NORDEL

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In grün der Netzbereich NORDEL

Nordel ist die Bezeichnung für das mit Dreiphasenwechselstrom betriebene elektrische Verbundsystem der skandinavischen Staaten. Das NORDEL-Netz umfasst die Staaten Finnland, Schweden, Norwegen und die ostwärtigen Gebiete Dänemarks (Seeland, Lolland und Falster). Island stellt aufgrund der räumlichen großen Entfernung ein Inselnetz dar, welches von der Organisation NORDEL administrativ betreut wird.

Aus technischen Gründen kann das Netz der NORDEL mit den zentraleuropäischen UCTE-Netz nicht direkt verbunden werden. Die Netze weisen zwar bezüglich der Netzfrequenz den gleichen Nennwert von 50 Hz auf, konkrete Abweichungen und Phasenlagen der Netzfrequenz sind aber unterschiedlich, d. h., die Netze sind zueinander asynchron. Elektrische Energie zwischen den Netzen kann nur in Form von Gleichstrom über Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragungen (HGÜ) oder HGÜ-Kurzkupplungen (GKK) übertragen werden.

Zum UCTE-Netz bestehen in Form von mehreren Seekabeln HGÜ-Verbindungen wie die Konti-Skan, HGÜ Cross-Skagerrak oder die NorNed. Zu der russischen Regelzone IPS/UPS besteht in Finnland die HGÜ-Kurzkupplung Wyborg, welche die einzige elektrische Verbindung zwischen Russland und Finnland darstellt.

Die skandinavischen Netzbetreiber der NORDEL sind wie die zentraleuropäischen Netzbetreiber der UCTE im Verband Europäischer Übertragungsnetzbetreiber (ENTSO-E) organisiert.

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