N1 (Niger)

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N1 in Niger
Basisdaten
Betreiber: Republik Niger
Straßenbeginn: Labbézanga
Straßenende: N’Guigmi
Gesamtlänge: 1737 km
Nutzungsvoraussetzung: keine
Girafe du Niger.jpg
N1 in Kouré

Die N1 oder RN1 ist eine Fernstraße (französisch route nationale, „Nationalstraße“) in Niger, die bei Labbézanga beginnt und in N’Guigmi endet. Sie ist 1737 Kilometer lang.[1]

Stellenwert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Beiname der N1 ist Route de l’Unité („Straße der Einheit“). Sie verbindet den von Zarma und Songhai geprägten Westen mit dem von Hausa dominierten Osten des Landes. Sie verläuft durch sieben von acht Regionen Nigers (ausgenommen ist Agadez im Norden) und durch sechs Regionalhauptstädte, namentlich Diffa, Dosso, Maradi, Tillabéri, Zinder und Niamey.

Im System der Trans-African Highways ist die N1 zwischen Niamey und Maradi ein Teil des Dakar-N’Djamena-Highways.[2]

Der Teilabschnitt der N1 zwischen Alléla und Dosso gehört zur Route de l’Uranium („Uranstraße“), über die das bei Arlit produzierte Uran bis zur Staatsgrenze mit Benin gebracht wird. Das Ziel der Straßentransporte ist der Hafen von Cotonou in Benin.[3]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Bau der Straße wurde unter dem von 1960 bis 1974 amtierenden Staatspräsidenten Hamani Diori begonnen.[4] Kanada finanzierte die Errichtung des letzten fehlenden Abschnitts zwischen Diffa und N’Guigmi.[3] Die N1 wurde am 21. September 1976 eröffnet. Die Eröffnungszeremonie fand in Gouré statt.[4]

Unter Staatspräsident Mamadou Tandja, der aus dem Osten Nigers stammte, wurde Ende der 2000er Jahre der zunehmend heruntergekommene östliche Streckenteil zwischen Zinder und N’Guigmi saniert.[3]

Kreuzungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nummer Ort Fernstraße
1 Dosso N7, N14
2 Bolbol N3
3 Zinder N17

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Peter Chilson: Riding the Demon. On the Road in West Africa. The University of Georgia Press, Athens/London 1999, ISBN 978-0-8203-4748-6.
  • Adeline Masquelier: Road Mythographies. Space, Mobility, and the Historical Imagination in Postcolonial Niger. In: American Ethnologist. Vol. 29, Nr. 4, 2002, ISSN 0094-0496, S. 829–856.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. N1 auf Google Maps, abgerufen am 22. November 2017.
  2. Review of the Implementation Status of the Trans-African Highways and the Missing Links. Volume 2: Description of Corridors. Final Report. The African Development Bank, 14. August 2003, S. 126, abgerufen am 23. November 2017 (PDF, englisch).
  3. a b c Abdourahmane Idrissa, Samuel Decalo: Historical Dictionary of Niger. 4. Auflage. Scarecrow, Plymouth 2012, ISBN 978-0-8108-6094-0, S. 390.
  4. a b Abdourahmane Idrissa, Samuel Decalo: Historical Dictionary of Niger. 4. Auflage. Scarecrow, Plymouth 2012, ISBN 978-0-8108-6094-0, S. xxxiv.