Myroslaw Skoryk

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Kyrillisch (Ukrainisch)
Мирослав Михайлович Скорик
Transl.: Myroslav Mychajlovyč Skoryk
Transkr.: Myroslaw Mychajlowytsch Skoryk
Myroslaw Skoryk, 2014

Myroslaw Mychajlowytsch Skoryk (* 13. Juli 1938 in Lwów; † 1. Juni 2020 in Kiew[1]) war ein ukrainischer Komponist.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Skoryks Eltern studierten an der Universität Wien und seine Großmutter war die Schwester von Salome Kruschelnytska. Sein Bruder war ein Mitglied der 14. Waffen-Grenadier-Division der SS, der sich nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs nach Australien absetzte.

Myroslaw Skoryk besuchte ab 1945 die Musikschule in Lwiw. In seiner Familie spielte sein Vater Violine und seine Mutter Klavier. Von 1955 bis 1960 studierte Skoryk am Konservatorium von Lwiw bei Adam Sołtys und Stanislaw Ljudkewytsch und ab 1960 am Moskauer Konservatorium bei Dmitri Kabalewski. Von 1964 an wirkte er in Lwiw, wo er Kompositionslehrer am Konservatorium wurde.

Ab 1960 wurde Skoryk am Kiewer Konservatorium als Musiklehrer tätig. 1987 erhielt er den Taras-Schewtschenko-Preis. 1990 arbeitete er erstmals in den USA und danach in Australien. Ende der 1990er Jahre kehrte er in die Ukraine zurück und war ab 1999 erneut an der Musikakademie der Ukraine als Lehrstuhlinhaber für ukrainische Musikgeschichte tätig.[2] Am 20. August 2008 erhielt er den Titel „Held der Ukraine[3]. Außerdem wurde er mit dem Titel „Volkskünstler der Ukraine“ ausgezeichnet und erhielt 2010 den ukrainischen Verdienstorden 1. Klasse, nachdem er zuvor bereits den der 2. (2006) und 3. (1998) Klasse erhalten hatte[4].

Er komponierte ein Ballett, sieben Partiten (u. a. für Streichorchester), zehn Violinkonzerte, zwei Violoncellokonzerte, kammermusikalische Werke, Klavierstücke, Chorwerke, Lieder sowie Schauspiel- und Filmmusiken (wie die zum Film Feuerpferde von 1964).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Myroslav Skoryk – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Oksana Gontscharuk (Оксана Гончарук): Умер легендарный композитор Мирослав Скорик. In: vesti.ua. 1. Juni 2020, abgerufen am 2. Juni 2020 (russisch).
  2. Irina Klimenko (Ірина Клименко): Кафедра історії української музики та музичної фольклористики. In: knmau.com.ua. Archiviert vom Original am 24. Februar 2016; abgerufen am 2. Juni 2020 (ukrainisch).
  3. Указ Президента України: Про присвоєння М. Скорику звання Герой України. In: rada.gov.ua. 20. August 2008, abgerufen am 2. Juni 2020 (ukrainisch).
  4. Указ Президента України: Про відзначення державними нагородами України. In: rada.gov.ua. 8. Februar 2010, abgerufen am 2. Juni 2020 (ukrainisch).