musical.ly

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Logo von musical.ly

musical.ly ist eine von dem Unternehmen musical.ly Inc. entwickelte und vermarktete Social-Media-App, die sich über ihre rein technische Funktionalität hinaus auch als Social-Media-Plattform für ihre registrierten Nutzer versteht. Die als Muser bezeichneten Nutzer filmen sich mit der eigenen Handykamera und bewegen ihre Lippen synchron zu einem selbst ausgewählten Full-Playback-Lied. Dabei können sie u. a. tanzen, turnen, gestikulieren und grimassieren. Verschiedene Aufnahmegeschwindigkeiten erleichtern die Aufnahmen. Es besteht auch die Möglichkeit, ein Video zu berühmten Filmzitaten oder eigenen Geräuschen zu erstellen.

Danach lassen sich die Videos bearbeiten, beispielsweise mit verschiedenen Filtern oder das Einstellen der Schnelligkeit des Videos unabhängig von der Tonspur. Die entstandenen Videos werden direkt in der Smartphone-App geteilt.[1] Es besteht auch die Möglichkeit, die Videos auf den Plattformen anderer sozialer Medien zu teilen.[2]

Zusätzlich besteht die Möglichkeit, als Casts bezeichnete, zehnsekündige Momentaufnahmen zu erstellen. Diese sind 24 Stunden lang auf dem Profil des jeweiligen Musers sichtbar. Auf musical.ly finden regelmäßig Wettstreite statt. Dabei sollen die Nutzer zu ganz bestimmten Liedern oder Texten ein Video erstellen und dieses mit dem entsprechenden Hashtag mit der Community teilen. Außerdem kann mit der App live.ly live gestreamt werden.[3]

musical.ly wurde 2014 veröffentlicht und hatte im August 2016 weltweit 140 Millionen Nutzer, darunter vier Millionen in Deutschland. Die Anwendung wurde von dem Chinesen Louis Yang und Alex Zhu in Shanghai entwickelt.[4] Der Hauptsitz befindet sich in Los Angeles und Shanghai. musical.ly ist für Jugendliche über 13 Jahre gedacht. musical.ly weist ausdrücklich darauf hin, dass Eltern Jugendlichen unter 13 Jahren den Gebrauch nicht erlauben sollen.[5]

2017 wurde musical.ly für einen Preis zwischen 800 Millionen und 1 Milliarde Dollar vom chinesischen Medienunternehmen Beijing Bytedance Technology gekauft.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Andrew Wallenstein: Musical.ly May Be the Spoiler in Livestream Race with Launch of Live.ly. In: variety.com. 24. Juni 2016, abgerufen am 9. September 2016 (amerikanisches Englisch).
  2. Patrick Beuth: Alle Ü30: bitte lesen! In: Zeit Online, 6. Juli 2016. Abgerufen am 29. August 2016.
  3. Live.ly: Die neue App der Musical.ly-Macher mischt den App Store auf. In: curved.de. Abgerufen am 9. September 2016.
  4. Hendrik Ankenbrand: Musical-App aus Schanghai macht jeden zum Star. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 24. August 2016, S. 22.
  5. For Parents