Mycle Schneider

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Mycle Schneider (* 1959 in Köln) ist ein deutscher Energie- und Atompolitikberater.

Mycle Schneider während einer Rede vor der Heinrich-Böll-Stiftung (September 2010)

Leben[Bearbeiten]

Mycle Schneider berät Politiker, Institutionen und Nichtregierungsorganisationen hinsichtlich der zivilen und militärischen Nutzung der Kernenergie, darunter die Internationale Atomenergie-Organisation (IAEO), Greenpeace International, die Organisation Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges (IPPNW). die UNESCO, den World Wide Fund For Nature (WWF), die EU-Kommission, das französische Institut für Strahlenschutz und nukleare Sicherheit (IRSN), den Science and Technology Options Assessment-Ausschuss des Europäischen Parlamentes (STOA), die Oxford Research Group (ORG), den Französischen Nationalen Forschungsrat (CNRS), das belgische Umwelt- und das französische Energieministerium (1998 bis 2003).

1983 gründete er eine Niederlassung des Energie-Informationszentrums World Information Service on Energy (WISE) in Paris, da seiner Meinung nach ein Informationsdefizit zu Fragen bezüglich der zivilen und militärischen Nutzung der Kernenergie in Frankreich bestand.[1] Neben seiner Tätigkeit als geschäftsführender Leiter des WISE von 1983 bis 2003 war er Chefredakteur des Online-Dienstes Plutonium Investigation.[2]

In seiner Funktion als Energieexperte hat er an 18 Universitäten in neun Ländern und in 14 nationalen Parlamenten Vorträge gehalten und trat als Gastreferent bei parlamentarischen Anhörungen in verschiedenen Ländern auf.

1991 wurde er vom japanischen Kernchemiker Jinzaburō Takagi zu einer internationalen Plutonium-Konferenz nach Japan eingeladen, was zu einer dauerhaften Zusammenarbeit der beiden führte, die 1997 in der Verleihung des Right Livelihood Award (Alternativer Nobelpreis) ihren Höhepunkt fand.[3]

Seit 2004 ist er Inhaber des Lehrstuhls für Umwelt- und Energiekonzepte des Master-Studienganges International Project Management for Environmental and Energy Engineering an der Ecole des Mines in Nantes.

Von 2000 bis 2010 war er gelegentlich auch für das deutsche Umweltministerium als Gutachter tätig.

Die Ergebnisse seiner Arbeit waren Grundlage für die Berichterstattung in vielen Medien, so z.B. die Fernsehsender ARD, ZDF, Arte, französische und japanische Fernsehsender, deutsche Hörfunksender, die britischen Zeitungen Guardian und Observer, den New Scientist, die französischen Zeitungen Le Monde, Le Figaro und L'Express und Liberation oder den deutschen Printmedien SPIEGEL, Die Zeit, Frankfurter Rundschau, die taz und japanischen Zeitungen und Zeitschriften.

Mycle Schneider ist Mitverfasser des World Nuclear Industry Status Report (Bericht über den Zustand der weltweiten Atomenergie), der mit Unterstützung der Schweizer Energiestiftung SES jährlich erscheint und vom World Watch Institute, von Greenpeace International und WISE Paris herausgegeben wird.

Sonstiges[Bearbeiten]

Mycle Schneider gehört dem Takagi Fund for Citizen Science (Takagi-Fond für Bürgerwissenschaft) an, der seinen Sitz in Tokio hat. Schneider lebt in der Nähe von Paris.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

1997 wurde er zusammen mit Jinzaburō Takagi mit dem Right Livelihood Award Für seine Warnungen vor den beispiellosen Gefahren von Plutonium für die Menschheit ausgezeichnet.

Publikationen[Bearbeiten]

  • Wackersdorf ist tot – es lebe LaHague?, Greenpeace, Hamburg 1990

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bernward Janzing: Portrait: Anerkannter Atom-Autodidakt. neue energie vom 27. Februar 2015
  2. Interview bei franzalt.de
  3. The Right Livelihood Award