NTSV Strand 08

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Strand 08
Name Niendorfer-Timmendorfer Sportverein Strand 08
Vereinsfarben Rot-Weiß
Gegründet 7. September 1908[1]
Mitglieder 1707 (Stand: 28. März 2011)[2]
Vorsitzender Peter Danzeglocke
Homepage http://strand08.de

Der Niendorfer-Timmendorfer Sportverein Strand 08 ist ein Sportverein aus der Gemeinde Timmendorfer Strand im Kreis Ostholstein, der derzeit in knapp 30 Abteilungen gegliedert ist. Regionale Bekanntheit verschaffte sich der Verein insbesondere durch seine erste Fußballmannschaft der Herren, die derzeit in der Verbandsliga Schleswig-Holstein spielt und in den Jahren 1979 und 1984 als Verbandsligameister an der Aufstiegsrunde zur Oberliga Nord teilnahm.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der NTSV Strand 08 entstand 1948 unter dem Namen TSV Timmendorfer Strand/Niendorf (Ostsee) 08/23 aus einem Zusammenschluss der Niendorfer Turnerschaft 08 und des 1923 gegründeten TSV Timmendorf. Den heutigen Namen trägt der Verein seit einer Satzungsänderung im Jahr 1968.

Fußball[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Noch als TSV Timmendorf – die Niendorfer Turnerschaft besaß keine Fußballabteilung – spielte der Verein in der erstklassigen Bezirksmeisterschaftsliga Schleswig-Holstein-Süd und belegte in der A-Staffel – in der man unter anderem auf den VfB Lübeck traf – den siebten von sieben Plätzen[3], wodurch die Qualifikation für die neugeschaffene Oststaffel der Landesliga Schleswig-Holstein verpasst wurde. Während man in den 50er-Jahren noch fester Bestandteil der 2. Amateurliga war, spielte man von 1962 bis 1973 nur noch auf der Kreis- oder Bezirksebene und war somit viert- bis siebtklassig. Nach der Verpflichtung des ehemaligen Regionalliga-Fußballers Harri Paskowski als Spielertrainer im Jahr 1972 gelangen den Timmendorfern drei Aufstiege in Folge, die höchste Spielklasse des Landes, die Landesliga,[4] wurde 1975 erreicht. Bereits 1974 stand der NTSV im Finale des SHFV-Pokals, welches mit 2:3 gegen den VfR Neumünster verloren wurde.

In der Landesliga etablierte sich der Verein bereits in den ersten drei Jahren und verbesserte sich jährlich innerhalb des Mittelfeldes der Spielklasse. 1975 gelang es, den Zweitligaprofi Winfried Schülke von der SpVgg Fürth zu verpflichten,[5] der zwei Jahre später Hans Schwichtenberg – er wurde Trainer, nachdem Paskowski wieder ausschließlich als Spieler tätig sein wollte[6] – als Spielertrainer ablöste und die Position des Trainers bis zu seinem Tod Anfang der 1990er-Jahre ausfüllen sollte. Unter ihm wurde 1978/79 erstmals die Meisterschaft in der Verbandsliga errungen, die zur Teilnahme an der Aufstiegsrunde zur Oberliga berechtigte. Mit nur einem Sieg gegen den SV Meppen[7] scheiterten die Ostholsteiner aber am Aufstieg in die Drittklassigkeit. Auch in den folgenden Spielzeiten gehörte der NTSV zu den Favoriten auf die Meisterschaft, die nach mehreren Platzierungen im oberen Mittelfeld schließlich 1984 zum zweiten Mal gewonnen werden konnte. In der anschließenden Aufstiegsrunde reichten fünf Punkte erneut nicht zum Aufstieg in die Oberliga.

Danach konnte der Verein nicht mehr an seine Erfolge anknüpfen und entwickelte sich zu einer Fahrstuhlmannschaft, so dass er in den folgenden 20 Jahren mehrere Abstiege aus der Verbandsliga hinnehmen musste und am Anfang der 90er-Jahre einmal in die Siebtklassigkeit abstieg. 2008 war der NTSV – als Aufsteiger aus der sechstklassigen Bezirksoberliga – Mitglied der neuen Schleswig-Holstein-Liga, die ab dieser Saison erstmals eine Oberliga im deutschen Fußball darstellte. Er belegte dort den letzten Platz, schaffte jedoch als Meister der Verbandsliga Süd-Ost 2010 den direkten Wiederaufstieg.

In der Saison 2014/15 spielte die Mannschaft eine starke Hinrunde mit 29 Punkten und belegte den 6. Platz der Tabelle in der Schleswig-Holstein-Liga. Nur sieben Punkte in der Rückrunde mit dabei den wenigsten eigenen und meisten Gegentoren bedeutete schließlich Platz 15 und den direkten Abstieg. In der folgenden Saison 2015/16 gelang dann der direkte Wiederaufstieg.

Handball[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Handballabteilung machte vor allen Dingen durch ihren männlichen Nachwuchsbereich auf sich Aufmerksam. Die A-Jugend belegte 2010/11 in der Regionalliga Nordost (der höchsten Spielklasse der Länder Schleswig-Holstein, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Berlin und Brandenburg) den vierten Platz[8] und verpasste dadurch die Qualifikation zur Jugend-Bundesliga um einen Platz. Seit einiger Zeit unterhält der Verein eine so genannte Kooperation mit dem TSV Ratekau, Lübeck 1876 und dem Zweitligisten VfL Bad Schwartau. Diese soll den vier Vereinen auf Dauer die Teilnahme an den höchsten Ligen der jeweiligen Altersklassen ermöglichen.[9]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Gründungsdatum des Vorgängervereins Niendorfer Turnerschaft 08
  2. Bericht von der Jahreshauptversammlung 2011
  3. oldesloe.peter-staecker.de
  4. ab 1978:Verbandsliga
  5. Spielerprofil auf der Seite der SpVgg
  6. Chronik der Fußballabteilung
  7. Hardy Grüne: Legendäre Fußballvereine. Norddeutschland. Agon-Sportverlag, Kassel 2003, ISBN 3-89784-223-8, S. 75
  8. Abschlusstabelle
  9. 1+1+1+1 muss nicht immer 4 sein (Memento vom 12. November 2013 im Internet Archive)