Mustafa Hadid

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Mustafa Hadid
Mustafa hadid.jpg

Hadid vor einem Spiel gegen Japan (2015)

Spielerinformationen
Geburtstag 25. August 1988
Geburtsort KabulAfghanistan
Größe 181 cm
Position Abwehr, Sturm
Vereine in der Jugend
2004–2006
2006–2007
Hamburger SV
Germania Schnelsen
Vereine als Aktiver
Jahre Verein Spiele (Tore)1
2006–2007
2007–2009
2009–
Germania Schnelsen
Eintracht Norderstedt
Altona 93
2 0(2)
27 (11)
170 (29)
Nationalmannschaft2
2007– Afghanistan 34 0(1)
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.
Stand: Saisonende 2015/16

2 Stand: 29. März 2016

Mustafa Hadid (* 25. August 1988 in Kabul) ist ein afghanischer Fußballspieler, der seit der Saison 2009/10 beim Hamburger Oberligisten Altona 93 spielt.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hadid kam im Alter von zwei Jahren mit seiner Familie aus Afghanistan nach Hamburg, um den Krieg dort zu entfliehen.[1] Er studiert seit seiner Zeit bei Eintracht Norderstedt Umwelttechnik an der HAW Hamburg.[2]

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vereinskarriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hadid fing in der B-Jugend beim Hamburger SV an, Fußball zu spielen.[1] Dort konnte er sich gegen Konkurrenten wie Sidney Sam und Eric Maxim Choupo-Moting allerdings nicht durchsetzen, so dass er zum Hamburger Oberligisten Eintracht Norderstedt wechselte. Doch auch hier gelang ihm nicht der Durchbruch; er machte in zwei Jahren nur 27 Spiele, aber erzielte immerhin 11 Tore. Daher wechselte der gelernte Stürmer im Sommer 2009 zu Altona 93 in die Oberliga Hamburg.

Bereits in seiner ersten Saison konnte er sich als Stammspieler durchsetzen und verpasste bis zur Winterpause 2011/12 nur elf Ligaspiele. Dann verletzte er sich allerdings schwer und fiel für die gesamte Rückrunde aus. Trotz der langen Ausfallzeit verlor er seinen Stammplatz nicht, und wurde von Trainer Oliver Dittberner zum Außenbahnspieler umfunktioniert.[2] Obwohl Hadid mit Altona 93 bis zur Saison 2014/15 nur zweimal nicht unter den Top 5 der Oberliga stand, gelang der Aufstieg in die Regionalliga Nord nie.

Beim Länderspiel gegen Singapur am 29. März 2016 verletzte er sich wieder schwer am Bein, sodass er rund acht Wochen ausfiel. Sein Comeback gab er am 17. Mai beim 3:2-Sieg gegen den TSV Buchholz 08, als er in der 70. Minute eingewechselt wurde.[3] Mit Altona 93 erreichte er das Finale des Hamburger Pokal gegen Eintracht Norderstedt (1:4 n. V.); in der 71. Minute eingewechselt, musste er verletzungsbedingt nur fünf Minuten später wieder ausgewechselt werden. Später wurde ein Kreuzbandriss diagnostiziert, wodurch er mehrere Monate ausfallen wird.[4]

Nationalmannschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für die afghanische Nationalmannschaft wurde Hadid erstmals 2008 für die anstehende Südasienmeisterschaft nominiert. Dort debütierte er am 4. Juni 2008 beim 2:2-Unentschieden gegen Sri Lanka und machte sofort sein erstes Tor, als er die zwischenzeitliche 2:1-Führung erzielte.[5] In der Folge entwickelte er sich zum Stammspieler in der Nationalmannschaft. Hadid wurde für die Südasienmeisterschaft 2013 nominiert, wo er alle fünf Spiele bestritt und nach dem 2:0-Finalsieg gegen Indien Südasienmeister wurde. Auch am AFC Challenge Cup 2014, wo Afghanistan den vierten Platz belegte, und bei der Südasienmeisterschaft 2015 (2. Platz) nahm Hadid teil. Insgesamt stand er bei bisher mindestens 34 Spielen auf dem Platz und erzielte mindestens zwei Tore.

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nationalmannschaft
Altona 93

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Mustafa Hadid – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b dfb.de: Mustafa Hadid: Amateur in Hamburg, Volksheld in Afghanistan, 29. Oktober 2013
  2. a b Hamburger Abendblatt: Mustafa Hadid als Held in einem afghanischen Fußballmärchen, 2. November 2013
  3. Elbe Wochenblatt: AFC vor Wochen der Wahrheit, 25. Mai 2016
  4. Hamburger Abendblatt: Personalsorgen lassen Altonas Trainer schlecht schlafen, 1. Juni 2016
  5. Tore vom Spiel gegen Sri Lanka auf YouTube