NHL 2005/06

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NHL 2005/06
Liga Logo-NHL.svg National Hockey League
Zeitraum 5. Oktober 2005 bis 19. Juni 2006
Teams 30
Spiele/Team 82
Draft
Austragung NHL Entry Draft 2005
Top-Pick KanadaKanada Sidney Crosby
Gewählt von Pittsburgh Penguins
Reguläre Saison
Presidents’ Trophy Detroit Red Wings
MVP KanadaKanada Joe Thornton (Boston & San Jose)
Topscorer KanadaKanada Joe Thornton (Boston & San Jose)
Playoffs
Stanley-Cup-Sieger Carolina Hurricanes
Finalist Edmonton Oilers
Playoff-MVP KanadaKanada Cam Ward (Carolina)
NHL-Saisons
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Die Saison 2005/06 war – wenn die ausgefallene Vorsaison mitgerechnet wird – die 89. Spielzeit der National Hockey League. Die reguläre Saison dauerte vom 5. Oktober 2005 bis 18. April 2006. Aufgrund des Lockouts in der Saison 2004/05 war ein Start lange Zeit ungewiss. Mitte Juli 2005 kam es zu einer Einigung nach über 300 Tagen Lockout, so dass die Saison 2005/06 komplett stattfinden konnte. Während der Olympischen Winterspiele in Turin pausierte die NHL, um den Spielern die Möglichkeit zu geben, daran teilzunehmen. Dafür wurde das NHL All-Star Game gestrichen. In den vom 21. April bis 19. Juni 2006 ausgetragenen Playoffs gewannen die Carolina Hurricanes ihren ersten Stanley Cup.

Collective Bargaining Agreement[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das neue Collective Bargaining Agreement (CBA) sah eine Gehaltsobergrenze von 39 Millionen US-Dollar pro NHL-Club vor. Ein einzelner Spieler durfte maximal 20 Prozent des Budgets verdienen (7,8 Millionen Dollar). Gleichzeitig wurde der Mindestlohn von 185.000 auf 450.000 US-Dollar angehoben.

Die prominentesten „Opfer“ der neuen Gehaltsobergrenze waren Dave Andreychuk, bis dahin Kapitän des amtierenden Stanley-Cup-Champions Tampa Bay Lightning und Alexander Mogilny von den New Jersey Devils, die beide während der Saison aus dem jeweiligen Kader gestrichen wurden und den Gang in die American Hockey League antreten mussten.

Regeländerungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für die Saison wurden einige Regeländerungen vorgenommen, um das Spiel schneller und vor allem torreicher zu machen:

  • Der 2-Linienpass wurde abgeschafft.
  • Bei einem Unentschieden nach Verlängerung kommt es im Grunddurchgang zu einem Penaltyschießen. In Playoff-Spielen wird nach wie vor so lange weitergespielt, bis ein Tor fällt.
  • Die Fläche der Torwartausrüstung wurde verkleinert.
  • Die Neutrale Zone wurde um etwa 120 Zentimeter (4 Fuß) verkleinert, wobei die Torlinie 60 Zentimeter (2 Fuß) näher an die Bande gerückt wurde.
  • Spieler, die in den letzten 5 Spielminuten eine Rauferei anzetteln, bekommen eine Spieldauerdisziplinarstrafe, werden für das nächste Spiel gesperrt und die Mannschaft erhält eine Geldstrafe.
  • Die Schiedsrichter sind mit einem Headset ausgerüstet, um Strafen etc. über das Lautsprechersystem im Stadion durchzugeben.
  • Vergehen wie Haken, Crosscheck und Behinderung werden strikter geahndet.
  • Eine Mannschaft, die einen unerlaubten Befreiungsschlag (Icing) verursacht, darf in der daraus resultierenden Spielunterbrechung keinen Spielerwechsel vornehmen. So soll verhindert werden, dass eine Mannschaft ein Icing provoziert, um eine Gelegenheit für einen Spielerwechsel zu bekommen.
  • Jeder Spieler, der den Puck aus der eigenen Verteidigungszone, ohne das dieser abgefälscht wird, über die Plexiglas-Umrandung schießt, wird mit einer Spielverzögerungsstrafe belegt.

Entry Draft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der 43. NHL Entry Draft wurde vom 25. und 26. Juni auf den 30. Juli 2005 verschoben und fand in der kanadischen Hauptstadt Ottawa statt. Die Reihenfolge wurde ausgelost, da aufgrund der ausgefallenen Vorsaison keine Reihung möglich war. Als erste Mannschaft durften die Pittsburgh Penguins wählen, die den von den Beobachtern favorisierten kanadischen Center Sidney Crosby wählten.

Der erste nicht aus Nordamerika stammende Spieler war der Slowene Anže Kopitar als Elfter, der einzige deutsche Spieler war der Flügelstürmer Philip Gogulla von den Kölner Haien, der an Position 48 von den Buffalo Sabres gezogen wurde.

Reguläre Saison[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Abschlusstabellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Abkürzungen: GP = Spiele, W = Siege, L = Niederlagen, OTL = Niederlage nach Overtime bzw. Shootout, GF = Erzielte Tore, GA = Gegentore, Pts = Punkte
Erläuterungen: In Klammern befindet sich die Platzierung innerhalb der Conference;     = Playoff-Qualifikation,     = Divisions-Sieger,     = Conference-Sieger,     = Presidents’ Trophy-Gewinner

Eastern Conference[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Atlantic Division GP W L OTL GF GA Pts
New Jersey Devils (4) 82 46 27 9 242 229 101
Philadelphia Flyers (5) 82 45 26 11 267 259 101
New York Rangers (6) 82 44 26 12 257 215 100
New York Islanders (12) 82 36 40 6 230 278 78
Pittsburgh Penguins (15) 82 22 46 14 244 316 58
Northeast Division GP W L OTL GF GA Pts
Ottawa Senators (1) 82 52 21 9 214 211 113
Buffalo Sabres (3) 82 52 24 6 281 239 110
Montréal Canadiens (7) 82 42 31 9 243 247 93
Toronto Maple Leafs (10) 82 41 33 8 257 270 90
Boston Bruins (13) 82 29 37 16 230 266 74
Southeast Division GP W L OTL GF GA Pts
Carolina Hurricanes (2) 82 52 22 8 294 260 112
Tampa Bay Lightning (8) 82 43 33 6 252 260 92
Atlanta Thrashers (9) 82 41 33 8 281 275 90
Florida Panthers (11) 82 37 34 11 240 257 85
Washington Capitals (14) 82 29 41 12 237 306 70

Western Conference[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Central Division GP W L OTL GF GA Pts
Detroit Red Wings (1) 82 58 16 8 305 209 124
Nashville Predators (4) 82 49 25 8 259 227 106
Columbus Blue Jackets (13) 82 35 43 4 223 279 74
Chicago Blackhawks (14) 82 26 43 13 211 285 65
St. Louis Blues (15) 82 21 46 15 197 292 57
Northwest Division GP W L OTL GF GA Pts
Calgary Flames (3) 82 46 25 11 218 200 103
Colorado Avalanche (7) 82 43 30 9 283 257 95
Edmonton Oilers (8) 82 41 28 13 256 251 95
Vancouver Canucks (9) 82 42 32 8 256 255 92
Minnesota Wild (11) 82 38 36 8 231 215 84
Pacific Division GP W L OTL GF GA Pts
Dallas Stars (2) 82 53 23 6 265 218 112
San Jose Sharks (5) 82 44 27 11 266 242 99
Mighty Ducks of Anaheim (6) 82 43 27 12 254 229 98
Los Angeles Kings (10) 82 42 35 5 249 270 89
Phoenix Coyotes (12) 82 38 39 5 246 271 81

Beste Scorer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit seinen 96 Vorlagen legte Joe Thornton den Grundstein für die Bestmarke von 125 Punkten. Bester Torjäger war Jonathan Cheechoo mit 56 Treffern. Kein anderer Spieler schoss öfter als Alexander Owetschkin mit 425 Schüssen aufs Tor. Ilja Kowaltschuk traf 27 Mal in Überzahl, während Marián Hossa mit sieben Treffern in Unterzahl eine Bestleistung aufstellte. 23,4 Prozent der Schüsse von Alex Tanguay gingen ins Tor. Nachdem er in der letzten Saison als Rookie Strafbankkönig der Liga war, führte Sean Avery mit 257 Strafminuten erneut die gesamte NHL an. Kein Verteidiger übertraf Nicklas Lidström mit seinen 64 Vorlagen und 80 Punkten. Sein Teamkamerad Mathieu Schneider war mit 21 Treffern der torgefährlichste Abwehrspieler.

Abkürzungen: GP = Spiele, G = Tore, A = Assists, Pts = Punkte; Fett: Saisonbestwert

Daniel Alfredsson war einer von sieben Spielern mit 100 oder mehr Punkten
Spieler Team GP G A Pts +/- PIM
Joe Thornton Boston/San Jose 81 29 96 125 +31 55
Jaromír Jágr NY Rangers 82 54 69 123 +34 72
Alexander Owetschkin Washington 81 52 54 106 +2 106
Dany Heatley Ottawa 82 50 53 103 +29 86
Daniel Alfredsson Ottawa 77 43 60 103 +29 50
Sidney Crosby Pittsburgh 81 39 63 102 -1 110
Eric Staal Carolina 82 45 55 100 -8 81
Ilja Kowaltschuk Atlanta 78 52 46 98 -6 68
Marc Savard Atlanta 82 28 69 97 +7 100
Jonathan Cheechoo San Jose 82 56 37 93 +23 58

Beste Torhüter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mindestens 1.000 gespielte Minuten. Abkürzungen: GP = Spiele, TOI = Eiszeit (in Minuten), W = Siege, L = Niederlagen, OTL = Overtime/Shootout-Niederlagen, GA = Gegentore, SO = Shutouts, Sv% = gehaltene Schüsse (in %), GAA = Gegentorschnitt; Fett: Saisonbestwert

Spieler Team GP TOI W L OTL GA SO Sv% GAA
Miikka Kiprusoff Calgary 74 4379:40 42 20 11 151 10 0,923 2,07
Dominik Hašek Ottawa 43 2583:58 28 10 4 90 5 0,925 2,09
Manny Legace Detroit 51 2905:09 37 8 3 106 7 0,915 2,19
Cristobal Huet Montreal 36 2102:59 18 11 4 77 7 0,929 2,20
Henrik Lundqvist NY Rangers 53 3111:53 30 12 9 116 2 0,922 2,24

Beste Rookiescorer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine hervorragende Rookiesaison spielte Alexander Owetschkin. Seine 52 Tore und 106 Punkte waren jeweils die drittbeste Rookie-Leistung aller Zeiten. Ebenfalls nur zweimal erreichte ein Rookie mehr als die 63 Vorlagen von Sidney Crosby. Die Plus/Minus-Wertung führte Andrej Meszároš mit +34 an. Kein anderer Rookie saß öfter als Derek Boogaard mit seinen 158 Strafminuten in der Penaltybox.

Abkürzungen: GP = Spiele, G = Tore, A = Assists, Pts = Punkte, +/- = Plus/Minus, PIM = Strafminuten

Sidney Crosby bereitete 63 Tore vor. Der beste Wert seit 1993
Spieler Team GP G A Pts +/- PIM
Alexander Owetschkin Washington 81 52 54 106 +2 52
Sidney Crosby Pittsburgh 81 39 63 102 -1 110
Brad Boyes Boston 82 26 43 69 +11 30
Jussi Jokinen Dallas 81 17 38 55 +2 30
Marek Svatoš Colorado 61 32 18 50 '0 60

Stanley-Cup-Playoffs[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Stanley-Cup-Playoffs 2006

  Conference-Viertelfinale Conference-Halbfinale Conference-Finale Stanley-Cup-Finale
                                     
1  Ottawa Senators 4     1  Ottawa Senators 1  
8  Tampa Bay Lightning 1     4  Buffalo Sabres 4  
2  Carolina Hurricanes 4 Eastern Conference
7  Canadiens de Montréal 2  
    4  Buffalo Sabres 3  
  2  Carolina Hurricanes 4  
3  New Jersey Devils 4  
6  New York Rangers 0  
4  Buffalo Sabres 4   2  Carolina Hurricanes 4
5  Philadelphia Flyers 2     3  New Jersey Devils 1  
  E2  Carolina Hurricanes 4
(Die Teams werden nach der ersten Runde neu gesetzt.)
  W8  Edmonton Oilers 3
1  Detroit Red Wings 2     5  San Jose Sharks 2
8  Edmonton Oilers 4     8  Edmonton Oilers 4  
2  Dallas Stars 1
7  Colorado Avalanche 4  
  8  Edmonton Oilers 4
  6  Mighty Ducks of Anaheim 1  
3  Calgary Flames 3  
6  Mighty Ducks of Anaheim 4   Western Conference
4  Nashville Predators 1   6  Mighty Ducks of Anaheim 4
5  San Jose Sharks 4     7  Colorado Avalanche 0  

NHL Awards und vergebene Trophäen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die NHL Awards wurden nach der Saison am 22. Juni in Vancouver verliehen.

Wade Redden, einer der beiden Gewinner des NHL Plus/Minus Award
Michal Rozsíval war der andere
Auszeichnung Spieler Team
Art Ross Trophy Joe Thornton San Jose Sharks
Bill Masterton Memorial Trophy Teemu Selänne Mighty Ducks of Anaheim
Calder Memorial Trophy Alexander Owetschkin Washington Capitals
Conn Smythe Trophy Cam Ward Carolina Hurricanes
Frank J. Selke Trophy Rod Brind’Amour Carolina Hurricanes
Hart Memorial Trophy Joe Thornton San Jose Sharks
Jack Adams Award Lindy Ruff Buffalo Sabres
James Norris Trophy Nicklas Lidström Detroit Red Wings
King Clancy Memorial Trophy Olaf Kölzig Washington Capitals
Lady Byng Memorial Trophy Pawel Dazjuk Detroit Red Wings
Lester B. Pearson Award Jaromír Jágr New York Rangers
Lester Patrick Trophy Red Berenson
Marcel Dionne
Reed Larson
Glen Sonmor
Steve Yzerman
Maurice 'Rocket' Richard Trophy Jonathan Cheechoo San Jose Sharks
NHL Plus/Minus Award Wade Redden
Michal Rozsíval
Ottawa Senators
New York Rangers
Roger Crozier Saving Grace Award Cristobal Huet Montréal Canadiens
Vezina Trophy Miikka Kiprusoff Calgary Flames
William M. Jennings Trophy Miikka Kiprusoff Calgary Flames
Presidents’ Trophy Detroit Red Wings
Prince of Wales Trophy Carolina Hurricanes
Clarence S. Campbell Bowl Edmonton Oilers
Stanley Cup Carolina Hurricanes

NHL All-Star Teams[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

NHL First All-Star Team[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Abkürzungen: GP = Spiele, G = Tore, A = Assists, Pts = Punkte, W = Siege, SO = Shutouts, GAA = Gegentorschnitt

Joe Thornton war sowohl bei den Bruins als auch bei den Sharks erfolgreich.
Spieler Position Team GP G A Pts
Joe Thornton Center Boston Bruins / San Jose Sharks 81 29 96 125
Alexander Owetschkin Flügelstürmer Washington Capitals 81 52 54 106
Jaromír Jágr Flügelstürmer New York Rangers 82 54 69 123
Nicklas Lidström Verteidiger Detroit Red Wings 80 16 64 80
Scott Niedermayer Verteidiger Mighty Ducks of Anaheim 82 13 50 63
Spieler Position Team GP W SO GAA
Miikka Kiprusoff Torhüter Calgary Flames 74 42 10 2,07

NHL Second All-Star Team[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Abkürzungen: GP = Spiele, G = Tore, A = Assists, Pts = Punkte, W = Siege, SO = Shutouts, GAA = Gegentorschnitt

Daniel Alfredsson einer von drei Spielern aus Ottawa in Second All-Star Team.
Spieler Position Team GP G A Pts
Eric Staal Center Carolina Hurricanes 82 45 55 100
Dany Heatley Flügelstürmer Ottawa Senators 82 50 53 103
Daniel Alfredsson Flügelstürmer Ottawa Senators 77 43 60 103
Zdeno Chára Verteidiger Ottawa Senators 71 16 27 43
Sergei Subow Verteidiger Dallas Stars 78 13 58 71
Spieler Position Team GP W SO GAA
Martin Brodeur Torhüter New Jersey Devils 73 43 5 2,57

NHL All-Rookie Team[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Abkürzungen: GP = Spiele, G = Tore, A = Assists, Pts = Punkte, W = Siege, SO = Shutouts, GAA = Gegentorschnitt

Henrik Lundqvist, stand bei 53 Spielen im Tor der Rangers
Spieler Position Team GP G A Pts
Alexander Owetschkin Stürmer Washington Capitals 81 52 54 106
Sidney Crosby Stürmer Pittsburgh Penguins 81 39 63 102
Brad Boyes Stürmer Boston Bruins 82 25 43 69
Dion Phaneuf Verteidiger Calgary Flames 82 20 29 49
Andrej Meszároš Verteidiger Philadelphia Flyers 82 10 29 39
Spieler Position Team GP W SO GAA
Henrik Lundqvist Torhüter New York Rangers 53 30 2 2,24

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: NHL 2005/06 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien