Museum Giersch

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Logo des Museum Giersch der Goethe-Universität
Das Museum Giersch der Goethe-Universität (2016)
Museum Giersch (2008)

Das Museum Giersch der Goethe-Universität ist ein Ausstellungshaus am Museumsufer in Frankfurt am Main. In wechselnden Präsentationen widmet es sich vielfältigen Themen aus Kunst, Kultur und Wissenschaft – mit besonderem Fokus auf der Rhein-Main-Region.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gründung geht auf das Ehepaar Carlo und Karin Giersch zurück, welche regionale Kunst von Weltrang sammelt.[1][2] Dieses Gebiet hatte einst das Städel bedient, etwa mit der jährlich stattfindenden Gauausstellung für bildende Künste, aber nach 1945 nur auf ein paar in der NS-Zeit als „entartet“ bezeichnete Künstler begrenzt. Die im Jahr 2000 eröffnete Einrichtung zeigt Wechselausstellungen zur Kunst- und Kulturgeschichte des Rhein-Main-Gebiets mit dem Ziel, die kulturelle Identität der Region zu erkunden.

Als reines Ausstellungshaus präsentiert das Museum Giersch Leihgaben aus öffentlichem und privatem Besitz. Das Ausstellungsspektrum bezieht sich auf sämtliche Bereiche von Malerei, Photographie, Skulptur und Graphik bis hin zu Architektur und Kunstgewerbe.

Als Ausstellungsgebäude dient dem Museum die spätklassizistische Villa Holzmann am Schaumainkai, die um 1910 für die Unternehmerfamilie Holzmann errichtet wurde und heute zu den wenigen noch erhaltenen Sachsenhäuser Ufervillen gehört.[3] Saniert und zu einem modernen Ausstellungsort umgebaut wurde das Gebäude durch die 1994 gegründete Stiftung Giersch, dem alleinigen Träger des Museums.

Anlässlich des 100-jährigen Bestehens der Goethe-Universität Frankfurt am Main wurde das Museum zum 1. Januar 2015 für 30 Jahre an die Universität übertragen. Es tritt seitdem unter dem Namen Museum Giersch der Goethe-Universität auf.[4][5]

Zum 1. Mai 2020 übernahm die bis dahin stellvertretende Direktorin, die promovierte Kunsthistorikerin Birgit Sander die Leitung des Kunstmuseums von Manfred Großkinsky, der bereits Ende 2019 in den Ruhestand gegangen war.[6][7][8] [9]

Sonderausstellungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Museum Giersch – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. »Es bleibt einem nur das, was man verschenkt« Artikel aus dem Webmagazin der Goethe-Universität, abgerufen am 8. Oktober 2020
  2. Karin und Carlo Giersch – Die Anstifter Artikel aus der Frankfurter Neuen Presse, abgerufen am 8. Oktober 2020
  3. Er begründete das Holzmann-Imperium: Von der Edertalsperre bis zum Elbtunnel Frankfurter Neue Presse, zugegriffen am 8. Oktober 2020
  4. Das Museum Giersch wird von der Goethe-Universität Frankfurt übernommen. Frankfurter Allgemeine Zeitung, zugegriffen am 23. April 2015
  5. Uni übernimmt ihr Museum Frankfurter Neue Presse, zugegriffen am 8. Oktober 2021
  6. Zwei lachende Augen: Manfred Großkinsky geht in den Ruhestand Journal Frankfurt, abgerufen am 29. September 2020
  7. Dr. Birgit Sander tritt Nachfolge von Dr. Großkinsky an. Museum Giersch der Goethe-Universität unter neuer Leitung. Goethe-Universität Frankfurt am Main: Pressemitteilung vom 28. April 2020, abgerufen am 28. April 2020
  8. Personalwechsel im Museum Giersch: Kunsthistorikerin Birgit Sander ist neue Direktorin hr2 Kultur, abgerufen am 29. September 2020
  9. Interview mit Birgit Sander, Leiterin des Museum Giersch der Goethe-Universität Unireport, abgerufen am 29. September 2020
  10. Das Heilige, immer und überall. Ausstellungsbesprechung aus der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, abgerufen am 8. Oktober 2020
  11. Der Kaiser, gemalt von einer Frau! Ausstellungsbesprechung aus der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, abgerufen am 8. Oktober 2020
  12. Am Abgrund des Lebens. Ausstellungsbesprechung aus der Frankfurter Neuen Presse, abgerufen am 8. Oktober 2020
  13. Wie eine Ausstellung entsteht: Unterwegs im Museum Giersch der Goethe-Universität. Artikel aus dem Webmagazin der Goethe-Universität, abgerufen am 8. Oktober 2020
  14. Weitermachen, Jula malen. Ausstellungsbesprechung aus der Frankfurter Rundschau, abgerufen am 8. Oktober 2020
  15. Isenburger-Archiv jetzt in Frankfurt. Artikel aus dem Main-Echo, abgerufen am 8. Oktober 2020
  16. Happenings und Aktionskunst. Ausstellungsbesprechung aus der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, abgerufen am 8. Oktober 2020
  17. Inge Werth – eine Chronistin der 68er Ausstellungsbesprechung aus der Frankfurter Rundschau, abgerufen am 9. Oktober 2020
  18. Revolte vor der Linse Ausstellungsbesprechung aus der Frankfurter Rundschau, abgerufen am 9. Oktober 2020
  19. Der Fluss, eine Person. Ausstellungsbesprechung aus der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, abgerufen am 8. Oktober 2020
  20. Der Geist der Felsbilder. Ausstellungsbesprechung aus der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, abgerufen am 8. Oktober 2020
  21. Heinrich Mylius im Museum Giersch: Das Richtige tun Ausstellungsbesprechung aus der Frankfurter Rundschau, abgerufen am 8. Oktober 2020
  22. Georg Heck: Das Auge des Künstlers Ausstellungsbesprechung aus der Frankfurter Rundschau, abgerufen am 8. Oktober 2020'
  23. Reichtum und Eheglück dazu Ausstellungsbesprechung aus der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, abgerufen am 8. Oktober 2020

Koordinaten: 50° 6′ 5,4″ N, 8° 40′ 14,2″ O