Museum Frauenkultur

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Museum Frauenkultur Regional – International
Marstall Schloss Burgfarrnbach.jpg

Marstall im Schloss Burgfarrnbach
Daten
Ort Fürth
Art Frauenmuseum, Ausstellungen und Sammlung
Eröffnung 2006 an diesem Ort
Website www.frauenindereinenwelt.de

Das Museum Frauenkultur Regional – International ist das erste Frauenmuseum Bayerns. Es ist im Marstall des Burgfarrnbacher Schlosses in Fürth untergebracht.

In Kooperation mit der Stadt Fürth startete das Museum als „Mobiles Museum“ (2003–2005), ab 2006 konnte es als ein Museum mit festem Standort im barocken Marstall des Schlosses Burgfarrnbach weitergeführt werden. Das Museum ist ein Projekt des Vereins „Frauen in der Einen Welt - Zentrum für interkulturelle Frauenalltagsforschung und internationalen Austausch e. V.“ (FidEW). Der Verein wurde 1989 in Nürnberg gegründet.

2014 erhielt das Museum den Frauenförderpreis der Stadt Nürnberg.[1]

Konzept[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Museum gibt Frauen eine Stimme und beleuchtet Lebensgeschichten, Frauenkulturen und Frauenalltag in unterschiedlichen Perspektiven. Dabei entdecken die Besucher die Gemeinsamkeiten von Lebenswelten, die sehr weit voneinander entfernt zu sein scheinen. Objekte aus der Region und vielen Ländern der Erde bilden den Sammlungsbestand des Museums. Zu jeder Ausstellung wird ein Begleitprogramm aus Vorträgen, Podiumsdiskussionen, Filmen und Workshops angeboten, zudem Kataloge und Publikationen, in die Ergebnisse historischer, soziologischer und ethnologischer Forschungen einfließen. Zweitägige „Gespräche im Museum“ geben Wissenschaftlerinnen den Raum, aktuelle Forschungsergebnisse vorzustellen und zu diskutieren.

Ausstellungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Ausstellungen von „Frauen in der Einen Welt e.V.“ sind als Wanderausstellungen zu verschiedenen Themen konzipiert. Die Vereinsfrauen haben, ohne ein eigenes Museum zu betreiben, von 1989 bis 2003 auch schon Ausstellungen erstellt und an wechselnden Orten deutschland- und europaweit gezeigt. Die im Museum gezeigten Ausstellungen stammen zum Teil aus dieser Zeit, die dazugehörigen Kataloge ebenfalls. Bei an mehreren Orten gezeigten Ausstellungen ist jeweils das Jahr der Ausstellung im Museum angegeben.

  • ausgekocht (2016/2017)
  • Kriegssocken und Peacemakerinnen (2015)
  • Gewonnene Jahre – Neues ZeitAlter für Frauen (2013/ 2014)
  • Sehen und gesehen werden 2 (2012)
  • La Bonne – vom Dienstmädchen zur globalen Dienstleisterin (2011/10)
  • Schicksalsfäden (2009)
  • Ins Licht gerückt - 20 LiBeraturpreisträgerinnen (2007/08)
  • Kopftuchkulturen (2006)
  • Unartig Neuartig - Fremdartig: Frauengeschichte in Mittelfranken (2003)
  • Sehen und gesehen werden 1 (2004)
  • Das Kopftuch (2003)
  • Abenteuer Ehe (1993)
  • Über-Lebens-Kunst. Frauenalltag auf Stoffbildern (2003)
  • Verflechtungen (1998)
  • Hoffnung auf eigenes Geld - Frauenalltag in Burkina Faso und in Franken (2003)
  • Das Holz, das Heim, das Brot (1994)

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu den Ausstellungen erscheint meist ein oft mehrsprachiger Katalog, der über den Verein vertrieben wird. Darüber hinaus publiziert der Verein Bücher mit den Schwerpunkten:

  • Frauenrechte - Menschenrechte
  • Frauenalltag - Begegnungen
  • Frauenorte - Migration
  • Frauenkulturen - Kunst von Frauen

So sind zum Beispiel erschienen:

  • Mansoureh Shojaee: Sharzades Schwestern. Frauen im Iran/Sharzade’s Sisters. Women in Iran. Nürnberg 2013, ISBN 978-3-935225-08-3.
  • Elisabeth Bala, Gudrun Cyprian, Gaby Franger (Hrsg.): sehen & gesehen werden. Ansichten, Aussichten, Einsichten. Nürnberg 2012, ISBN 3-935225-07-5.
  • Elfie Albert, Elisabeth Bala, Gudrun Cyprian, Gaby Franger (Hrsg.): La Bonne - vom Dienstmädchen zur globalen Dienstleisterin. Nürnberg 2011, ISBN 3-935225-05-9.
  • Gaby Franger (Hrsg.): Schicksalsfäden: Geschichten in Stoff von Gewalt, Hoffen und Überleben. Nürnberg 2009, ISBN 3-935225-04-0.
  • „Ins Licht gerückt“ Frauenrechte - Menschenrechte in Lateinamerika, Asien und Afrika: 20 LiBeraturpreisträgerinnen. Nürnberg 2008 (DVD).
  • Meral Akkent (Hrsg.): Kopftuchkulturen. Nürnberg 1999.
  • Gaby Franger (Hrsg.): Verflechtungen - Korbmacherinnen in Zambia und in Oberfranken. Nürnberg 1998, ISBN 3-935225-01-6.
  • Gaby Franger (Hrsg.): Über-Lebens-Kunst. Frauenalltag auf Stoffbildern. Nürnberg 1995, ISBN 3-935225-02-4.
  • Rosa Elena Maldonado, Gaby Franger: Das Holz, das Heim, das Brot. Reihe Frauen in der einen Welt, Nürnberg 1994, ISSN 0937-5848
  • Gaby Franger, Marissa Pablo (Hrsg.): Abenteuer Ehe. Heiratsmigrantinnen gestern und heute. Reihe Frauen in der einen Welt, Nürnberg 1994, ISSN 0937-5848.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Nürnberger Frauenförderpreis 2014 auf nuernberg.de, abgerufen am 22. Januar 2014