NAMC YS-11

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NAMC YS-11
YS-11 der Luftselbstverteidigungsstreitkräfte
Typ: Verkehrsflugzeug
Entwurfsland: JapanJapan Japan
Hersteller: Nihon Kōkūki Seizō
Erstflug: 30. August 1962
Indienststellung: März 1965
Produktionszeit: September 1964 bis 1974
Stückzahl: 182
Prototyp von 1962 im Museum of Aeronautical Sciences, Narita /Tokio
Eine YS-11 der japanischen Luftselbstverteidigungsstreitkräfte
Eine YS-11 der Japan Air Commuter (JAC)
Propeller
Kabine

Die NAMC YS-11 ist eine Turboprop-Passagiermaschine. Sie wurde in Japan vom Konsortium Nihon Kōkūki Seizō (engl. Nihon Aircraft Manufacturing Company, NAMC) gebaut. Das Programm wurde 1954 vom japanischen Außenhandels- und Industrieministerium gestartet. 1962 wurde die erste Maschine fertiggestellt, die Produktion endete 1974. Der Prototyp von 1962 ist im Luftfahrtmuseum (Kōkū Kagaku Hakubutsukan, engl. Museum of Aeronautical Sciences) in der Nähe des Flughafens Narita/Tokio ausgestellt.

Bisher ist die YS-11 das einzige erfolgreiche Passagierflugzeug, das in Japan gebaut wurde, insgesamt wurden 182 Stück hergestellt. Das Flugzeug wurde zum größten Teil in Japan hergestellt, einzig die Triebwerksturbinen stammen von Rolls-Royce und die Propeller von Dowty Rotol.

Nutzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die YS-11 wurde von verschiedenen asiatischen Fluggesellschaften geflogen. Weitere Käufer waren beispielsweise Aerolíneas Argentinas, Cruzeiro do Sul, Olympic Airways sowie die US-amerikanische Piedmont Airlines.

Militärische Nutzer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

GriechenlandGriechenland Griechenland
GabunGabun Gabun
  • Luftstreitkräfte
JapanJapan Japan
PeruPeru Peru
  • Luftstreitkräfte
PhilippinenPhilippinen Philippinen

Varianten[1][Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

YS-11-100

Die YS-11-100 ist die erste Variante und bietet Platz für 64 Passagiere.

YS-11A-200

Die YS-11A-200 ist eine gestreckte Version der YS-11-100.

YS-11A-300

Die YS-11A-300 ist eine kombinierte Passagier- und Frachtversion, verfügt über ein großes Laderaumtor und bietet Platz für 48 Passagiere.

YS-11A-400

Die YS-11A-400 ist die Frachtversion der YS-11A-200 und wird nur bei den japanischen Luftselbstverteidigungsstreitkräften eingesetzt.

YS-11A-500

Die YS-11A-500 ist eine Version der YS-11A-200 mit einem auf 25.000 kg erhöhten Startgewicht.

YS-11A-600

Die YS-11A-600 ist eine Version der YS-11A-300 mit einem auf 25.000 kg erhöhten Startgewicht.

YS-11A-700

Die YS-11A-700 ist eine Version der YS-11A-400 mit einem erhöhten Startgewicht.

Zwischenfälle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beim Betrieb der YS-11 kam es zu 27 Totalverlusten; bei 8 davon wurden insgesamt 254 Menschen getötet.[2] Der schwerste Unfall ereignete sich am 3. Juli 1971, als eine YS-11A-227 auf dem Toa-Domestic-Airlines-Flug 63 am Berg Yokotsu-dake zerschellte. Hierbei kamen alle 68 Insassen ums Leben.

Technische Daten (NAMC YS-11-200)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kenngröße Daten
Länge 26,3 m
Spannweite 32,0 m
Höhe 9,0 m
Flügelfläche 95 m²
Antrieb zwei Turboprops Rolls-Royce Dart mit je 2200 kW (3000 PS)
Max. Reisegeschwindigkeit 533 km/h in 9450 m Höhe
Langstrecken-Reisegeschwindigkeit 470 km/h
Maximale Reichweite 3215 km
Reichweite mit max. Nutzlast 1100 km
Zuladung 64 Passagiere
Rüstgewicht 15.420 kg
maximales Startgewicht 24.500 kg

Vergleichbare Flugzeugmuster[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die zweimotorige YS-11 hatte ähnliche Eigenschaften wie die viermotorige Vickers Viscount oder die Fokker F-27, wies jedoch etwa 50 % mehr Kapazität auf als letztere. Das Grundkonzept wurde einige Jahre später von British Aerospace mit dem Advanced Turboprop ATP wieder aufgenommen.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: NAMC YS-11 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. https://www.flightglobal.com/directory/detail.aspx?aircraftCategory=CommercialAircraft&manufacturerType=CommercialAircraft&navigationItemId=389&aircraftId=2345&&searchMode=Manufacturer
  2. Unfallstatistik NAMC YS-11, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 23. Januar 2016.