Nöthen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Nöthen
Koordinaten: 50° 32′ 55″ N, 6° 43′ 19″ O
Höhe: 346 m
Fläche: 12,25 km²
Einwohner: 735 (1. Jan. 2008)
Bevölkerungsdichte: 60 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Juli 1969
Postleitzahl: 53902
Vorwahl: 02253
Nöthen (Nordrhein-Westfalen)
Nöthen

Lage von Nöthen in Nordrhein-Westfalen

Nöthen ist ein Stadtteil von Bad Münstereifel im Kreis Euskirchen, Nordrhein-Westfalen.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort liegt westlich der Altstadt von Bad Münstereifel.[1] Die zwischen Gilsdorf und Nöthen verlaufende Landesstraße 206 trifft in einem Kreisel am nördlichen Rand von Nöthen auf die von Bad Münstereifel nach Mechernich-Breitenbenden führende Landesstraße 165.[1] Der Eschweilerbach fließt durch den zur Gemarkung Nöthen gehörenden Ort Gilsdorf weiter zur Nöthener Mühle nördlich von Nöthen.[1]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Gemarkung Nöthen wurde ein aus römischer Zeit stammendes Matronenheiligtum ausgegraben, der sogenannte Heidentempel.[2]

Schon in einer Urkunde von Kaiser Lothar I. aus dem Jahre 846 wird ein Bach mit dem Namen notinna erwähnt.[3] Bei dem Bach handelt es sich wahrscheinlich um den Nöthenerbach, der in den Eschweilerbach fließt.[4] Der Ort wurde 893 erstmals im Prümer Urbar als notine urkundlich erwähnt.[5]

1802 wurde Nöthen zur eigenständigen Pfarre erhoben. Sie gehört seit 1994 zum Pfarrverbund Holzheim/Harzheim/Nöthen.

Die Pfarrkirche ist dem heiligen Willibrord geweiht.[4][6] Eine aus dem Mittelalter stammende dreischiffige Kirche wurde ab 1912 nach den Plänen von Eduard Endler durch einen Neubau ersetzt.[7] Die neue Kirche wurde 1913 geweiht.[8] Sie ist eine dreischiffige Bruchsteinbasilika mit Querschiff und hat 200 Sitz- und 200 Stehplätze.[8][9]

St. Willibrord

Am 1. Juli 1969 wurde Nöthen nach Bad Münstereifel eingemeindet. Zuvor gehörte der Ort dem Landkreis Schleiden an.[10]

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Nöthen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Topographisches Informationsmanagement, Bezirksregierung Köln, Abteilung GEObasis NRW (Hinweise) (Abfrage vom 21. August 2016)
  2. Heinz Günter Horn: Bad Münstereifel-Nöthen: Römischer Tempelbezirk. In: Heinz Günter Horn (Hrsg.): Die Römer in Nordrhein-Westfalen. 1987, S. 342 ff.
  3. Heinrich Beyer: Urkundenbuch zur Geschichte der, jetzt die Preussischen Regierungsbezirke Coblenz und Trier bildenden mittelrheinischen Territorien. Aus den Quellen herausgegeben von Heinrich Beyer. Erster Band: Von den ältesten Zeiten bis zum Jahre 1169. Hölscher, Coblenz 1860, S. 83.
  4. a b Hans Peter Schiffer: Kirchen und Kapellen im Dekanat Mechernich. Geschichte, Bauart, Ausstattung. Kall 2003, S. 161.
  5. Heinrich Beyer: Urkundenbuch zur Geschichte der, jetzt die Preussischen Regierungsbezirke Coblenz und Trier bildenden mittelrheinischen Territorien. Aus den Quellen herausgegeben von Heinrich Beyer. Erster Band: Von den ältesten Zeiten bis zum Jahre 1169. Hölscher, Coblenz 1860, S. 176.
  6. Hans Peter Schiffer: Kirchen und Kapellen im Stadtgebiet von Bad Münstereifel. Geschichte – Bauart – Ausstattung. Verlag Ralf Liebe, Weilerswist 2008, S. 208.
  7. Ernst Wackenroder: Die Kunstdenkmäler des Kreises Schleiden. (=Die Kunstdenkmäler der Rheinprovinz, 11. Band, II. Abt.). Verlag von C. Schwann, Düsseldorf 1932, S. 275 ff.
  8. a b Hans Peter Schiffer: Kirchen und Kapellen im Dekanat Mechernich. Geschichte, Bauart, Ausstattung. Kall 2003, S. 164.
  9. Hans Peter Schiffer: Kirchen und Kapellen im Stadtgebiet von Bad Münstereifel. Geschichte – Bauart – Ausstattung. Verlag Ralf Liebe, Weilerswist 2008, S. 210.
  10. Martin Bünermann: Die Gemeinden des ersten Neugliederungsprogramms in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1970, S. 87.