Oberösterreichische Nachrichten

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Oberösterreichische Nachrichten
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Beschreibung österreichische Tageszeitung
Verlag OÖN Redaktion GmbH & Co KG
Erstausgabe 11. Juni 1945
Erscheinungsweise täglich, außer Sonntag
Verkaufte Auflage
(ÖAK, 1. HJ 2014[1])
107.289 Exemplare
Reichweite (MA 13/14[2]) 0,383 Mio. Leser
Chefredakteur Gerald Mandlbauer
Herausgeber Rudolf Andreas Cuturi
Weblink www.nachrichten.at
ZDB 1078555-3
Redaktionsgebäude und Sitz der OÖN an der Promenade in Linz
OÖN-Druckzentrum in Pasching

Das Blatt Oberösterreichische Nachrichten (OÖN oder OÖNachrichten) ist eine überregionale Abonnement-Tageszeitung mit Sitz in Linz. Sie erscheint im Berliner Format.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Zeitung wurde am 11. Juni 1945 von der amerikanischen Besatzungsmacht gegründet, wurde jedoch bereits vier Monate später, am 8. Oktober 1945 unabhängig. Von sechs Gesellschaftern ging der spätere Nationalratspräsident Alfred Maleta als Alleineigentümer hervor. Mit dem 1. Jänner 1954 fusionierte die Zeitung mit der seit 1865 erscheinenden Tagespost. An der nun gebildeten Gesellschaft hielten die Nachkommen der früheren Linzer Druckerfamilie Wimmer 74 % (sie gab zuvor auch die Tagespost heraus), Alfred Maleta hielt 26 %, die er jedoch 1986 verkaufte. Seither führt Rudolf Andreas Cuturi, ein Nachkomme des Firmengründers Josef Wimmer, die Zeitung als Herausgeber. Chefredakteur der OÖN ist Gerald Mandlbauer, seine Stellvertreter sind Wolfgang Braun und Dietmar Mascher.

Angaben zur Zeitung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Zeitung hat einen starken Regionalbezug und erscheint überwiegend in fünf Büchern (Politik, Wirtschaft, Sport, Kultur&Leben, Land&Leute (mit Lokalteil)), wobei der Lokalteil in sechs verschiedenen Regionen Oberösterreichs variiert. So gibt es für Linz, Wels, Steyr, das Salzkammergut, das Innviertel und das Mühlviertel eigene Lokalausgaben, in denen von Montag bis Freitag auf drei bis sechs Seiten lokale Information geboten wird.
In der Wochenendausgabe finden sich aktuelle redaktionelle Themen aus den Bereichen Karriere & Bildung, Motor & Technik, Immobilien & Wohnen und Magazin & Reise. Die Lokalausgaben entfallen.

Beilagen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unter der Woche liegen den OÖN folgende Beilagen bei: Fußball-Unterhaus (montags), Immobilienmagazin (dienstags, vierzehntäglich), Gesundheit (mittwochs) und Freizeitmagazin (freitags). Als Supplement liegt darüber hinaus donnerstags das Fernsehmagazin tele bei.

Am 15. Jänner 2009 erschien erstmals eine Kombination OÖN mit Braunauer Warte am Inn bzw. Rieder Volkszeitung und Schärdinger Volkszeitung. Dies soll den Wegfall der ab Jänner 2009 nur noch sonntags herausgegebenen Oberösterreichischen Rundschau mit Dezember 2008 ausgleichen[3].

Am 23. März 2013 lag den OÖNachrichten erstmals die Wirtschaftszeitung "Pegasus" bei. Diese Sonderbeilage wird mehrmals pro Jahr von der OÖN-Wirtschaftsredaktion geschrieben.

Am 3. Mai 2014 erschien erstmals die Beilage "Hoamatland", ein auf regionale Lebensart, Genuss und Tradition ausgerichtetes Magazin, das viermal im Jahr erscheint.

Die OÖN sind Genossenschafter der Austria Presse Agentur.

Auflage und Reichweite[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Druckauflage liegt laut Österreichischer Auflagenkontrolle (ÖAK) durchschnittlich bei 133.324 Exemplaren. Hiervon werden 99.746 Exemplare direkt verkauft, weitere 7.543 im Großverkauf. Rund 15.400 Exemplare werden gratis vertrieben[1].

Laut Arbeitsgemeinschaft Media-Analysen MA 13/14 - Tageszeitungen Total haben die Oberösterreichischen Nachrichten in Österreich 383.000 Leser pro Ausgabe (Mo - Sa). Dies entspricht einer auf ganz Österreich bezogenen Reichweite von 5,3 %[2].

Gemäß Österreichischer Webanalyse (ÖWA) vom Jänner 2017 erreicht das Online Angebot der OÖN 1,26 Millionen Unique Clients, 4,26 Millionen Visits und über 20,2 Millionen Seitenabrufe[4].

Online und digital[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die OÖNachrichten erscheinen online auf nachrichten.at. Am 9. November 1995 ging nachrichten.at unter dem Namen "OÖ Online" als eines der ersten österreichischen Medien-Portale ins Netz. 2010 wurde die erste iPad-App veröffentlicht, die das ePaper der OÖN und Inhalte der Website als eine der ersten Zeitungen Österreichs auf das Tablet brachte.[5]

Am 24. September 2014 gingen die OÖN mit einem eigenen Immobilien-Portal online, das sich ausschließlich mit dem oberösterreichischen Immobilienmarkt beschäftigt.[6] 

Im August 2015 starteten die OÖN mit dem neuen Online-Veranstaltungskalender „wasistlos.at“ für ganz Oberösterreich. Gemeinden, Vereine und natürliche Personen haben dort auch die Möglichkeit, ihre Veranstaltungen auf wasistlos.at zu veröffentlichen, und man kann sie erstmals selbst über ein Formular eintragen. 

wirtrauern.at heißt das Trauerportal der Oberösterreichischen Nachrichten, das am 6. Oktober 2016 gelauncht wurde. Auf dieser Seite findet man Trauerfälle aus ganz Oberösterreich. Neben den aktuellen Kondolenzen gibt es auch eigene Gedenkseiten für Verstorbene, die Möglichkeit, online zu kondolieren oder eine Kerze für jemanden anzuzünden und so Anteilnahme auszudrücken. Darüber hinaus findet man einen Ratgeber, was nach einem Sterbefall zu tun ist und die redaktionellen Nachrufe, die in der Printausgabe der OÖNachrichten erschienen sind.[7]

Seit 11. November 2016 gibt es für den Bereich "Karriere & Bildung" eine eigene Online-Plattform auf karriere.nachrichten.at. Eine neue Job-Suchmaschine verbindet sich dort mit den redaktionellen Inhalten der OÖN-Wirtschaftsredaktion.[8]

Blattlinie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Impressum der OÖN heißt es:
Die Oberösterreichischen Nachrichten sind eine überparteiliche und unabhängige Tageszeitung. Sie bekennen sich zur pluralistischen Gesellschaftsordnung der parlamentarischen Demokratie, zu den Prinzipien der sozialen Marktwirtschaft sowie zur Integration Europas und fühlen sich den Menschenrechten verpflichtet.[9]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Österreichische Auflagenkontrolle: Auflagenliste 1. Halbjahr 2014 (PDF; 2,1 MB). Abgerufen am 7. Februar 2015
  2. a b Arbeitsgemeinschaft Media-Analysen: Media-Analyse 13/14 - Tageszeitungen Total. Abgerufen am 7. Februar 2015
  3. OÖN geben dem Innviertel drei neue Zeitungen, OÖN vom 15. Jänner 2009. Abgerufen am 6. Februar 2015
  4. Österreichische Webanalyse: ÖWA Basic - Einzelangebote 2017 Jänner. Abgerufen am 28. März 2017
  5. Oberösterreichische Nachrichten: 20 Jahre nachrichten.at. Abgerufen am 28. März 2017.
  6. Oberösterreichische Nachrichten: OÖN starten neue Plattform für Oberösterreichs Immobilienmarkt. (nachrichten.at [abgerufen am 28. März 2017]).
  7. Oberösterreichische Nachrichten: Letzte Ruhe: Feuer statt Erde. (nachrichten.at [abgerufen am 28. März 2017]).
  8. Oberösterreichische Nachrichten: Auf zu neuen Karrieren: Neues Portal der OÖN. (nachrichten.at [abgerufen am 28. März 2017]).
  9. http://www.nachrichten.at/aboservice/ueber_uns/impressum/art138,54715