NBA Sixth Man of the Year Award

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Der NBA Sixth Man of the Year Award ist eine Auszeichnung der NBA, die seit der NBA-Saison 1982/83 für den wertvollsten Ersatzspieler (Sixth Man) der Liga für sein Team vergeben wird.

Ablauf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Qualifikation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es werden nur Spieler ausgezeichnet, die sich im Saisonverlauf beim Spielbeginn häufiger auf der Ersatzbank befinden als in der Startformation.

Wahlmodus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gewinner wird von Sportjournalisten und Rundfunkanbietern aus den USA und Kanada gewählt. Jeder Wahlberechtigte gibt seine Entscheidung für den ersten, zweiten und dritten Platz an. Dabei ist jede Stimme für den ersten Platz fünf Punkte wert; jede Stimme für den zweiten Platz ist drei Punkte wert; und jeder dritte Platz ist einen Punkt wert. Der Spieler mit der höchsten Punktzahl erhält, unabhängig von der Anzahl der Erstplatzierten, die Auszeichnung NBA Sixth Man of the Year.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der erste Spieler, der mit diesem Award ausgezeichnet wurde, war Bobby Jones von den Philadelphia 76ers in der Saison 1982/83. Aktueller Preisträger ist Louis Williams von den Los Angeles Clippers. Rekordsieger ist Jamal Crawford mit drei Auszeichnungen (Stand: Saisonende 2017/18).

Legende
^ Bezeichnet Spieler, die noch in der NBA aktiv sind.
* Bezeichnet Spieler, die in die Naismith Memorial Basketball Hall of Fame aufgenommen wurden.
Gewinner (X) Die Zahl in der Klammer gibt an, wie oft derjenige Spieler den Award zum jeweiligen Zeitpunkt gewonnen hat.
Kevin McHale (Mitte) wurde mit dem Award zweimal ausgezeichnet und in die Naismith Memorial Basketball Hall of Fame aufgenommen.
Detlef Schrempf wurde als erster Nicht-Amerikaner mit dem Award ausgezeichnet und gewann diesen zweimal.
Jamal Crawford ist der aktuelle Rekordsieger mit drei Auszeichnungen.
Gewinner des Sixth Man of the Year Award
Saison Gewinner Nationalität Team
1982/83 Bobby Jones Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten Philadelphia 76ers
1983/84 Kevin McHale Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten Boston Celtics
1984/85 Kevin McHale (2) Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten Boston Celtics
1985/86 Bill Walton Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten Boston Celtics
1986/87 Ricky Pierce Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten Milwaukee Bucks
1987/88 Roy Tarpley Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten Dallas Mavericks
1988/89 Eddie Johnson Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten Phoenix Suns
1989/90 Ricky Pierce (2) Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten Milwaukee Bucks
1990/91 Detlef Schrempf DeutschlandDeutschland Deutschland Indiana Pacers
1991/92 Detlef Schrempf (2) DeutschlandDeutschland Deutschland Indiana Pacers
1992/93 Clifford Robinson Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten Portland Trail Blazers
1993/94 Dell Curry Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten Charlotte Hornets
1994/95 Anthony Mason Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten New York Knicks
1995/96 Toni Kukoč KroatienKroatien Kroatien Chicago Bulls
1996/97 John Starks Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten New York Knicks
1997/98 Danny Manning Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten Phoenix Suns
1998/99 Darrell Armstrong Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten Orlando Magic
1999/2000 Rodney Rogers Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten Phoenix Suns
2000/01 Aaron McKie Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten Philadelphia 76ers
2001/02 Corliss Williamson Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten Detroit Pistons
2002/03 Bobby Jackson Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten Sacramento Kings
2003/04 Antawn Jamison Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten Dallas Mavericks
2004/05 Ben Gordon Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten Chicago Bulls
2005/06 Mike Miller[1] Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten Memphis Grizzlies
2006/07 Leandro Barbosa[2][3] BrasilienBrasilien Brasilien Phoenix Suns
2007/08 Emanuel Ginóbili[4] ArgentinienArgentinien Argentinien San Antonio Spurs
2008/09 Jason Terry[5] Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten Dallas Mavericks
2009/10 Jamal Crawford[6] Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten Atlanta Hawks
2010/11 Lamar Odom[7] Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten Los Angeles Lakers
2011/12 James Harden[8] Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten Oklahoma City Thunder
2012/13 J. R. Smith[9] Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten New York Knicks
2013/14 Jamal Crawford[10] (2) Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten Los Angeles Clippers
2014/15 Lou Williams[11] Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten Toronto Raptors
2015/16 Jamal Crawford[12] (3) Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten Los Angeles Clippers
2016/17 Eric Gordon[13] Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten Houston Rockets
2017/18 Lou Williams[14] (2) Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten Los Angeles Clippers
2018/19 Lou Williams[15] (3) Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten Los Angeles Clippers

Statistik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gewinner des Jahres 2008/09, Jason Terry, spielte bei den Dallas Mavericks mit durchschnittlich 33,7 Minuten die meisten Minuten pro Spiel eines Sixth Man of the Year über eine Saison hinweg.

Jamal Crawford und Lou Williams sind die beiden einzigen dreifachen Gewinner der Auszeichnung. Kevin McHale, Ricky Pierce und Detlef Schrempf haben die Auszeichnung jeweils zweimal erhalten.

Kevin McHale, Bill Walton und Bobby Jones sind bisher die einzigen Mitglieder der Naismith Memorial Basketball Hall of Fame, die den Preis gewonnen haben.

Bill Walton und James Harden sind die einzigen Preisträger, die in ihren Karrieren auch die MVP-Auszeichnung erhalten haben.

Detlef Schrempf war in der Saison 1990/91 der erste Nicht-Amerikaner, der den Preis erhielt. Neben Schrempf sind Toni Kukoč, Ben Gordon, Leandro Barbosa und Manu Ginóbili die einzigen Preisträger, die nicht in den Vereinigten Staaten geboren wurden. Von den fünf im Ausland geborenen Gewinnern spielten nur drei nicht zuvor an einem amerikanischen College: Kukoč, Barbosa und Ginóbili.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Memphis’ Mike Miller Wins the 2005-06 NBA Sixth Man Award, veröffentlicht am 28. April 2006 auf NBA.com
  2. Phoenix’s Barbosa Wins 2006-07 NBA Sixth Man Award, veröffentlicht am 23. April 2007 auf NBA.com
  3. Barbosa runs away with Sixth Man Award, veröffentlicht am 23. April 2007 auf ESPN.com
  4. Ginobili Wins 2007-08 Sixth Man of the Year Award Presented by Kia Motors, veröffentlicht am 21. April 2008 auf NBA.com
  5. Mavericks' Terry wins Kia Sixth Man of the Year award (Memento des Originals vom 27. April 2009 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.nba.com, veröffentlicht am 24. April 2009 auf NBA.com
  6. Atlanta's Crawford nabs honors as league's tops off bench (Memento des Originals vom 30. April 2010 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.nba.com, veröffentlicht am 27. April 2010 auf NBA.com
  7. Lakers’ Lamar Odom wins Sixth Man award from NBA. Archiviert vom Original am 26. April 2011.
  8. Thunder's James Harden wins Kia Sixth Man Award (Memento des Originals vom 10. Mai 2012 auf WebCite) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.nba.com, veröffentlicht am 10. Mai 2012 auf nba.com
  9. J.R. Smith wins Sixth Man Award, veröffentlicht am 22. April 2013 auf ESPN.com
  10. Report: Jamal Crawford wins Sixth Man of the Year award, veröffentlicht am 30. April 2014 auf CBS.com
  11. Williams ist bester sechster Mann, veröffentlicht am 20. April 2015 auf CBS.com
  12. Clippers’ Crawford named Kia NBA Sixth Man of the Year. NBA.com, 19. April 2016, abgerufen am 19. April 2016 (englisch).
  13. N.N.: Westbrook zum MVP gekürt. Preis für Dirk. Auf: Spox—Website; Unterföhring, 27. Juni 2017. Abgerufen am 25. Dezember 2018.
  14. Franziska Wendler: Harden MVP - LeBron geht leer aus. NBA Awards: James Harden wird MVP, Ben Simmons und Dwane Casey ausgezeichnet. Auf: Sport1-Website; Ismaning, 26. Juni 2018. Abgerufen am 26. Juni 2018.
  15. Franziska Wendler: MVP und ROY: Giannis und Doncic räumen ab. Auf: kicker-Website; 25. Juni 2019. Abgerufen am 25. Juni 2019.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]