Mute (Film)

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Filmdaten
Deutscher TitelMute
OriginaltitelMute
ProduktionslandVereinigtes Königreich, Deutschland
OriginalspracheEnglisch
Erscheinungsjahr2018
Länge126 Minuten
AltersfreigabeFSK 16
Stab
RegieDuncan Jones
DrehbuchDuncan Jones,
Michael Robert Johnson,
Damon Peoples
ProduktionStuart Fenegan
MusikClint Mansell
KameraGary Shaw
SchnittLaura Jennings
Besetzung

Mute ist ein deutsch-britischer dystopischer Mystery-Thriller von Duncan Jones. Es handelt sich bei Mute um den zweiten Teil einer geplanten Trilogie, die mit Moon begonnen wurde.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2052 fristet der stumme Barkeeper Leo Beiler eine triste Existenz in den Straßen Berlins. Die Metropole hat sich in den vergangenen 40 Jahren in einen urbanen Moloch verwandelt, in dem das pure Chaos herrscht und man niemandem über den Weg trauen kann. Trotz aller Gefahren, die von den finsteren Gestalten ausgehen, die Berlins Straßen belagern, begibt sich Leo jeden Tag aufs Neue in den dystopischen Großstadtdschungel, stets auf der Suche nach der einzigen Person, die er liebt, aber unter tragischen Umständen verloren hat. Seine große Liebe Naadirah verschwand vor einiger Zeit, und bis heute ist er auf der Suche nach ihr. Eine Gruppe amerikanischer Chirurgen, darunter Cactus Bill, scheint eine Lösung für Leos Probleme zu haben.

Produktion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mute basiert auf einem Drehbuch von Duncan Jones und Mike Johnson/Michael Robert Johnson, das später von Damon Peoples überarbeitet wurde. Jones, der bei dem Film auch Regie führte, beschreibt den Film selbst als Herzensprojekt, das lange Zeit aufgrund von Finanzierungsproblemen nicht realisiert werden konnte.[1] Es handelt sich bei Mute um den zweiten Teil einer geplanten Trilogie, die mit Moon aus dem Jahr 2009 begonnen hatte.[2] Mute ist jedoch in keiner Weise eine Fortsetzung von Moon, so Jens Balkenborg von Filmstarts, denn auch wenn Jones in beiden Filmen von einer düsteren Zukunft erzähle, sei die Geschichte in Mute völlig neu und spiele in einem völlig neuen Setting.[3] Im November 2015 wurde bekannt, dass die Dreharbeiten im März 2016 beginnen und in Berlin stattfinden sollen.

Der Film wurde von Jones‘ langjährigem Geschäftspartner Stuart Fenegan (Liberty Films) produziert,[4] die deutschen Koproduzenten sind Christoph Fisser und Carl Woebcken (Studio Babelsberg AG).[5][6] Der Film erhielt vom German Motion Picture Fund eine Produktionsförderung in Höhe von einer Million Euro[7] und wurde vom Medienboard Berlin-Brandenburg mit 200.000 Euro gefördert.[8][9]

Paul Rudd ist im Film in der Rolle des Militär-Chirurgen Cactus Bill zu sehen. Seyneb Saleh spielt Naadirah, Gilbert Owuor ihren Boss Maksim. Robert Sheehan spielt Luba, und Noel Clarke übernahm die Rolle von Stuart.

Die deutsche Synchronisation entstand nach einem Dialogbuch von Stefan Eckel und der Dialogregie von Engelbert von Nordhausen im Auftrag der Studio Hamburg Synchron GmbH.[10] Benjamin Stöwe spricht in der deutschen Fassung Luba, Cornelia Waibel leiht Naadirah ihre Stimme, und Armin Schlagwein spricht Stuart.

Letztlich war der Drehbeginn im Oktober 2016.[11] Neben Berlin wurde auch im koproduzierenden Studio Babelsberg in Potsdam gedreht, unter anderem in der neuen Außenkulisse des Filmstudios.[4][6] In Berlin hatte Jones für eine gewisse Zeit als Kind gelebt.[4] Am 15. Dezember 2016 wurden die Dreharbeiten beendet.

Der Film wurde am 23. Februar 2018 in das Angebot von Netflix aufgenommen.[12]

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Film Mute erhielt negative Reaktionen. Die Internetseite Rotten Tomatoes zählt 80 professionelle Kritiken auf, von denen lediglich 19 % positiv sind. Die durchschnittliche Bewertung lag bei 4/10.[13] Bei Metacritic erhielt der Film eine Bewertung von 35/100, basierend auf 24 Kritiken.

Brian Tallerico bezeichnete Mute bei RogerEbert.com als „einen Mischmasch von Ideen, auf der Suche nach einem Film“.[14] Amy Nichols von Uproxx schrieb: „Mute ist als Stichpunktliste an Absurditäten spannender als ein zweistündiger Film. Dennoch behält Jones meine Aufmerksamkeit.“[15] David Edelstein schenkte dem Film „Punkte für seine extreme Willkür“.[16]

David Sims von The Atlantic urteilte derweil: „Rudd und Theroux tun ihr Bestes, um Spaß zu haben, doch die miserable Stimmung des Filmes kämpft an jeder Stelle aktiv gegen die beiden an.“[17] Bjarne Bock bemerkte für Serienjunkies.de: „Weder als Sci-Fi-Streifen noch als Actionkrimi kann Duncan Jones’ jüngstes Werk wirklich überzeugen.“ Der Regisseur habe laut Bock zwischen seinen früheren Filmen Source Code und Warcraft: The Beginning sein Talent verloren.[18]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Sarah Gibson: These Are the 50 Best Movies Coming Out in 2017 In: highsnobiety.com. Abgerufen am 4. Juli 2017.
  2. Nele Bübl: Mute: Erster Trailer zum neuen Sci-Fi-Thriller von Duncan Jones In: robots-and-dragons.de, 30. Januar 2018.
  3. Jens Balkenborg: Kritik der Filmstarts-Redaktion. Auf Filmstarts.de, abgerufen am 16. Januar 2019.
  4. a b c Berliner Arbeitskreis Film e.V. - Neuigkeiten. Abgerufen am 30. Juli 2017.
  5. Mute (II) (2018) Full Cast & Crew. In: imdb.com. Abgerufen am 9. Dezember 2017.
  6. a b Studio Babelsberg: Science Fiction für Babelsberg mit Paul Rudd und Justin Theroux. In: pnn.de. 12. Oktober 2016, abgerufen am 9. Dezember 2017.
  7. German Motion Picture Fund In: bmwi.de. Abgerufen am 4. Juli 2017.
  8. Medienboard Förderzusagen Oktober 2016. (PDF) Medienboard Berlin-Brandenburg, abgerufen am 30. Juli 2017.
  9. Jetzt wird’s bunt: Herbst-Highlights ‘Made in Berlin-Brandenburg’! Medienboard fördert neue Filmprojekte von Duncan Jones für Netflix, Dennis Gansel, Anika Decker, Lars Kraume und vielen mehr. (Nicht mehr online verfügbar.) Medienboard Berlin-Brandenburg, 18. Oktober 2016, ehemals im Original; abgerufen am 30. Juli 2017.@1@2Vorlage:Toter Link/www.medienboard.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  10. Mute. In: synchronkartei.de. Deutsche Synchronkartei, abgerufen am 23. Februar 2018.
  11. DREHSTART FÜR MUTE IN BERLIN – EIN NETFLIX FILM VON DUNCAN JONES. In: film.tv. 12. Oktober 2016, abgerufen am 30. Juli 2017.
  12. Mute In: filmstarts.de. Abgerufen am 23. Januar 2018.
  13. Mute. In: Rotten Tomatoes. Abgerufen am 18. Juli 2019 (englisch).
  14. Brian Tallerico: Mute Movie Review & Film Summary (2018) | Roger Ebert. Abgerufen am 13. März 2018 (englisch).
  15. Amy Nichols: ’Mute’ Visits A Dirty, Near-Future Berlin Filled With Nasty Characters. In: UPROXX. 23. Februar 2018 (uproxx.com [abgerufen am 13. März 2018]).
  16. David Edelstein: Mute Is Meh, But Gets Points for Being Extremely Random. In: Vulture. (vulture.com [abgerufen am 13. März 2018]).
  17. David Sims: ‘Mute’ Is a Depressing Sci-Fi Slog. In: The Atlantic. (theatlantic.com [abgerufen am 13. März 2018]).
  18. Bjarne Bock: Mute: Filmkritik. In: Serienjunkies. (serienjunkies.de [abgerufen am 13. März 2018]).