Nürnberger Jugendorchester

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Das Nürnberger Jugendorchester (NJO) ist neben den Fürther Streichhölzern das größte Jugendorchester Mittelfrankens. Es ist an die Sing- und Musikschule Nürnberg angegliedert, die Leitung obliegt dem Direktor der Sing- und Musikschule Nürnberg, Rudolf Wundling. Die Mitglieder sind Schüler und Studenten im Alter zwischen 14 und 25 Jahren aus Nürnberg und dem Nürnberger Umland. Die Mitgliederzahl schwankt zwischen 50 und 60 Musikern, wobei bei wenigen Werken die volle Orchesterbesetzung mitspielt. Bei den meisten Konzerten spielen 25 bis 40 Mitwirkende.

Historie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Nürnberger Jugendorchester wurde 1984 von Wilfried Vogt gegründet und hat sich seitdem, vor allem bei Konzerten in Zusammenarbeit mit dem Staatstheater Nürnberg einen sehr guten Ruf als eines der beiden größten mittelfränkischen Jugendorchester neben den Fürther Streichhölzern gemacht. Als Zielsetzung der Arbeit mit dem Orchester sah Wilfried Vogt die Förderung junger Instrumentalisten, die Förderung des musikalischen Nachwuchses und die Förderung der Jugendorchesterarbeit. Dabei hatte Wilfried Vogt nicht nur die Instrumentalisten selbst im Blick, sondern wollte durch die Veranstaltung von Kinderkonzerten im Nürnberger Opernhaus auch den Hörernachwuchs an klassische Musik heranführen. Das Nürnberger Jugendorchester verstand sich dabei nie als Konkurrenz zu den Schulorchestern, sondern wollte begabten Instrumentalisten eine zusätzliche Chance bieten, sich mit anspruchsvoller Orchesterliteratur zu beschäftigen. Die Kinderkonzerte erfreuten sich von Beginn an großer Beliebtheit. Die Programme, die neben „Klassikern“ für Kinder wie „Peter und der Wolf“ auch sinfonische Werke und Oratorien boten und noch immer bieten, zeugen vom hohen Standard des Orchesters. Für viele junge Musiker erfüllte sich nach ihrem Ausscheiden aus dem Orchester ihr Traum von einer Karriere als Berufsmusiker. Nach dem Ausscheiden von Wilfried Vogt als Dirigent übernahm 1996 Rudolf Wundling, der seit 1993 Direktor der Sing- und Musikschule Nürnberg war, die Leitung. Seit einigen Jahren findet bei den Registerproben eine enge Zusammenarbeit mit Dozenten aus den beiden professionellen Nürnberger Orchestern, den Nürnberger Symphonikern und den Nürnberger Philharmonikern statt.

Probenbetrieb[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Orchester probt wöchentlich, zusätzlich finden vor Konzerten Sonderproben statt. Auch unternimmt das NJO regelmäßig zu Probenzwecken Orchesterfahrten.

Repertoire[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das NJO spielt in unterschiedlich großer Besetzung Werke von mittlerem bis hohen Anforderungsgrad aller Epochen, vom Barock über Klassik und Romantik bis hin zu Komponisten des 20. Jahrhunderts und Bearbeitungen von Rockmusik.

Konzerte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das NJO gestaltet regelmäßig Kinderkonzerte im Staatstheater Nürnberg. Auch findet neben weiteren Konzerten traditionell jeden Juli ein Freiluft-Sinfoniekonzert im Kreuzigungshof des Nürnberger Heilig-Geist-Spitals statt.

Teilnahme an Wettbewerben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beim alle vier Jahre stattfindenden Bayerischen Orchesterwettbewerb konnte das NJO im Jahr 1999 einen ersten Preis, im Jahr 2003 einen zweiten Preis erreichen.

CD[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2001 nahm das NJO zusammen mit dem griechischen Klavierduo Antithesis (Petros Moschos und Dimitris Karydis) den Karneval der Tiere von Camille Saint-Saëns auf. 2004 wurden der „Winter“ aus Die vier Jahreszeiten von Antonio Vivaldi, das Harfenkonzert in op. 6 Nr. 4 in B-Dur von Georg Friedrich Händel und die Rumänischen Volkstänze für kleines Orchester von Béla Bartók eingespielt. In Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Rundfunk und ambitus Musikproduktion entstand aus diesen Aufnahmen eine CD, die am 1. April 2005 erschien.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]