Nebelberg (Haardt)

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Nebelberg
Links von der Bildmitte der Nebelberg, rechts dahinter das Weinbiet

Links von der Bildmitte der Nebelberg, rechts dahinter das Weinbiet

Höhe 319 m ü. NHN
Lage Pfälzerwald (Rheinland-Pfalz, Deutschland)
Gebirge Haardt
Koordinaten 49° 22′ 26″ N, 8° 8′ 36″ OKoordinaten: 49° 22′ 26″ N, 8° 8′ 36″ O
Nebelberg (Haardt) (Rheinland-Pfalz)
Nebelberg (Haardt)
Gestein Gesteinseinheit Mittlerer Buntsandstein
Alter des Gesteins um 250 Mio. Jahre
Besonderheiten An zwei Steinbrüchen freigelegte Gesteinseinheit Unterer Buntsandstein

Der Nebelberg,[1] auch Nöpelberg, seltener Lindenberg, in Rheinland-Pfalz ist der 319 m ü. NHN hohe Ostläufer des Weinbiets am Ostrand des Pfälzerwaldes zur Oberrheinischen Tiefebene hin.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Weinbietmassiv oberhalb von Neustadt an der Weinstraße liegt auf der westlichen Schulter des Grabenbruches, der vor etwa 65 Millionen Jahren zur Einsenkung der Rheinebene geführt hat. Der Ostläufer zieht sich über fast 2 km zum Neustadter Ortsteil Gimmeldingen hin. Nördlich grenzt das Gimmeldinger Tal an, in dem der Mußbach fließt, südlich die Eichkehle.

Der Nebelberg ist nur durch Wanderwege erschlossen. Auf seinem östlichen Sporn befindet sich die Heidenburg, ein fränkischer Ringwall aus dem 9. Jahrhundert, dessen Ursprung früher fälschlich auf die Kelten zurückgeführt wurde.[2]

Geologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wie über dem gesamten Weinbietmassiv erstrecken sich auch über dem Nebelberg die Karlstalschichten des Mittleren Buntsandsteins.[1] An der Ostkante des Nebelberges, unterhalb der Heidenburg und in einer Höhe zwischen 294 und 312 m ü. NHN, ist der um 1960 aufgelassene Steinbruch von Gimmeldingen weithin sichtbar als große helle Stelle von 180 m Breite und 18 m Höhe. Er zeigt den dort freigelegten gelblich ausgebleichten Sandstein der Rehbergschichten des Unteren Buntsandsteins und wurde 2007/2008 durch die Stadt Neustadt sowie Naturschutz- und Kletterorganisationen zum Klettersteinbruch mit etwa 60 Routen ausgebaut.[1] An der Südkante des Nebelberges, über der Eichkehle, wird der etwa 250 m breite und 40 m hohe Haardter Steinbruch, der das gleiche Material liefert und dessen Krone in 279 m ü. NHN Höhe liegt, als einziger am Ostrand des Pfälzerwaldes immer noch betrieben.[1]

Name[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Name Nebelberg nimmt Bezug auf die Nebelschwaden, die nach längerem Regen über der Kuppe aufsteigen und den dahinterliegenden Gipfel des Weinbiets verhüllen. Als die Pfalz nach dem Ende der napoleonischen Epoche 1816 dem Königreich Bayern unterstellt und dann durch dessen Beamte kartographisch erfasst wurde, übertrugen diese das in der örtlichen Mundart gehörte Wort Näwwelberg so ins Schriftdeutsch, wie sie es verstanden – als Nöpelberg. Die Bezeichnung ist in älterer Literatur noch verbreitet.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d Neustadter Hausberge: Das Weinbiet. Stadt Neustadt, abgerufen am 14. April 2014 (Faltblatt mit Beschreibungen markanter Punkte am Weinbietmassiv).
  2. Walter Eitelmann: Rittersteine im Pfälzerwald. ISBN 3-00-003544-3.