Museum Jorge Rando

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Museum Jorge Rando
Museumjorgerando.JPG
Museumsfront
Daten
Ort Málaga, Spanien
Architekt D. José Antonio González Vargas
Eröffnung 28. Mai 2014
Leitung
Vanesa Diez Barriuso
Website

Das Museum Jorge Rando in Málaga (Spanien) wurde im Juni 2014 eröffnet[1]. Im Mittelpunkt steht die Ausstellung und Verbreitung des Werkes Jorge Randos sowie die Förderung der expressionistischen und der aktuellen neoexpressionistischen Strömung.

Jorge Rando[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jorge Rando zählt zu den bedeutenden Künstlern Spaniens. Nach seinem Studium in Spanien ging er mit 20 Jahren nach Deutschland, wo seine Entwicklung stark von der mitteleuropäischen und deutschen Kultur geprägt wurde. Im Rahmen seines Philosophiestudiums prägten ihn dort deutsche Philosophen[2]. Derzeit lebt und arbeitet er in Málaga, seiner Heimatstadt, und Hamburg.

Gebäude[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Museumsgebäude schließt sich an das Kloster Las Madres Mercedarias im Stadtteil Molinillo in Málaga an. Das Kloster selbst wurde nach einem Entwurf des Architekten D. Manuel Rivera Valentín (1878) errichtet und 1893 eingeweiht. Die Stadt Málaga begann 2011 mit der Umwandlung eines Teiles des Klosters in das Museum unter Leitung des Architekten José Antonio González Vargas[3]. Das Museum vereint in seiner Konstruktion die historische Seite des Hinterhofes mit der modernen Installation aus Waschbeton und oxidiertem Stahl. Fertiggestellt und eröffnet wurde das Museum 2014. Die Härte der expressionistischen Kunst trifft hier auf die Sakralität und Ursprünglichkeit des Ortes.

Wechselausstellung über das Werk von Käthe Kollwitz.
Was ist los, die Diskussionsreihe widmet sich aktuellen Fragen.

Museum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Museum Jorge Rando bietet neben seinen Präsentationen dem Wunsch Randos gemäß als das künstlerische Wohnzimmer Málagas ein umfangreiches Kulturprogramm mit Filmvorführungen, Vorträgen, Kolloquien und Workshops. Es widmet sich dem kulturellen Dialog und der kulturellen Zusammenführung. Zudem soll das Museum ein der expressionistischen Strömung gewidmetes Forschungszentrum beherbergen[4].

Das Museum beherbergt eine Bibliothek mit umfangreicher Literatur zu expressionistischer Kunst sowie einer Vielzahl von philosophisch bedeutsamen Werken. Weitere Räumlichkeiten sind der Innenhof, in dem ein aus Gründungszeit des Klosters stammender Mandarinenbaum steht oder die Werkstatt als Ort, an dem viele Gemälde, auch von Besuchern, entstehen.

Ausstellungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zwei der vier Räume präsentieren das Werk Jorge Randos in einer Dauerausstellung, die periodisch erneuert wird. Die anderen beiden Räume dienen temporären Ausstellungen expressionistischer und neoexpressionistischer Künstler aus Spanien und anderen Länder. Die Räume werden allesamt von natürlichem Licht beleuchtet.

Bedeutende Ausstellungen waren unter anderem Randos Werkreihen Prostitution[5], Mutterschaft, der Passionszyklus[6] und Afrika. Jorge Rando hat sich zudem mit dem Werk von Käthe Kollwitz und ihrer Person auseinandergesetzt und eine ganz eigene Interpretation erarbeitet, die in der Ausstellung Begegnung Käthe Kollwitz – Jorge Rando gezeigt wurde. Ende des Jahres 2015 wird die erste große Ausstellung in Spanien von Ernst Barlach eröffnet[7].

Besuch und Bildungsauftrag[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Museum bietet Führungen an, die weder gebucht werden müssen noch eine Mindestanzahl von Personen voraussetzen. Dazu gibt es Diskussionen, die von Kunsthistorikern angeboten werden. Sie sollen einen Austausch von Impressionen sein, verbunden mit dem Besuch des Museums[8].

La Sala de Estar del Arte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Museum ist als Wohnzimmer der Kunst („La Sala de Estar del Arte“) gedacht. Während des ganzen Jahres werden Reihen mit verschiedenen Darstellungen künstlerischer Disziplinen geboten, die einen Bezug zum Expressionismus haben.

„El color del sonido“ (Die Farbe des Klanges) ist die Reihe, die sich der Musik widmet; „Luces y sombras“ (Licht und Schatten) beschäftigt sich mit der Filmbetrachtung und -diskussion, eingeleitet durch eine Einführung und beendet mit einer Diskussion; „El Gabinet“ behandelt Literatur, Theater und Erzählungen; In der Reihe „Arte“ (Kunst) werden Kunstdiskussionen und Kunstbesprechungen betrachtet und die von dem UNESCO-Lehrstuhl für Kommunikation der Universität von Málaga veranstaltete Reihe „Lo que está pasando“ (Was ist los)[9] widmet sich der Debatte thematischer Fragestellungen[10].

Organisation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Direktion, Administration und alle Aktivitäten des Museums, wie etwa Ausstellungen, Diskussionsveranstaltungen über Kunst, Workshops, Seminare etc. werden von der Jorge Rando Stiftung organisiert.

Impressionen des Museums[11][Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.diariosur.es/videos/malaga/actualidad/3592113108001-inauguracion-museo-jorge-rando-mm.html
  2. http://www.derwesten.de/ikz/ikz-start/ins-licht-gesetzt/jorge-rando-id4465730.html
  3. http://www.gonzalezvargas.es/index.php/trabajos/jorge-rando
  4. http://www.europapress.es/andalucia/cultura-00621/noticia-malaga-cultura-centenar-obras-pintura-escultura-inauguran-museo-jorge-rando-capital-20140528152118.html
  5. http://www.blouinartinfo.com/galleryguide/286089/308320/event/346175#
  6. Szenen vom Leidensweg Jesu Christi (Memento vom 29. August 2016 im Internet Archive) WAZ 10. März 2011
  7. http://www.europapress.es/andalucia/cultura-00621/noticia-malaga-cultura-museum-jorge-rando-traera-primera-vez-espana-exposicion-ernst-barlach-20150525172139.html
  8. http://museojorgerando.org/de/mision.html
  9. http://www.europapress.es/andalucia/malaga-00356/noticia-catedra-unesco-comunicacion-organiza-ciclo-debate-actualidad-20150426130651.html
  10. http://www.museojorgerando.org/de/agenda.html
  11. http://museojorgerando.org/de/agenda.html

Koordinaten: 36° 43′ 36,4″ N, 4° 25′ 25,6″ W