Nöthen

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Nöthen
Koordinaten: 50° 32′ 55″ N, 6° 43′ 19″ O
Höhe: 346 m ü. NHN
Fläche: 12,25 km²
Einwohner: 735 (1. Jan. 2008)
Bevölkerungsdichte: 60 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Juli 1969
Postleitzahl: 53902
Vorwahl: 02253

Nöthen ist ein Stadtteil von Bad Münstereifel im Kreis Euskirchen, Nordrhein-Westfalen.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort liegt westlich der Altstadt von Bad Münstereifel. Die zwischen Gilsdorf und Nöthen verlaufende Landesstraße 206 trifft in einem Kreisel am nördlichen Rand von Nöthen auf die von Bad Münstereifel nach Mechernich-Breitenbenden führende Landesstraße 165. Der Eschweilerbach fließt durch den zur Gemarkung Nöthen gehörenden Ort Gilsdorf weiter zur Nöthener Mühle nördlich von Nöthen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Gemarkung Nöthen wurde ein aus römischer Zeit stammendes Matronenheiligtum ausgegraben, der sogenannte Heidentempel.[1]

Schon in einer Urkunde von Kaiser Lothar I. aus dem Jahre 846 wird ein Bach mit dem Namen notinna erwähnt.[2] Bei dem Bach handelt es sich wahrscheinlich um den Nöthenerbach, der in den Eschweilerbach fließt.[3] Der Ort wurde 893 erstmals im Prümer Urbar als notine urkundlich erwähnt.[4]

1802 wurde Nöthen zur eigenständigen Pfarre erhoben. Sie gehört seit 1994 zum Pfarrverbund Holzheim/Harzheim/Nöthen.

Die Pfarrkirche ist dem heiligen Willibrord geweiht.[3][5] Eine aus dem Mittelalter stammende dreischiffige Kirche wurde ab 1912 nach den Plänen von Eduard Endler durch einen Neubau ersetzt.[6] Die neue Kirche wurde 1913 geweiht.[7] Sie ist eine dreischiffige Bruchsteinbasilika mit Querschiff und hat 200 Sitz- und 200 Stehplätze.[7][8]

St. Willibrord

Am 1. Juli 1969 wurde Nöthen nach Bad Münstereifel eingemeindet. Zuvor gehörte der Ort dem Landkreis Schleiden an.[9]

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Nöthen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Heinz Günter Horn: Bad Münstereifel-Nöthen: Römischer Tempelbezirk. In: Heinz Günter Horn (Hrsg.): Die Römer in Nordrhein-Westfalen. 1987, S. 342 ff.
  2. Heinrich Beyer: Urkundenbuch zur Geschichte der, jetzt die Preussischen Regierungsbezirke Coblenz und Trier bildenden mittelrheinischen Territorien. Aus den Quellen herausgegeben von Heinrich Beyer. Erster Band: Von den ältesten Zeiten bis zum Jahre 1169. Hölscher, Coblenz 1860, S. 83.
  3. a b Hans Peter Schiffer: Kirchen und Kapellen im Dekanat Mechernich. Geschichte, Bauart, Ausstattung. Kall 2003, S. 161.
  4. Heinrich Beyer: Urkundenbuch zur Geschichte der, jetzt die Preussischen Regierungsbezirke Coblenz und Trier bildenden mittelrheinischen Territorien. Aus den Quellen herausgegeben von Heinrich Beyer. Erster Band: Von den ältesten Zeiten bis zum Jahre 1169. Hölscher, Coblenz 1860, S. 176.
  5. Hans Peter Schiffer: Kirchen und Kapellen im Stadtgebiet von Bad Münstereifel. Geschichte – Bauart – Ausstattung. Verlag Ralf Liebe, Weilerswist 2008, S. 208.
  6. Ernst Wackenroder: Die Kunstdenkmäler des Kreises Schleiden. (=Paul Clemen [Hrsg.]: Die Kunstdenkmäler der Rheinprovinz, 11. Band, II. Abt.). Verlag von L. Schwann, Düsseldorf 1932, S. 275 ff.
  7. a b Hans Peter Schiffer: Kirchen und Kapellen im Dekanat Mechernich. Geschichte, Bauart, Ausstattung. Kall 2003, S. 164.
  8. Hans Peter Schiffer: Kirchen und Kapellen im Stadtgebiet von Bad Münstereifel. Geschichte – Bauart – Ausstattung. Verlag Ralf Liebe, Weilerswist 2008, S. 210.
  9. Martin Bünermann: Die Gemeinden des ersten Neugliederungsprogramms in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1970, S. 87.