NO!art

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NO!art ist eine radikale Avant-Garde- und Anti-Kunst-Bewegung, die 1959 in New York begann und der selbstgefälligen Konsumgesellschaft einen Schock versetzte.[1]

Boris Lurie, Sam Goodman und Stanley Fisher organisierten anfangs Ausstellungen in der March Gallery, New York, aus denen dann die NO!art Movement entstand, benannt nach einer Show in der Galerie Gertrude Stein. Sie richteten sich dabei gegen die gegenwärtigen Trends wie Abstrakten Expressionismus und Pop Art in der Kunst und nutzten ihr Werk, um Faschismus, Rassismus und Imperialismus in der Politik zu attackieren.

Die NO!art-Ausstellungen trugen Titel wie Doom Show, Involvement Show, No Show und Vulgar Show und waren meist themenbezogen, die No Sculptures/Shit Show von 1964 enthielt dann auch Werke aus Exkrementen. Der Holocaust war ein wiederkehrendes Thema der Künstler, und sie benannten ihre Werke vielfach provokativ als „jüdische Kunst“.[2]

In seinem Essay “Bull by the Horns” schrieb der Kunstkritiker Harold Rosenberg, die „NO!art reflektiert den Mix aus Abschaum und Verbrechen, mit dem die Massenmedien die Gemüter unserer Zeit überfluten“.[3]

Seit 1999 wird die N0!art von Dietmar Kirves (headquarters Berlin) und Clayton Patterson (headquarters New York) vertreten. Mitglieder sind Rocco Armento, Isser Aronovici (†), Enrico Baj (†), Paolo Baratella, Herb Brown, Ronaldo Brunet, Günter Brus, Al D'Arcangelo (†), Aleksey Dayen(†), Frank-Kirk Ehm-Marks, Erro (Ferro), Klaus Fabricius, Charles Gatewood, Paul Georges (†), Jochen Gerz, Dorothie Gillespie, Esther Morgenstern Gilman (†), Amikam Goldman, Leon Golub (t), Blalla W. Hallmann (t), Harry Hass, Allan Kaprow (†), Kommissar Hjuler (Detlev Hjuler) and Mama Baer (Andrea Katharina Ingeborg Hjuler), Yayoi Kusama, Konstantin K. Kuzminsky, Jean-Jacques Lebel, Suzanne Long (Harriet Wood), LST, Enzo Mastrangelo, Stu Mead, Peter Meseck, Lil Picard (†), Leonid Pinchevsky, Bernard Rancillac, Francis Salles, Naomi Tereza Salmon, Reinhard Scheibner, Bruno Schleinstein (†), Dominik Stahlberg, Michelle Stuart, Aldo Tambellini, Seth Tobocman, Jean Toche, Toyo Tsuchiya, Wolf Vostell (†), Friedrich Wall, Mathilda Wolf, Natalia E. Woytasik, Miron Zownir. [4]

Aktuelle Entwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die No!art Mitglieder befinden sich momentan im Rechtstreit mit der Boris Lurie Art Foundation, diese hat den Terminus "NO!Art" in den USA als "Handelsmarke" registrieren lassen und fordert nun die von Boris Lurie eingesetzten Leiter der Kunstbewegung auf, ihre Web-Aktivität als NO!art komplett einzustellen.

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Offizielle Website

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. NO-Art: An American Psycho-Social Phenomenon Emanuel K. Schwartz and Reta Shacknove Schwartz, Leonardo, Vol. 4, No. 3 (Summer, 1971), pp. 245-254 MIT Press
  2. Fletcher, Robert Beyond resistance: the future of freedom p.31
  3. Rosenberg, Harold “Bull by the Horns.” 1974 cited in First and Final Refusal - Resurrecting Boris Lurie, the Original NO!art Man Ezra Glinter, Forward, July 14, 2010
  4. NO!art Members[1]