Myroslaw Skoryk

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Kyrillisch (Ukrainisch)
Мирослав Михайлович Скорик
Transl.: Myroslav Mychajlovyč Skoryk
Transkr.: Myroslaw Mychajlowytsch Skoryk
Myroslaw Skoryk, 2014

Myroslaw Mychajlowytsch Skoryk (* 13. Juni 1938 in Lwiw) ist ein ukrainischer Komponist.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Skoryk wurde in Lemberg geboren. Seine Eltern studierten an der Universität Wien und seine Großmutter war die Schwester von Salome Kruschelnytska. Sein Bruder war ein Mitglied der 14. Waffen-Grenadier-Division der SS, der nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs nach Australien emigrieren musste.

Seit 1945 besuchte Skoryk die Lemberger Musikschule. In seiner Familie spielte sein Vater Violine und seine Mutter Klavier.

In den Jahren 1955–1960 studierte Skoryk am Konservatorium von Lwiw bei Adam Sołtys und Stanislaw Ljudkewitsch und ab 1960 am Moskauer Konservatorium bei Dmitri Kabalewski. Von 1964 an wirkte er in Lwiw, wo er Kompositionslehrer am Konservatorium wurde.

Ab 1960 wurde Skoryk an dem Kiewer Konservatorium als Musiklehrer tätig. 1987 erhielt er den Taras-Schewtschenko-Preis. 1990 arbeitete er erstmals in den USA und danach in Australien. Ende der 1990er Jahre kehrte er in die Ukraine zurück und ist seit 1999 erneut an der Musikakademie der Ukraine als Lehrstuhlinhaber der ukrainischen Musikgeschichte tätig[1]. Am 20. August 2008 erhielt er den Titel „Held der Ukraine[2]. Außerdem wurde er mit dem Titel „Volkskünstler der Ukraine“ ausgezeichnet und erhielt 2010 den ukrainischen Verdienstorden 1. Klasse, nachdem er zuvor bereits den der 2. (2006) und 3. (1998) Klasse erhalten hatte[3].

Er komponierte ein Ballett, zwei Partituren für Streichorchester, ein Violinkonzert, kammermusikalische Werke, Klavierstücke, Chorwerke, Lieder sowie Schauspiel- und Filmmusiken (wie die zum Film Feuerpferde von 1964).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Seite des Lehrstuhls der ukrainischen Musikgeschichte. Abgerufen am 28. November 2016 (ukrainisch).
  2. Verordnung über der Zuerkennung des Titels Held der Ukraine. Abgerufen am 28. November 2016.
  3. Edikt des Präsidenten der Ukraine Nr 128/2010 vom 8. Februar 2010; abgerufen am 30. November 2016 (ukrainisch)