halle im Erdgeschoß, Kurator Florian Steininger vom BA Kunstforum.
  • Linienkunst aus der Sammlung Angerlehner: Handschriftliches – Figürliches vom 13. September 2013 bis Ende November 2013 in zwei Ausstellungsräumen des Obergeschoßes, Kurator Peter Assmann.
  • Josef BauerPatrick Schmierer vom 13. September 2013 bis zum 26. Jänner 2014 in zwei Ausstellungsräumen des Obergeschoßes, Kurator Johannes Holzmann gemeinsam mit den beiden Künstlern.
  • In memoriam Karl Mostböck ab 5. Dezember 2013 im Obergeschoß.[6]

Weitere Ausstellungen (unvollständig):

  • Johann Jascha und Othmar Zechyr, Zeichner – Weggefährten, Eine Retrospektive 1966 – 1996 – 2019. 24. März – 22. September 2019

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Museum Angerlehner – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Angerlehner-Museum wurde feierlich eröffnet, in: Bezirksrundschau Wels Online
  2. http://www.museum-angerlehner.at/upload/1030909_Pressemitteilung%2030.08.2013%20-%20Steger~C3B6ffnung.pdf Neues aus dem Museum Angerlehner, Pressemitteilung 30. August 2013. Abgerufen 14. August 2015.
  3. Von der Werkhalle zur Kunsthalle, in: Webpräsenz des Museums Angerlehner
  4. Architektur & Geschichte : Von der Werkhalle zum Kunstraum museum-angerlehner.at, abgerufen 20. März 2019.
  5. Museum Ausstellungen, in: Webpräsenz des Museums Angerlehner
  6. Veranstaltungskalender in der Webpräsenz des OÖ. Museumsverbundes

Koordinaten: 48° 8′ 54,4″ N, 14° 1′ 11,6″ O