Myristicin

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Strukturformel
Strukturformel von Myristicin
Allgemeines
Name Myristicin
Andere Namen
  • 5-Allyl-1-methoxy-2,3-(methylendioxy)benzol
  • 5-Allyl-2,3-(methylendioxy)anisol
  • 6-Allyl-4-methoxy-1,3-benzodioxol
  • 4-Methoxy-6-prop-2-enyl-1,3-benzodioxol
Summenformel C11H12O3
CAS-Nummer 607-91-0
PubChem 4276
Kurzbeschreibung

nach Muskat riechendes Öl[1]

Eigenschaften
Molare Masse 192,2 g·mol−1
Aggregatzustand

flüssig

Dichte

1,1416 (20 °C)[2]

Schmelzpunkt

−20 °C[3]

Siedepunkt

276,5 °C[3]

Löslichkeit
Brechungsindex

1,5403 (20 °C)[2]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [4]
keine GHS-Piktogramme
H- und P-Sätze H: 412
P: 273 [4]
EU-Gefahrstoffkennzeichnung [5][4]
keine Gefahrensymbole
R- und S-Sätze R: 52/53
S: 61
Toxikologische Daten

4260 mg·kg−1 (LD50Ratteoral)[3]

Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen. Brechungsindex: Na-D-Linie, 20 °C
Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche vorhanden

Myristicin ist ein Phenylpropanoid und ein wesentlicher Bestandteil im ätherischen Öl der Muskatnuss. Es gehört zu den MAO-Hemmern.

Vorkommen[Bearbeiten]

Myristicin gilt als der halluzinogen wirksame Bestandteil im ätherischen Öl einiger Gewürzpflanzen.

Muskatnuss enthält Myristicin.[6]

Es ist enthalten in der Muskatnuss (Myristica fragrans), im Dill (Anethum graveolens), in Liebstöckel (Levisticum officinale), Pastinaken (Pastinaca sp.) und in der Petersilie (Petroselinum crispum). Im ätherischen Öl der australischen Rötegewächsgattung Zieria beträgt der Anteil bis zu 23,4 %.

Strukturverwandte sind das Safrol und das Apiol.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Eintrag zu Safrol. In: Römpp Online. Georg Thieme Verlag, abgerufen am 30. Mai 2014.
  2. a b David R. Lide (Hrsg.): CRC Handbook of Chemistry and Physics. 90. Auflage. (Internet-Version: 2010), CRC Press/Taylor and Francis, Boca Raton, FL, Physical Constants of Organic Compounds, S. 3-382.
  3. a b c d Eintrag zu Myristicin in der ChemIDplus-Datenbank der United States National Library of Medicine (NLM).
  4. a b c Datenblatt Myristicin bei Sigma-Aldrich, abgerufen am 12. April 2011 (PDF).
  5. Für Stoffe ist seit dem 1. Dezember 2012, für Gemische seit dem 1. Juni 2015 nur noch die GHS-Gefahrstoffkennzeichnung zulässig. Die EU-Gefahrstoffkennzeichnung ist nur noch auf Altbeständen zu finden und von rein historischem Interesse.
  6. Peter Nuhn: Naturstoffchemie, S. Hirzel Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft Stuttgart, 1990, S. 528, ISBN 3-7776-0473-9.

Literatur[Bearbeiten]

  • Shulgin, Alexander: Psychotropic Phenylisopropylamines derived from Apiole and Dillapiole, in: Nature, 1967, Bd. 215, S. 1494–1495; PMID 4861200; HTML.

Weblinks[Bearbeiten]

Gesundheitshinweis Dieser Artikel behandelt ein Gesundheitsthema. Er dient nicht der Selbstdiagnose und ersetzt keine Arztdiagnose. Bitte hierzu diese Hinweise zu Gesundheitsthemen beachten!